Mit 43,8 Prozent hat die AfD in Sachsen-Anhalt ein historisches Wahlergebnis erzielt – und in Polen sofort Reaktionen ausgelöst. Eine Landesregierung gestaltet zwar keine Außenpolitik. Doch über Gedenkstätten, Kulturförderung und grenzüberschreitende Partnerschaften könnte der Wahlsieg die deutsch-polnischen Beziehungen durchaus berühren.
Ein Wahlsieg der AfD war erwartet worden – er fiel jedoch noch etwas deutlicher aus, als die letzten Umfragen vorausgesagt hatten. Die CDU stürzte von 37,1 Prozent im Jahr 2021 auf 17,2 Prozent ab, während die AfD mit 43,8 Prozent ihr bislang stärkstes Ergebnis bei einer Landtagswahl erzielte. Die absolute Mehrheit verfehlte die Partei dennoch. Nach dem vorläufigen Ergebnis vom 8. September 2026 verfügt sie über 39 der 83 Sitze.
Der Wahlausgang sorgte nicht nur in Deutschland für Aufmerksamkeit. Auch international wurde das Ergebnis mit Interesse und Sorge verfolgt – nicht zuletzt, weil die AfD in Sachsen-Anhalt vom Landes-Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft wird. Der Verfassungsschutz begründet dies unter anderem damit, dass die Partei Institutionen und Vertreter der Bundesrepublik fortlaufend „verächtlich“ mache und damit gegen das Demokratieprinzip verstoße. Zudem verweise ihr Programm auf eine rassistische Ideologie und einen völkisch-abstammungsmäßigen Volksbegriff; Vertreter der AfD diffamierten regelmäßig ganze Volksgruppen aufgrund ihrer ethnischen oder religiösen Identität.

Mit 39 von 83 Sitzen ist die AfD stärkste Kraft im neu gewählten Landtag Sachsen-Anhalts – die absolute Mehrheit verfehlte sie knapp. Sitzung im Plenarsaal des Landtagsgebäudes.
Foto: Ralf Roletschek/Wikimedia Commons
Auch Politiker und Wirtschaftsvertreter aus anderen Ländern reagierten auf das Wahlergebnis. Tech-Milliardär Elon Musk, bekannt für seine Unterstützung der AfD, gratulierte ebenso wie der italienische Vizeregierungschef Matteo Salvini. US-Präsident Donald Trump äußerte sich auf seinem Netzwerk Truth Social positiv zum Wahlausgang, ohne die Partei namentlich zu nennen.
Der polnische Premierminister Donald Tusk reagierte dagegen scharf. Auf X schrieb er: „In Polen können sich nur Idioten oder Verräter über den Triumph der AfD in Deutschland freuen.“
Wie aber sieht es mit den internationalen Folgen der Wahl aus? Schließlich handelt es sich um das Ergebnis in einem einzelnen Bundesland. Die Länder sind in Deutschland vor allem über den Bundesrat an der Bundespolitik beteiligt – Sachsen-Anhalt verfügt dort jedoch lediglich über vier von 69 Stimmen. Ist die internationale Aufregung also übertrieben? Schließlich liegt die Außenpolitik in den Händen der Bundesregierung und des Bundestags.
Zwei Szenarien
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind zwei Szenarien denkbar. Da die AfD zwar mit Abstand stärkste Kraft im Landtag ist, die absolute Mehrheit aber verfehlt hat, ist noch offen, von wem Sachsen-Anhalt künftig regiert wird. Eine Regierung unter AfD-Beteiligung käme zustande, wenn sich eine andere Partei zur Zusammenarbeit bereitfindet – oder wenn mindestens drei Abgeordnete anderer Parteien zur AfD überwechseln. Da auch die übrigen Parteien keine mehrheitsfähige Koalition bilden wollen, ist das zweite Szenario eine Minderheitsregierung mit eingeschränkter Handlungsfähigkeit – oder eine Phase politischer Instabilität, in der keine stabile Regierung zustande kommt.
Sollte die AfD die Regierung führen, stellt sich die Frage, inwieweit ihr Programm auf Landesebene jene Politikfelder beeinflussen kann, die für die deutsch-polnischen Beziehungen unmittelbar relevant sind – darunter Erinnerungspolitik, Kultur- und Bildungsförderung sowie internationale und zivilgesellschaftliche Kontakte.
Sachsen-Anhalt und Polen: Ein enges Netz von Verbindungen
Sachsen-Anhalt grenzt nicht direkt an Polen. Dennoch ist das Nachbarland Deutschlands ein wichtiger Partner des Bundeslandes. Polen war 2025 Sachsen-Anhalts wichtigstes internationales Exportziel. Auch institutionell bestehen enge Verbindungen: Das Land unterhält eine Regionalpartnerschaft mit der Woiwodschaft Masowien, Kommunen pflegen Städtepartnerschaften, und zahlreiche Organisationen engagieren sich im deutsch-polnischen Jugendaustausch.
