In Rogau, in der Gemeinde Kandrzin-Cosel, wurde offiziell die neue Sporthalle an der zweisprachigen Grundschule eröffnet. Die Feier hatte den Charakter eines lokalen Festes – an der Veranstaltung nahmen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Einwohner sowie Vertreter der Kommunalverwaltung teil. Den symbolischen Banddurchschnitt nahm Stadtpräsidentin Sabina Nowosielska vor.
Das neue Gebäude ist nicht nur eine weitere schulische Investition, sondern ein Raum, der den Alltag der Einrichtung grundlegend verändern soll – vom Sportunterricht bis hin zu größeren Schul- und Gemeinschaftsveranstaltungen.
Joanna Rasch: Es ist ein großer Tag für die Einwohner von Cosel Rogau. Eltern und Großeltern haben über Jahre hinweggehört, dass hier eine Turnhalle entstehen soll. Heute können ihre Enkel sie nutzen. Und endlich können wir sagen: Es ist gelungen!
Die Leiterin des Schul- und Kindergartenverbandes in Kandrzin-Cosel, Joanna Rasch, betont, dass die Investition das Ergebnis langjähriger Bemühungen und der Zusammenarbeit vieler Beteiligter ist. – „Es hat insgesamt 58 Jahre gedauert. Erst vor vier Jahren, nach ersten Gesprächen mit Stadtpräsidentin Sabina Nowosielska, haben wir gemeinsam mit dem Bildungsgesellschaft in Cosel Rogau, mit der Vorsitzenden Gabriela Jelitto-Piechulik, Frau Róża Maria Kerner, Vertretern der deutschen Minderheit sowie der Gemeinde Kandrzin-Cosel beschlossen, gemeinsam die Turnhalle zu planen und zu bauen“, sagt Joanna Rasch.

Foto: Urząd Miasta Kędzierzyn-Koźle
Multifunktionale Halle statt einzelner Turnhalle
Die neue Halle wurde als multifunktionaler Raum konzipiert. Den Schülerinnen und Schülern stehen vollwertige Spielfelder für Basketball, Volleyball und Handball zur Verfügung. Das Gebäude ist zudem mit modernen Umkleiden mit Duschen sowie Zuschauertribünen ausgestattet.

Foto: Urząd Miasta Kędzierzyn-Koźle
Ein wichtiges Element ist eine mobile Bühne, dank der die Halle auch als Veranstaltungssaal genutzt werden kann. So lassen sich Schulfeiern, Aufführungen und Zeremonien organisieren, ohne auf andere Einrichtungen ausweichen zu müssen. Ein großer Vorteil ist die direkte Verbindung der Halle mit dem Schulgebäude. Dadurch können die Kinder den Sportunterricht erreichen, ohne nach draußen gehen zu müssen, was Komfort und Sicherheit das ganze Jahr über erhöht.
Auch das Schulumfeld wurde aufgewertet – das Gelände wurde neu geordnet, zusätzliche Parkplätze geschaffen und mehr Grünflächen angelegt. Nach Angaben der Kommunalverwaltung verbessert dies nicht nur die Optik, sondern auch die alltägliche Funktionalität des gesamten Komplexes.
Investition mit hoher Förderung
Die Baukosten der Halle in Rogau beliefen sich auf rund 6 Millionen Złoty. Ein erheblicher Teil der Mittel wurde aus dem Programm „Olimpia“ des Ministeriums für Sport und Tourismus bereitgestellt – die Förderung deckte etwa 70 Prozent der Investition ab. Den Rest finanzierte die Selbstverwaltung.

Foto: Urząd Miasta Kędzierzyn-Koźle
Wie Joanna Rasch betont, hat die Veränderung nicht nur infrastrukturelle Bedeutung. – „58 Jahre lang fand der Sportunterricht auf dem Schulflur statt. Das war sowohl für die Kinder als auch für die Lehrkräfte schwierig. Die Fliesen boten keine Dämpfung, und an den Wänden befand sich eine Mosaik, sodass es leicht zu Verletzungen kam. Außerdem war der Sportunterricht auf dem Flur sehr laut und störte den Unterricht“, erklärt sie.
Ein Raum, der den Schulalltag neu definiert
Die neue Halle bedeutet für die Schule einen echten Wendepunkt in der Organisation des Unterrichts. Auch die ästhetische Qualität des Ortes wird hervorgehoben. – „Wunderschöne Glasflächen mit Blick auf die Felder schaffen eine ruhige Atmosphäre. Es gibt keine Bebauung, nur Offenheit und Grün. Man hat das Gefühl, dass nicht nur der Körper, sondern auch der Kopf zur Ruhe kommt“, ergänzt Joanna Rasch.
Die Eröffnung der Halle wurde zu einem wichtigen Ereignis für die gesamte lokale Gemeinschaft.

Foto: Urząd Miasta Kędzierzyn-Koźle
– „Es ist ein großer Tag für die Einwohner von Cosel Rogau. Eltern und Großeltern haben über Jahre hinweggehört, dass hier eine Turnhalle entstehen soll. Heute können ihre Enkel sie nutzen. Und endlich können wir sagen: Es ist gelungen“, fasst die Schulleiterin zusammen.