Magnolien des Landkreises Oppeln 2026

Auszeichnungen für Menschen, die den Landkreis gestalten

14 September 2026, 05:00 Politik

In Chrzumczütz fand die Verleihung der Magnolien des Landkreises Oppeln 2026 statt. Die diesjährigen Preisträger wurden für ihr Engagement in den Bereichen Bildung, soziale Arbeit, Kultur und Kulturerbe, Sport, Tourismus sowie wirtschaftliche Entwicklung ausgezeichnet. Vergeben wurden außerdem der Sonderpreis des Landrats des Landkreises Oppeln sowie zwei Weiße Magnolien für das Lebenswerk.

Für die diesjährige Ausgabe wurden mehr als 30 Kandidaturen eingereicht. Unter den Nominierten waren Menschen, Organisationen und Institutionen, die sich täglich für das Leben in ihren Gemeinden engagieren, lokale Initiativen entwickeln, das kulturelle Erbe pflegen und anderen helfen.

„Die Auszeichnungen sind wichtig, aber für mich ist die Nominierung selbst ebenso wichtig. Denn hinter jedem dieser Namen stehen Jahre der Arbeit, Leidenschaft, Talent, Mut, Ideen und – sehr oft – uneigennütziger Einsatz für andere“, betonte der Landrat des Landkreises Oppeln, Henryk Lakwa.

Menschen, die den Landkreis gestalten

Wie der Landrat betonte, erzählen die diesjährigen Nominierungen auch etwas über den Landkreis Oppeln selbst. Nicht nur über Investitionen, Straßen oder Zahlen, sondern vor allem über Menschen, die sich für das Leben in ihren lokalen Gemeinschaften einsetzen.

„Wenn ich diese Liste sehe, denke ich, dass man so am besten vom Landkreis Oppeln erzählen kann. Nicht in Zahlen, Kilometern von Straßen oder weiteren Investitionen. Sondern von Menschen“, sagte Henryk Lakwa.

Landrat Henryk Lakwa gratulierte bei der Gala allen Nominierten und Preisträgern der diesjährigen Magnolien.
Foto: Landkreis Oppeln

Unter den diesjährigen Preisträgern sind Vertreter ganz unterschiedlicher Bereiche. Ihr Engagement zeigt, dass die Entwicklung einer lokalen Gemeinschaft viele Dimensionen haben kann – von moderner Bildung und Sport über die Pflege von Traditionen und die Erinnerung an die Vergangenheit bis hin zur Entwicklung der Infrastruktur.

Bildung, die über die Schule hinausgeht

Die Magnolia in der Kategorie Bildung und Wissenschaft erhielt Małgorzata Wronowska. Gewürdigt wurde ihr Engagement für die Entwicklung moderner Bildungsangebote sowie zahlreiche Initiativen mit Schülerinnen und Schülern und Schulen aus anderen Ländern.

„Ihr zeigt, wie viel Gutes, Energie und außergewöhnliche Geschichten es in unserem Landkreis gibt. Menschen, die etwas bewegen wollen. Die den anderen Menschen sehen. Die gestalten, lehren, helfen, unsere Orte weiterentwickeln, ihre Geschichte pflegen und etwas Gutes hinterlassen.“
Landrat Henryk Lakwa

Wronowska nutzt unter anderem die Möglichkeiten des eTwinning-Programms, beteiligt Schülerinnen und Schüler an generationenübergreifenden Projekten und Wettbewerben und entwickelt die Zusammenarbeit mit ausländischen Schulen. Zu ihrem Engagement gehört auch die Integration von Kindern aus der Ukraine. Dabei verbindet sie ihre Arbeit in der Schulleitung mit pädagogischem und gesellschaftlichem Engagement.

Hilfe, die auf Beziehungen setzt

Die Magnolia in der Kategorie Gesellschaftliches Engagement ging an Halina Oster. Ihr Engagement konzentriert sich vor allem auf die Erwachsenenbildung, die Integration zwischen den Generationen und die Verhinderung von Ausgrenzung.