„Wenn das Haus geschlossen wird, dann sind Vereine wie die deutsch-polnische Gesellschaft, die deutsch-italienische und die deutsch-französische heimatlos.“
Krzysztof Blau, 1. Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt und Geschäftsführer der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt
2023 wurde in Warschau das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen Sachsen-Anhalt und Masowien gefeiert. Seit 2003 kooperieren beide Regionen in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Das Marschallamt der Woiwodschaft Masowien bewertet die Partnerschaft positiv. Auf Anfrage erklärte es: „Die regionale Partnerschaft zwischen Masowien und Sachsen-Anhalt war von Anfang an sehr eng, und im Rahmen dieser Partnerschaft ist es gelungen, dauerhafte soziale, wirtschaftliche und kulturelle Bindungen aufzubauen, auch auf institutioneller und administrativer Ebene.“
Diese Verbindungen zeigen: Auch wenn die Außenpolitik in Berlin gemacht wird, trägt eine Vielzahl von Institutionen und Projekten in Sachsen-Anhalt die Beziehungen zu Polen im Alltag mit.
Förderpolitik: Wenn internationale Netzwerke betroffen sind
Wer das Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt liest – das die Partei selbstbewusst als „Regierungsprogramm“ bezeichnete –, stellt fest, dass sie bei der Förderung von Institutionen und NGOs erhebliche Änderungen plant. Auch das könnte ein Bereich sein, in dem Veränderungen international und besonders in Polen wahrgenommen würden.
Die AfD kündigt eine Reihe von Kürzungen an. Explizit genannt wird im Wahlprogramm unter anderem das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste. Weitere Einrichtungen, bei denen Kürzungen in Aussicht gestellt werden, sind die Landeszentrale für politische Bildung und die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt.
Auch zivilgesellschaftliche Akteure wie die Deutsch-Polnische Gesellschaft Sachsen-Anhalt bangen um ihre Landesförderung. Krzysztof Blau, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt und Geschäftsführer der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt, sorgt sich insbesondere um das „einewelt haus“ in Magdeburg, dessen Trägerin die Auslandsgesellschaft ist. In dem Gebäude haben zahlreiche Vereine ihren Sitz, die sich für internationale Partnerschaften engagieren. Blau skizziert die möglichen Folgen einer Streichung der Fördermittel: „Wenn das Haus geschlossen wird – und das wurde schon mehrfach so formuliert –, dann sind Vereine wie die deutsch-polnische Gesellschaft, die deutsch-italienische und die deutsch-französische heimatlos.“
Blau weist darauf hin, dass Organisationen, die sich für Integration einsetzen, besonders im Fokus der AfD-Kürzungspläne stehen. „Wir sind einer der wenigen Träger, die sich seit 30 Jahren mit diesen Themen beschäftigen, und davon würden wir als Erste betroffen sein. Das ist fast sicher“, sagt er.
Hier zeigt sich eine mögliche Wirkungskette besonders deutlich: Eine landespolitische Entscheidung könnte eine zivilgesellschaftliche Infrastruktur schwächen, die internationale Kontakte ermöglicht und pflegt.
Erinnerungspolitik: Der besonders sensible Punkt
In den deutsch-polnischen Beziehungen ist die Geschichte – insbesondere der zweite Weltkrieg und die Besatzung Polens – Gegenstand eines fortgesetzten Aushandlungs- und Verständigungsprozesses.
Jüngstes Zeugnis dieses Prozesses ist die Diskussion um ein Denkmal für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs in Berlin. Nach jahrelangen Debatten über Ort und Ausgestaltung wurde in diesem Jahr ein Wettbewerb zur Gestaltung des Erinnerungsorts ausgeschrieben (wir berichteten). Das Denkmal soll am ehemaligen Standort der Krolloper im Berliner Regierungsviertel entstehen. Ob es neben dem Erinnerungsort auch ein Haus für Ausstellung und Begegnung geben wird, ist weiterhin offen.
Ein gemeinsamer Umgang mit der Vergangenheit ist für gute deutsch-polnische Beziehungen von zentraler Bedeutung. Eine Rolle spielt dabei auch die Restitution von im Zweiten Weltkrieg geraubten Kulturgütern. Beim jüngsten Deutsch-Polnischen Forum in Berlin wurden ein Fragment der Hymne „Gaude Mater Polonia“ und ein König Sigismund I. dem Alten zugeschriebener diamantbesetzter Goldring an Polen zurückgegeben. Außenminister Johann Wadephul sagte dazu: „Erinnerung an das Geschehene, Verantwortung für die Zukunft und Versöhnung als Generationenaufgabe leiten auch heute unser Handeln.“

Domplatz 7–9 in Magdeburg mit Landesparlament. Wer Sachsen-Anhalt künftig regiert, ist offen – keine der möglichen Koalitionen ohne AfD-Beteiligung hat eine klare Mehrheit.
