Zum ersten Mal in der Geschichte hat es die Gemeinde Ujest in den Rang der reichsten Kommunen geschafft, der von der angesehenen Zeitschrift für Territoriale Selbstverwaltung „Wspólnota“ erstellt wurde – und zwar aufs Podium! Konkret auf den dritten Platz in der Woiwodschaft Oppeln, noch vor der Gemeinde Hermsdorf und der Stadt der Möglichkeiten Kandrzin-Cosel. Vor der Gemeinde Ujest liegen nur noch die Gemeinde Gogolin und Oppeln. Darüber, wie dieser große Erfolg erreicht wurde und über die Pläne, im Ranking noch höher zu steigen, sprach Krzysztof Świerc mit dem Bürgermeister der Gemeinde Ujest, Hubert Ibrom.
Wie groß ist für Sie die Bedeutung des dritten Platzes im Ranking der Wohlhabenheit in der Woiwodschaft Oppeln, das von der Zeitschrift „Wspólnota“ erstellt wurde?
Es hat eine enorme Bedeutung, denn diese Zeitschrift erstellt verschiedene sehr interessante und wertvolle Rankings. Sie sind objektiv und basieren darauf, dass alle Kommunen mit demselben Maßstab verglichen werden. Zum Beispiel wird berechnet, wie viele Mittel in einer Kommune pro Einwohner investiert wurden, oder die Einnahmen werden pro Einwohner berechnet. Die Einnahmen von Krappitz sind zum Beispiel dreimal so hoch wie die der Gemeinde Ujest, aber bezogen auf die Einnahmen pro Einwohner ist Krappitz nicht reicher als wir, ganz im Gegenteil. Rankings dieser Art erscheinen seit etwa einem Dutzend Jahren regelmäßig, und eines davon ist das Wohlstandsranking, in dem die eigenen Einnahmen einer Gemeinde dargestellt werden. Und das sind vor allem die Steuereinnahmen pro Einwohner. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass wir diese Einnahmen zu 100 Prozent beeinflussen können.
Es gibt auch andere Einnahmen, wie zum Beispiel Investitionseinnahmen.
Ja, die gibt es. Sie werden eingeworben, wenn eine Investition geplant ist. Allerdings können diese in einem Jahr bei 20 Millionen Złoty liegen und im nächsten nur bei zwei Millionen, denn das liegt nicht in unserer Hand. Man muss auch wissen, dass die Europäische Union in einem Jahr mehr Mittel bereitstellen kann, in einem anderen kann es das Programm Polski Ład sein usw. Die eigenen Einnahmen, die ich zuvor erwähnt habe, sind dagegen konstant, unabhängig von den Rahmenbedingungen!
Auf welchem Platz im Ranking stand die Gemeinde Ujest im Jahr 2018, als Sie Ihr Amt als Bürgermeister antraten?
In dem Ranking, das alle Kommunen berücksichtigte, also sowohl die Stadt Oppeln als auch die Kreisstädte, Landgemeinden, Stadt-Land-Gemeinden und kleine Städte, lagen wir auf dem 6. Platz in der Woiwodschaft Oppeln. Später, als ich mich in das Thema eingearbeitet und es gründlich analysiert hatte, erkannte ich, dass bei uns ein deutlicher Anstieg der Einnahmen durch die Wirtschaftsförderzone zu verzeichnen ist. Darüber hinaus wachsen bei uns die Einnahmen prozentual am schnellsten von allen Kommunen, die sich in der sogenannten großen Fünf befinden, in der wir uns damals schon befanden – also neben der Gemeinde Ujest auch die Gemeinde Gogolin, Oppeln, die Gemeinde Hermsdorf und Kandrzin-Cosel.
„Wir begannen davon zu träumen, auf das dritte Treppchen anstelle der Gemeinde Hermsdorf zu springen. Ich dachte, dass wir das erst bis zum Ende der aktuellen Amtszeit, also bis 2029, schaffen würden, aber es stellte sich heraus, dass wir es schneller erreichen konnten!“
Die Einnahmen der Gemeinde Ujest wuchsen so schnell, dass Sie in den letzten beiden Jahren die Nachbarn aus Kandrzin-Cosel überholen und auf den 4. Platz springen konnten.
Das stimmt, und weil der Appetit beim Essen wächst, begannen wir davon zu träumen, auf das dritte Treppchen anstelle der Gemeinde Hermsdorf zu springen. Ich dachte, dass wir das erst bis zum Ende der aktuellen Amtszeit, also bis 2029, schaffen würden, aber es stellte sich heraus, dass wir es schneller erreichen konnten, denn schon im Ranking für 2025 belegen wir den dritten Platz in der Woiwodschaft Oppeln und haben die Gemeinde Hermsdorf überholt! Diese Tatsache hat mich sehr gefreut, denn jetzt liegen vor uns nur noch Oppeln und die Gemeinde Gogolin.
An dieser Stelle stellt sich die Frage: Können Sie auch die Gemeinde Gogolin überholen?
Ich denke, dass wir die Gemeinde Gogolin in den nächsten paar Jahren einholen können. Es wird jedoch nicht einfach sein und von einigen wichtigen Faktoren abhängen. Unter anderem davon, neue Investoren zu gewinnen, was uns meiner Meinung nach etwas besser gelingt als der befreundeten Gemeinde Gogolin, mit der wir – was betont werden muss – sehr gut zusammenarbeiten. Ich möchte auch hinzufügen, dass ich im Herzen Sportler, genauer gesagt Fußballer, bin. Im Fußball gewinnt man mal und verliert mal, aber man arbeitet ständig, beobachtet die Stärkeren und trainiert, um später erfolgreich mit ihnen konkurrieren zu können.
Dieses Denken und dieser Charakter leiten Sie auch als Kommunalpolitiker.
Genau. Als Gemeinde nehmen wir uns ständig ein Beispiel an den Besten und wollen gleichzeitig erfolgreich mit ihnen konkurrieren. Diese Einstellung führt dazu, dass wir uns zu noch mehr Engagement für unsere Arbeit motivieren. Ich weiß, dass wir uns auf diese Weise noch effizienter entwickeln werden, als Kommunalpolitiker noch mehr von uns geben werden und so weitere Investoren gewinnen werden. Damit werden wir noch reicher werden und gleichzeitig immer mehr unserer Träume und Investitionspläne in der Gemeinde Ujest verwirklichen können. Abschließend möchte ich hinzufügen, dass wir in Bezug auf Investitionen in der Gemeinde Ujest im neuesten Ranking zu diesem Thema die Spitzenposition in der Woiwodschaft Oppeln belegen! Ob mich das freut…?