Sie hat die Szkoła Dorosłego Człowieka (Schule des erwachsenen Menschen) sowie das Ogólnopolski Festiwal Empatii w Działaniu (landesweite Festival der Empathie im Handeln) in Dombrau ins Leben gerufen und entwickelt beide Initiativen weiter. Ihre Projekte richten sich unter anderem an Seniorinnen und Senioren. Ein wichtiges Element ist dabei der Aufbau von Beziehungen, Selbstwertgefühl und der Überzeugung, dass Aktivität und persönliche Entwicklung in jedem Alter möglich sind.

Tradition, die weitergegeben wird

In der Kategorie Kultur und Kulturerbe erhielt Helena Wojtasik die Magnolia. Sie ist in der Region als Volkskünstlerin und Meisterin der traditionellen Verzierung von Ostereiern bekannt.

Ihr Engagement ist für den Erhalt des immateriellen Kulturerbes der Region von besonderer Bedeutung. In den von ihr geleiteten Workshops lernen die nächsten Generationen Techniken, Muster und die Symbolik der traditionellen Ostereierverzierung kennen. Auf diese Weise bleibt Wissen, das andernfalls verloren gehen könnte, lebendig und wird weitergegeben.

Sport ohne Grenzen

Die Magnolia in der Kategorie Sport ging an Fabian Szymaniec, einen Judoka, der zuletzt sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene Erfolge feiern konnte.

Zu seinen Erfolgen gehören unter anderem die Silbermedaille bei den Judo-Europameisterschaften in Venray, der Sieg bei den EJU Open European Adapted Judo Championships in Italien sowie der erste Platz bei den polnischen Meisterschaften für Menschen mit Behinderungen.

Hinter diesen sportlichen Erfolgen stehen Hunderte Trainingsstunden, Konsequenz und das Überwinden immer neuer Hürden. Sein Beispiel zeigt auch, dass Sport ein Weg zu mehr Selbstständigkeit, Selbstvertrauen und weiteren ehrgeizigen Zielen sein kann.

Geschichte, die in Gegenständen bewahrt wird

Preisträger in der Kategorie Tourismus wurde Brunon Fink, der den Park Beiera und die Izba Pamięci (Erinnerungsstube) geschaffen hat.

Seit Jahren sammelt er Gegenstände, Fotografien, Dokumente und Erinnerungen an das frühere Leben in einem schlesischen Dorf. Dank seines Engagements bleibt die lokale Geschichte nicht nur eine private Erinnerung der Bewohner, sondern wird auch für kommende Generationen und für Besucher der Region zugänglich.

Sein Engagement verbindet den Schutz des lokalen Kulturerbes mit regionaler Bildungsarbeit und der Schaffung einer touristischen Attraktion.

Infrastruktur, die für den Alltag wichtig ist

In der Kategorie Wirtschaft und Entwicklung erhielt die Firma PLADA Sp. z o.o., vertreten durch Łukasz Sokołowski, die Magnolia.

Das Unternehmen ist unter anderem im Bereich der Wasser- und Abwasserwirtschaft sowie der kommunalen Infrastruktur tätig. Seine Arbeit wirkt sich unmittelbar auf die Sicherheit der Wasserversorgung, das Funktionieren kommunaler Dienstleistungen sowie auf den Komfort der Bewohner und die Entwicklung von Wohn- und Gewerbegebieten aus.

Sonderpreis für kommunales und gesellschaftliches Engagement

Den Sonderpreis des Landrats des Landkreises Oppeln, die sogenannte Goldene Magnolia, erhielt Kazimierz Górski aus Falkenberg O/S.

Der Preisträger kann auf mehr als 30 Jahre Arbeit in der kommunalen Selbstverwaltung auf verschiedenen Ebenen zurückblicken. Er war unter anderem Bürgermeister, Vorsitzender des Stadtrates, stellvertretender Vorsitzender des Selbstverwaltungskonvents der Woiwodschaft Oppeln sowie Mitglied des Kreistages des Landkreises Oppeln.