Foto: Barnos/Wikimedia Commons
Für diese Arbeit ist Provenienzforschung zentral – und genau die Landesförderung für das zuständige Deutsche Zentrum Kulturgutverluste will die AfD streichen. Das Zentrum, das Bund und Länder gemeinsam finanzieren dokumentiert unter anderem die restituierten Kulturgüter. In diesem Zusammenhang hat es Meldungen über 8.250 seit 1998 zurückgegebene Kulturgüter sowie über 30.000 Bücher und Archivalien erfasst.
Die unmittelbare Wirkung einer Streichung des Landesanteils wäre allerdings begrenzt. Prof. Dr. Meike Hopp, Vorständin der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, erklärt auf Anfrage, dass das Land Sachsen-Anhalt lediglich die Mietkosten für den Sitz des 2015 gegründeten Zentrums in Magdeburg trägt. Die operative Tätigkeit wäre daher nicht unmittelbar gefährdet. Dennoch betont Hopp, dass eine Streichung „ein deutliches Signal gegenüber einer Institution, die sich mit der Aufarbeitung historischen Unrechts befasst“ wäre.
Und genau hier berührt Landespolitik einen für die deutsch-polnischen Beziehungen besonders sensiblen Bereich: den Umgang mit der gemeinsamen Geschichte.
Landespolitische Entscheidungen könnten eine zivilgesellschaftliche Infrastruktur schwächen, die internationale Kontakte ermöglicht und pflegt.
Im Wahlprogramm fordert die AfD zudem, mehr Mittel für sogenannte Kriegerdenkmäler aufzuwenden, die an gefallene Soldaten der beiden Weltkriege und teils früherer Konflikte erinnern. Diese Monumente sollen flächendeckend restauriert und instandgesetzt werden. Im Gegenzug sprach sich der AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Thomas Tillschneider bereits 2025 in einem Antrag dafür aus, Schulfahrten zu NS-Gedenkstätten zu reduzieren.
Sollte eine AfD-geführte Landesregierung tatsächlich spektakuläre Kurswechsel in der Erinnerungspolitik, bei internationalen Austauschprogrammen oder der Förderung entsprechender Institutionen vornehmen, hätte das zumindest symbolische Auswirkungen auf die deutsch-polnischen Beziehungen.
Noch vor der Landtagswahl kritisierte die Leiterin des Berliner Ablegers des Pilecki-Instituts, Hanna Radziejowska, den Druck, den die AfD auf Gedenkstätten und Forschungseinrichtungen ausübt. Der Deutschen Presse-Agentur sagte sie: „Wir befürchten, dass die Fortschritte in den deutsch-polnischen Beziehungen dadurch zum Stillstand kommen und es womöglich gar einen massiven Rückschritt gibt.“
Kai Langer, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, warnt im Gedenkstättenrundbrief vom Juni 2026 vor den Plänen der AfD. Er betont, dass es der Partei nicht um eine Ergänzung, sondern um eine Verschiebung der Erinnerungskultur gehe: „Die programmatische Aufwertung älterer Epochen der deutschen Geschichte durch die AfD dient keinesfalls der Ergänzung bestehender Erinnerungsformate, sondern stellt eine bewusste Verschiebung geschichtspolitischer Schwerpunkte dar: Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus wird zugunsten eines Geschichtsbildes relativiert, das nationale Identifikation, Stolz und patriotische Selbstvergewisserung befördern soll.“
Russland, Ukraine und Jugendaustausch
Ein weiterer Bereich, in dem Sachsen-Anhalt international verflochten ist, ist der Jugendaustausch. Gemäß ihrem Wahlprogramm will die AfD den „Schüleraustausch mit Russland wiederbeleben, alle ruhenden Programme neu aufnehmen und neue Programme entwickeln“.
Die Austauschprogramme mit Russland wurden nach dem Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine 2022 eingestellt. Im Wahlprogramm spricht die AfD mit Blick auf das Verhältnis zu Russland von „Hetze und dem Schüren von Konflikten“. Die Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf findet dagegen keine Erwähnung.
Für Polen ist diese Frage besonders sensibel. Das Land grenzt unmittelbar an die Ukraine und hat den russischen Angriffskrieg zum zentralen Thema seiner Außen- und Sicherheitspolitik gemacht. Damit entsteht ein zweiter möglicher Berührungspunkt mit den deutsch-polnischen Beziehungen: Nicht nur die Erinnerungspolitik, sondern auch die Haltung zu Russland und zur Ukraine dürfte in Polen aufmerksam beobachtet werden.
