Emotionen, Erinnerungen und Stolz auf die erreichten Erfolge – so lässt sich das 30-jährige Jubiläum der Joseph von Eichendorff-Grundschule in Solarnia, das am 10. April gefeiert wurde, kurz zusammenfassen. Die Feier war nicht nur ein Anlass zum gemeinsamen Feiern, sondern auch zur Reflexion über den Weg, den die Schule seit ihrer Gründung zurückgelegt hat.
Ein Fest für die ganze Gemeinschaft
Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war das von den Schülern vorbereitete künstlerische Programm, das vom Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen wurde. Die Auftritte zeigten nicht nur die Talente der jungen Menschen, sondern auch den Charakter der Schule – offen, kreativ und fest in der lokalen Gemeinschaft verwurzelt.

30 Jahre Joseph von Eichendorff-Grundschule in Solarnia – ein Jubiläum voller Emotionen, Erinnerungen und Stolz auf eine beeindruckende Entwicklung.
Foto: Stefani Koprek-Golomb
Zu den Anfängen dieser Geschichte kehrte die ehemalige Schulleiterin Ilona Wochnik-Kukawska zurück, die die Schule von Grund auf mit aufgebaut hat. – „Alles war neu, und niemand wusste, wie wir das machen sollten. Aber ich habe viele gute Leute kennengelernt, die mir sehr geholfen haben“, erinnerte sie sich. Wie sie betonte, waren die Anfänge schwierig, zugleich aber äußerst inspirierend. In dieser Zeit wurden wegweisende Lösungen eingeführt, etwa Informatikunterricht ab der ersten Klasse oder ein erweiterter Fremdsprachenunterricht. – „Es war eine schwere Zeit, aber sehr interessant. Ich habe viel Neues entdeckt und viele neue Lösungen eingeführt“, fügte sie hinzu.
Von pionierhaften Anfängen zur modernen Schule
Heute ist die Schule eine moderne, zweisprachige Bildungseinrichtung, die auf Entwicklung und Offenheit setzt. Die heutige Schulleiterin Violetta Klimanek betont, dass ihr Hauptziel darin besteht, weiterhin Brücken zu bauen – nicht nur zwischen Sprachen, sondern auch zwischen Menschen und Kulturen. – „Am Anfang haben wir uns vor allem auf das Sprachenlernen konzentriert, heute müssen wir Brücken bauen – zwischen Schulen und Ländern, und die Kinder sollen offen für die Welt sein“, unterstrich sie.
„Am Anfang haben wir uns vor allem auf das Sprachenlernen konzentriert, heute müssen wir Brücken bauen – zwischen Schulen und Ländern, und die Kinder sollen offen für die Welt sein.“
Violetta Klimanek
Wie sie erklärt, lernen die Schüler bereits in den ersten Klassen mehrere Fächer zweisprachig, und die Anzahl der Deutschstunden entspricht der des Polnischunterrichts. Dadurch hebt sich das Bildungsangebot der Schule deutlich von anderen Grundschulen ab. – „Die Kinder lernen hier viel mehr als in anderen Grundschulen“, betonte die Direktorin.
Ein Jubiläumsjahr voller Initiativen
Die Jubiläumsfeier war der Höhepunkt eines ganzen Jahres voller Aktivitäten, an denen Schüler und die lokale Gemeinschaft beteiligt waren. Dazu gehörten unter anderem Initiativen für Senioren sowie verschiedene Wettbewerbe. – „Wir möchten, dass die Kinder offen und aktiv sind“, sagte Violetta Klimanek und erklärte damit die Motivation hinter den zahlreichen Projekten.

30 Jahre Joseph von Eichendorff-Grundschule in Solarnia – ein Jubiläum voller Emotionen, Erinnerungen und Stolz auf eine beeindruckende Entwicklung.
Foto: Stefani Koprek-Golomb
Erst im weiteren Verlauf der Feier wurde ihr offizieller und feierlicher Charakter besonders deutlich – an der Veranstaltung nahmen zahlreiche Gäste teil, darunter der deutsche Konsul in Oppeln Peter Herr, die Vertreterin des Bildungskuratoriums in Oppeln Jolanta Jaworek, die Leiterin des Büros des Verbandes deutscher sozial-kultureller Gesellschaften in Polen Joanna Hassa, der Gemeindevorsteher von Bierawa Krzysztof Ficoń mit seinem Stellvertreter Stanisław Wróbel, Pfarrer Helmut Ekert sowie Schulleiter, Lehrer, Absolventen und Freunde der Schule.
Zum Abschluss fielen Worte, die den Sinn des Jubiläums und die Richtung für die Zukunft am besten widerspiegeln: – „Wir wünschen uns, dass Kinder zu uns kommen“, sagte die Schulleiterin Violetta Klimanek.
Anna Durecka

