Programm Niwki 2026 offiziell gestartet

22 April 2026, 12:00 Bildung 14

Sitzung des Programmrats und erste Schulungen bereits abgeschlossen

In der vergangenen Woche fand ein Treffen zur diesjährigen Ausgabe des Programms Niwki statt, das am Wochenende offiziell in das neue Schulungsjahr 2026 gestartet ist. Parallel dazu tagte der Programmrats, der über die Ausgestaltung des Bildungsangebots für Deutschlehrkräfte aus den Woiwodschaften Oppeln und Schlesien diskutierte. Am Wochenende fanden bereits die ersten beiden Schulungen statt.

Niwki läuft auf Hochtouren

Die Bedeutung des Programms für die Region betonte Zuzanna Donath-Kasiura, Vize-Marschallin der Woiwodschaft Oppeln, und verwies auf die breite institutionelle Partnerschaft:

„Hinter uns liegt die Sitzung des Programmrats, bei der wir über die Gestaltung des Schulungsangebots für das Jahr 2026 gesprochen haben. An dem Treffen nahmen Vertreter des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften, des Deutschen Konsulats in Oppeln, des Schulkuratoriums, der deutschen Minderheit, der Germanistik der Universität Oppeln sowie des Oppelner Bildungszentrums teil.“
Wie sie hinzufügte, bleibt das Programm eines der wichtigsten Bildungsprojekte in der Region: „Das Programm Niwki ist eine landesweit einzigartige Initiative, die kostenlose Fortbildungen für Lehrkräfte aus den Woiwodschaften Oppeln und Schlesien anbietet.“

Das Programm Niwki unterstützt seit über 30 Jahren die Entwicklung der Kompetenzen von Deutschlehrkräften und bietet kostenlose Schulungen für Pädagoginnen und Pädagogen aus der Region an.
Fotos: FB/Zuzanna Donath-Kasiura

Zwei Handlungsfelder

Wie Edyta Opyd, Bildungsexpertin im Auftrag des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen, berichtete, hatten die Gespräche einen sehr arbeitsorientierten Charakter und betrafen konkrete Änderungen im Programmangebot:
„Das Treffen war sehr konstruktiv und inhaltlich fundiert“, betonte sie.

Sie ergänzte, dass sich die diesjährige Ausgabe des Programms auf zwei Hauptbereiche konzentrieren wird, von denen einer direkt aus den bevorstehenden Veränderungen im Bildungswesen resultiert. Einer davon ist die Umsetzung der neuen Lehrplanbasis für Deutsch als Minderheitensprache, die ab September zunächst die Klassen 1 und 4 der Grundschule betrifft und anschließend auf weitere Bildungsstufen ausgeweitet wird – ebenso wie die damit verbundenen Herausforderungen für Deutschlehrkräfte.

„Wir möchten beispielsweise im Rahmen des Programms Niwki, dass Lehrkräfte lernen, Unterrichtsprogramme zu schreiben, die auf die neue Lehrplanbasis zugeschnitten sind“, so Edyta Opyd.

Der zweite zentrale Schwerpunkt sei – wie sie betonte – die Entwicklung der kommunikativen Kompetenzen der Lehrkräfte:
„Wir werden den Schwerpunkt auf die Kommunikation im Unterricht legen, also darauf, dass Lehrkräfte im Unterricht durchgehend Deutsch sprechen. Für viele ist das eine Herausforderung, und genau darauf werden die Schulungen ausgerichtet sein.“

Erste Schulungen bereits am Wochenende

Die neue Programmausgabe begann am vergangenen Wochenende im Schulungszentrum Tempelhof. Deutschlehrkräfte nahmen an zwei Schulungen teil, die von Maria Gołąbek geleitet wurden – Lehrerin, Beraterin und Expertin, die an der Erarbeitung der neuen Lehrplanbasis beteiligt war.

„Das Programm Niwki unterstützt seit über 30 Jahren die Entwicklung der Kompetenzen von Deutschlehrkräften und bietet kostenlose Schulungen für Pädagoginnen und Pädagogen aus der Region an.“

Die Schulung am Freitag (17.04.2026) widmete sich der praktischen Umsetzung der neuen Lehrplanbasis. Wie Izabela Szczepańska vom Oppelner Bildungszentrum betont, hatte sie einen besonderen Wert durch die direkte Beteiligung einer Expertin aus dem Erarbeitungsteam: „Es war eine Schulung aus erster Hand – die Referentin hat an der Erstellung der neuen Lehrplanbasis mitgearbeitet. Wir haben uns vor allem auf die ersten und vierten Klassen konzentriert, also auf die Stufen, in denen die Änderungen zuerst umgesetzt werden.“ Die Teilnehmenden arbeiteten daran, die Lehrplanvorgaben in didaktische Handlungen zu übersetzen, die Handlungsfähigkeit der Schüler zu stärken und Unterrichtsstunden auf aktive Kommunikation auszurichten.

Das zweite Treffen fand am Samstag (18.04.2026) statt und konzentrierte sich auf die Struktur der Deutschstunde – insbesondere ihren Beginn und ihr Ende. „Es ging darum, die Unterrichtsstunde als Ganzes zu betrachten – von Anfang bis Ende. Wichtig ist, dass die Schüler wissen, was sie lernen sollen, und nach 45 Minuten das Gefühl haben, dass dieses Ziel erreicht wurde“, erklärt Szczepańska. Wie sie betont, werden die Veränderungen im Bildungswesen trotz der damit verbundenen Unsicherheiten positiv aufgenommen: „Jede Veränderung bringt eine gewisse Unsicherheit mit sich, aber in diesem Fall sehen wir vor allem ihre Stärken. Die Lehrkräfte erkennen konkrete Vorteile für ihre Arbeit und für die Schüler.“

Im Zusammenhang mit den Änderungen steigt auch der Bedarf an der Erstellung eigener Lehrpläne. Daher ist bereits für den 28. April eine weitere Online-Schulung geplant: „Wir möchten den Lehrkräften zeigen, wie sie Lehrpläne erstellen können, die an die neue Lehrplanbasis angepasst sind“, kündigt eine Vertreterin des Oppelner Bildungszentrums an. Die Teilnehmenden arbeiteten zudem an einem Set fertiger didaktischer Lösungen, sprachlichen Mikroaktivitäten sowie eigenen Modellen für den Einstieg und Abschluss einer Unterrichtsstunde, die direkt in der Schulpraxis eingesetzt werden können.

Niwki läuft auf Hochtouren.
Foto: FB/Oppelner Bildungszentrum

Programm mit langer Tradition

Das Programm Niwki unterstützt seit über 30 Jahren die Entwicklung der Kompetenzen von Deutschlehrkräften und bietet kostenlose Schulungen für Pädagoginnen und Pädagogen aus der Region an.

Wie die Organisatoren betonen, verbindet die diesjährige Ausgabe besonders stark die Umsetzung der neuen Lehrplanbasis mit einem praxisorientierten Ansatz des Sprachunterrichts und der Förderung der Kommunikation im Unterricht.

Anna Durecka

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