Noch vieles offen
Noch ist allerdings unklar, ob die AfD in Sachsen-Anhalt überhaupt die Regierung führen wird.
Obwohl die Partei im Landtag allein keine Mehrheit hat, sprach Spitzenkandidat Ulrich Siegmund nach der Wahl von einem „ganz klaren Regierungsauftrag“. Für die Wahl des Ministerpräsidenten wäre die AfD jedoch auf Stimmen aus anderen Parteien angewiesen; ab dem dritten Wahlgang könnten unter den geltenden Regeln gegebenenfalls auch Enthaltungen anderer Parteien ausreichen.
Eine entscheidende Rolle bei der Regierungsbildung könnte das BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit) spielen, das mit 5,3 Prozent neu in den Landtag einzieht. Die von der früheren Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht gegründete Partei ist die einzige im Landtag vertretene Partei, die eine Kooperation mit der AfD nicht kategorisch ausgeschlossen hat.

Der AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in Polen aufmerksam verfolgt.
Foto: Eddson Lens/Pexels
Ohne AfD-Beteiligung hätte rechnerisch nur eine Koalition aus CDU, SPD, Linken, Grünen und BSW eine Mehrheit. Der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU, der eine Zusammenarbeit mit der Linken ausschließt, steht einem solchen Bündnis jedoch entgegen.
Der bisherige Ministerpräsident Sven Schulze sieht die CDU nach ihrer Wahlniederlage in der Opposition. Zwei Tage nach der Wahl wurde er in einer Kampfabstimmung zum Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Landtag gewählt.
Sachsen-Anhalt steht damit zunächst vor einer Phase politischer Unsicherheit – und diese bereitet auch Krzysztof Blau Sorgen, noch bevor eine mögliche AfD-Regierung konkrete Politik macht. Er beobachtet, dass sich viele Menschen in seinem beruflichen Umfeld angespannt zeigen: „Die Menschen sind verunsichert, und überall dort, wo Verunsicherung herrscht, kommt es zu extremen Auswüchsen. Wir brauchen so schnell wie möglich eine handlungsfähige Regierung, damit die Menschen wissen, wo es langgeht.“
Auch Meike Hopp weist auf die Risiken politischer Unsicherheit hin: „Museen, Bibliotheken und andere Kultureinrichtungen sind auf verlässliche finanzielle und institutionelle Rahmenbedingungen angewiesen. Unsicherheiten bei Haushalten, Trägerschaften oder Gremien können deshalb sehr schnell konkrete Folgen für Forschungsprojekte, Personal und längerfristige Planungen haben.“
Blau verbindet mit dem Wahlergebnis gleichwohl auch eine Hoffnung: „Ich hoffe, dass dieses Wahlergebnis im Gegenteil zu einem Signal wird – zu stärkerem Miteinander zwischen Deutschland und Polen. Das muss ein Signal werden, wie für alle anderen Bundesländer: dass wir jetzt umso mehr zusammenarbeiten.“
Auch das Marschallamt der Partnerregion Masowien gibt sich zuversichtlich, dass die Partnerschaft selbst unter einer AfD-Regierung fortgeführt werden könnte: „Eine mögliche Machtübernahme in unserer Partnerregion durch eine rechtsextreme Partei könnte Befürchtungen wecken, da zum ersten Mal seit 1945 eine Partei an die Macht käme, die in ihrer Rhetorik die Tragödie des Zweiten Weltkriegs rechtfertigt. Wir glauben jedoch, dass die aufgebauten sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bindungen beständig sind und alle Turbulenzen überstehen werden, und dass sich die Zusammenarbeit zwischen unseren Einwohnern, Unternehmern und regionalen Institutionen unabhängig von politischen Entscheidungen weiterentwickeln wird.“
Die vollen Auswirkungen des AfD-Wahlsiegs in Sachsen-Anhalt auf die deutsch-polnischen Beziehungen lassen sich derzeit noch nicht abschließend einschätzen. Am direktesten wären sie wohl, wenn sich die Ergebnisse in Sachsen-Anhalt – in Verbindung mit jenen der kommenden Landtags- und Abgeordnetenhauswahlen – auf die Bundespolitik durchschlügen. Und ob etwaige Veränderungen in der Bundespolitik die deutsch-polnischen Beziehungen beeinflussen würden, steht noch auf einem ganz anderen Blatt.
Eine direkte Belastung der deutsch-polnischen Beziehungen lässt sich aus dem Wahlergebnis daher noch nicht ableiten. Es hat jedoch gezeigt, dass Sachsen-Anhalt zu einem politischen Faktor geworden ist, der auch in Polen aufmerksam beobachtet wird.