3. Die diesjährigen Preisträger wurden für ihr Engagement in den Bereichen Bildung, Kultur, Sport, Tourismus, soziale Arbeit und Entwicklung des Landkreises ausgezeichnet.
Foto: Landkreis Oppeln

Sein kommunalpolitisches Engagement ist eng mit seiner gesellschaftlichen Tätigkeit verbunden. Eine besondere Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit den Einwohnern von Dolyna in der Ukraine. Górski ist Vorsitzender des Stowarzyszenie Przyjaciół Ziemi Dolińskiej (Verein der Freunde des Landes Dolyna). Die Zusammenarbeit mit der ukrainischen Stadt besteht seit mehr als einem Jahrzehnt und umfasst unter anderem die Organisation von Ferienaufenthalten für Kinder sowie Treffen von Einwohnern aus Falkenberg und Dolyna. Nach Beginn der russischen Aggression gegen die Ukraine wurden die langjährigen Kontakte auch zur Grundlage konkreter Hilfsmaßnahmen.

Weiße Magnolien für das Lebenswerk

Zwei Weiße Magnolien für das Lebenswerk erhielten Hubert Prochota und Renata Gliniorz.

Hubert Prochota ist seit mehr als 40 Jahren mit der Musikkultur und der künstlerischen Bildung verbunden. Er ist Musiker, Pädagoge, Dirigent und Organist. Über viele Jahre leitete er Ensembles und bildete mehrere Generationen von Musikern aus. Zu seinem Engagement gehören auch wissenschaftliche und publizistische Tätigkeiten sowie die deutsch-polnische und internationale Zusammenarbeit. Einen wichtigen Teil seines Schaffens bilden Konzerte, Aufnahmen, Veröffentlichungen und die Arbeit mit musikalischen Quellen.

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Renata Gliniorz hat über viele Jahre als Kulturmanagerin und langjährige Direktorin des Kulturzentrums in Comprachtschütz das lokale Kulturleben mitgestaltet. Sie bezog Vertreter verschiedener Generationen und lokale Kulturschaffende ein. Mit ihrem Engagement verbunden sind unter anderem das Ensemble Attonare, Theatergruppen, Festivals, Präsentationen und Wettbewerbe sowie ein Seniorenclub und zahlreiche Kurse und Werkstätten.

Dank ihrer Arbeit waren die Einwohner nicht nur Empfänger des kulturellen Angebots, sondern konnten selbst zu dessen aktiven Teilnehmern werden – ihre Talente entwickeln, auftreten, singen, musizieren und kreativ tätig sein.

„Wir sehen euch, wir schätzen euch und wir danken euch sehr“

Henryk Lakwa betonte, dass die Bedeutung der Magnolien nicht auf den Moment der Übergabe der Statuetten beschränkt ist. Ebenso wichtig sei es, die Arbeit all jener Menschen wahrzunehmen, die nominiert wurden.

„Ihr zeigt, wie viel Gutes, Energie und außergewöhnliche Geschichten es in unserem Landkreis gibt. Menschen, die etwas bewegen wollen. Die den anderen Menschen sehen. Die gestalten, lehren, helfen, unsere Orte weiterentwickeln, ihre Geschichte pflegen und etwas Gutes hinterlassen“, sagte der Landrat.

Bei der Gala trafen sich mit den Preisträgern und Nominierten unter anderem der stellvertretende Woiwode der Woiwodschaft Oppeln Piotr Pośpiech, die Oppelner Schulkuratorin Joanna Raźniewska, der Vorsitzende des Sejmik der Woiwodschaft Oppeln Rafał Bartek, die Stadtkommandanten der Polizei und der Feuerwehr, der Direktor des Kreisarbeitsamtes in Oppeln, Vertreter der Gemeinden sowie Kommunalpolitiker.

„Als Landrat des Landkreises Oppeln bin ich stolz, dass ich Ihnen heute danken durfte. Denn außergewöhnliche Menschen schreiben die Geschichte dieses Landkreises“, fasste Henryk Lakwa zusammen.


Preisträger der Magnolien des Landkreises Oppeln 2026:

  • Bildung und Wissenschaft: Małgorzata Wronowska
  • Gesellschaftliches Engagement: Halina Oster
  • Kultur und Kulturerbe: Helena Wojtasik
  • Sport: Fabian Szymaniec
  • Tourismus: Brunon Fink
  • Wirtschaft und Entwicklung: Łukasz Sokołowski – PLADA Sp. z o.o.
  • Sonderpreis des Landrats des Landkreises Oppeln (Goldene Magnolia): Kazimierz Górski
  • Weiße Magnolia für das Lebenswerk: Hubert Prochota
  • Weiße Magnolia für das Lebenswerk: Renata Gliniorz
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