Keine „hochtrabende“ Theorie, sondern konkrete Hilfe
Wie organisiert man sicher Ausflüge für Mitglieder oder wie führt man Projekte für Kinder durch? Das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit lädt zu einer intensiven Schulung nach Lubowitz (Łubowice) ein. „Das Programm wurde von den Mitgliedern selbst zusammengestellt, denn sie wissen am besten, mit welchen Problemen sie im Alltag konfrontiert sind“, sagt Emilia Schmolke, Projektkoordinatorin.
Am Wochenende vom 25. bis 26. April 2026 wird das Oberschlesische Eichendorff-Kultur- und Begegnungszentrum in Lubowitz zum Zentrum des Erfahrungsaustauschs für Aktivisten der deutschen Minderheit. Während der Name „Schulung“ oft mit trockener Theorie assoziiert wird, setzen die Organisatoren konsequent auf die Praxis.
Ein Programm, das das Leben schrieb
Wie Emilia Schmolke, Koordinatorin der Schulung seitens des Hauses der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, betont, war es das Ziel, von komplizierten, abstrakten Vorträgen wegzukommen und stattdessen praktisches Wissen zu vermitteln.
„Die Themen wurden uns vom DFK Schlesien vorgeschlagen – es sind Fragen, um die die Mitglieder der einzelnen Ortsgruppen selbst gebeten haben. Wir wollen uns mit den Dingen befassen, die ihnen in ihrer täglichen Arbeit begegnen, und dort Wissen vermitteln, wo sie selbst noch Lücken sehen“, erklärt Emilia Schmolke.

Foto: Archiv des HDPZ
Von Ausflügen bis „Kamilkowe“
Das Schulungsprogramm umfasst Themenblöcke, die sich direkt auf die Arbeit der lokalen Strukturen auswirken. Die Teilnehmer erfahren unter anderem, wie man Gruppenreisen für Mitglieder rechtlich korrekt und sicher organisiert und wie Projekte für Kinder im Rahmen des Programms „Kamilkowe“ durchgeführt werden.
Für die Qualität der Wissensvermittlung sorgen geladene Experten.
„Es handelt sich vor allem um Praktiker, die in ihren Fachgebieten bestens versiert sind. Sie haben bereits mehrfach ähnliche Workshops geleitet, sodass wir sicher sind, dass das Wissen den Teilnehmern auf angemessene und verständliche Weise vermittelt wird“, fügt die Koordinatorin hinzu.
Nicht nur für Schlesien
Obwohl der Impuls für das Schulungsprogramm von den Strukturen aus der Woiwodschaft Schlesien ausging, betonen die Organisatoren, dass die Türen für alle Aktiven offen stehen – ausdrücklich auch für Teilnehmer aus der Woiwodschaft Oppeln.

Foto: Archiv des HDPZ
Wichtige Informationen für Teilnehmer
Die Teilnahme an der Schulung ist kostenpflichtig (94,50 PLN). Dieser Betrag deckt die inhaltlichen Kosten sowie die Verpflegung ab. Aufgrund des Workshop-Charakters der Veranstaltung und der logistischen Planung ist die Einhaltung der Fristen entscheidend.
Anmeldeschluss: Anmeldungen sind nur noch bis zum 17. April 2026 möglich.
Anmeldeformular: KLICK
Kontakt: Bei Fragen steht Emilia Schmolke zur Verfügung (e-mail: emilia.schmolke@haus.pl).
Die Schulung wird aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) über den Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) finanziert.

Manuela Leibig

