35 Jahre VdG und die Zukunft der Regionalbildung – Rafał Bartek zu Gast bei „Rozmowa Kuriera“

14 April 2026, 17:00 Politik 1

In der neuesten Ausgabe des Rozmowa Kuriera“ empfing Małgorzata Lis-Skupińska Rafał Bartek, den Vorsitzenden des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) und Vorsitzenden des Sejmiks der Woiwodschaft Oppeln. Das Treffen bot Gelegenheit, eine Bilanz aus 35 Jahren Verbandsarbeit zu ziehen sowie aktuelle Herausforderungen für die deutsche Minderheit und die Selbstverwaltung zu erörtern.

Wir präsentieren die wichtigsten Themen des Gesprächs im Überblick:

  • Europäischer Blick auf die Wahlen in Ungarn: Rafał Bartek kommentierte die Stimmung in Deutschland nach den Wahlergebnissen in Ungarn und verwies auf die starke Erwartung demokratischer Veränderungen sowie eines partnerschaftlichen Dialogs auf EU-Ebene.
  • 35 Jahre Tätigkeit des VdG: Der Vorsitzende resümierte die Entwicklung des Dachverbandes, der sich von einem kleinen Team mit repräsentativem Charakter zu einer reifen Struktur entwickelt hat, die heute zahlreiche Projekte in ganz Polen koordiniert.
  • Überregionaler Charakter des Jubiläums: Es wurde erläutert, warum die zentralen Jubiläumsfeierlichkeiten in Bad Salzbrunn (Szczawno-Zdrój) und Allenstein (Olsztyn) stattfinden. Ziel ist es, die Präsenz der Strukturen der deutschen Minderheit auch außerhalb des historischen Oberschlesiens zu betonen.
  • Die Bedeutung des Nachbarschaftsvertrages: Im Kontext des 35. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrages erinnerte der Gast an dessen Schlüsselrolle als Fundament für die Minderheitenrechte in Polen in der Zeit vor der Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes.

Rozmowa Kuriera – Rafał Bartek
Źródło: TVP3 Opole

  • Bildungspolitische Forderungen der deutschen Minderheit: Rafał Bartek wies auf die sich „dramatisch verschärfenden“ Herausforderungen im Bereich des Muttersprachenunterrichts hin. Er betonte die Notwendigkeit, über das Modell von drei Unterrichtsstunden hinaus heranzutreten und sich für eine bilinguale Bildung einzusetzen – auch auf der Ebene der weiterführenden Schulen.
  • Initiative des Konvents der Sejmik-Vorsitzenden: Erörtert wurden Details eines Appells an das Bildungsministerium zur Einführung einer obligatorischen Regionalbildung. Laut dem Vorsitzenden sollte der Unterricht über die „kleine Heimat“ ein fester und verpflichtender Bestandteil des Lehrplans sein.
  • Die Rolle der Regionen bei der Bildungsreform: Im Gespräch wurde hervorgehoben, dass die Lehrpläne für Regionalbildung von den Betroffenen selbst – also den 16 Woiwodschaften – mitgestaltet werden sollten und nicht ausschließlich von zentralen Behörden in Warschau.

 

Wir laden Sie ein, sich die vollständige Aufzeichnung des Gesprächs anzusehen:

https://opole.tvp.pl/92611451/zobacz-rozmowe-kuriera-z-rafalem-bartkiem

 

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