Mini-Weltmeisterschaft in Chronstau

Fußball-Emotionen und ein großes Abenteuer mit der Miro Deutschen Fußballschule

23 Juni 2026, 17:02 Sport

Am vergangenen Samstag wurde das Stadion des 1. FC Chronstau für einen Tag zum Zentrum der Fußballwelt. Über 300 junge Spieler, 30 Mannschaften und eine Atmosphäre, die großen Endspielen würdig ist – so lässt sich die „Mini-Weltmeisterschaft“, ein Turnier um den Pokal des Vorsitzenden der SKGD, kurz beschreiben. Doch es geht hier nicht nur um sportlichen Wettkampf, sondern vor allem um den Beweis, wie dynamisch sich das Projekt der Miro Deutschen Fußballschule entwickelt.

Die Veranstaltung zog junge Fußballtalente aus der gesamten Woiwodschaft Oppeln sowie aus Schlesien an. Die Turnierformel war außergewöhnlich: Jede Mannschaft repräsentierte eines der Gastgeberländer der laufenden Weltmeisterschaft.

In der Miro Deutschen Fußballschule gehen Sport und Deutschlernen Hand in Hand.
Foto: Stefani Koprek

Weltfußball mitten in Chronstau

Rafał Bartek, Vorsitzender der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien, blickte voller Stolz auf den Rasen, der von jungen Talenten gefüllt war.

„Wir begrüßen heute über 300 Kinder aus elf Miro-Fußballschulen. Die Kinder befinden sich in diesem Moment nicht in Chronstau, sondern in Mexiko, Kanada und den Vereinigten Staaten. Hier findet heute eine richtige Weltmeisterschaft statt – und das in WM-Stadien“, so Rafał Bartek.

„Die Kinder befinden sich in diesem Moment nicht in Chronstau, sondern in Mexiko, Kanada und den Vereinigten Staaten. Hier findet heute eine richtige Weltmeisterschaft statt – und das in WM-Stadien.“
Rafał Bartek

Das Projekt, das als lokale Initiative begann, ist heute ein enormes Bildungs- und Sportvorhaben.

„Das Projekt hat sich im Laufe der Zeit sicherlich weiterentwickelt. Wir liegen nach wie vor bei rund zwölf Standorten. Die Betreuung von insgesamt 450 Kindern ist wirklich eine große Herausforderung und jede Menge Arbeit. Daher überlegen wir ständig, was verbessert und was ergänzt werden muss“, fügte der Vorsitzende hinzu und betonte dabei die Rolle von Partnern wie dem Goethe-Institut sowie der Sprachassistenten, die ein fester Bestandteil des Trainings sind.

Spaß, Technik und die deutsche Sprache

Bei der Miro Deutschen Fußballschule steht die Verbindung von Sport und Spracherwerb im Mittelpunkt. Das bestätigt Karolina Gieroń, Trainerin, die in Langlieben die Übungen leitet: „Wir setzen vor allem auf den Spaß. Die technischen Dinge sind zwar super, aber die Kinder sollen sich einfach gut amüsieren. Wir haben einen Deutsch-Animator, der kurze 15- bis 20-minütige Trainingseinheiten durchführt. Das ist wichtig, denn bei unseren ‚Knirpsen‘ ist die Konzentrationsspanne manchmal kurz. Aber durch solche sprachlichen Animationen gewöhnen sich die Kinder auf natürliche Weise an die deutsche Sprache.“

Rafał Bartek zeigte sich beeindruckt von der Begeisterung und dem Engagement der über 300 jungen Fußballerinnen und Fußballer.
Foto: Stefani Koprek

Die Trainerin betonte zudem, dass das Interesse riesig sei – in ihrer Gruppe trainieren knapp 20 Kleinkinder im Alter von vier bis sechs Jahren.

Stimmen der jungen Meister

Die größten Emotionen erlebten natürlich die Spieler selbst. Auf dem Platz fehlte es weder an Ehrgeiz noch an kindlicher Freude. „Ich habe vor drei Jahren angefangen, und ich vor vier Jahren!“, riefen sich Antek Mirko und Maksymilian Barczyk zu. Ihr Freund Ignacy Rutkowski fügte ernst hinzu: „Ich habe schon im Kindergarten angefangen, ich mag diesen Sport einfach. Am coolsten ist es, Tore zu schießen. Schwer sind Ecken mit Effet. Und schwer sind auch Fallrückzieher.“

Ähnliche Begeisterung teilten die älteren Teilnehmer Maja Fiałkowska und Wojciech Mirek vom LZS Groß Stanisch. „Ich spiele, weil mir dieser Sport gefällt. Es gibt Druck, wir schießen ein Tor, und dann ist da einfach dieses Glücksgefühl“, sagte Maja. Wojtek richtete einen Aufruf an Gleichaltrige: „Fußballspielen ist einfach, man muss es nur üben. Man kann Kondition aufbauen und mit Freunden spielen.“

Von Edenkoben bis zu den Sommercamps

Das Turnier in Chronstau ist nur ein Bestandteil des reichhaltigen Kalenders der Miro Deutschen Fußballschule. Für diejenigen, denen das Sportprogramm noch nicht ausreicht, hat die Schule bereits das nächste Angebot parat.

In der Miro Deutschen Fußballschule gehen Sport und Deutschlernen Hand in Hand.
Foto: Stefani Koprek

In den bevorstehenden Ferien findet eine weitere Ausgabe des Fußballcamps statt. Die erste Runde ist in Chronstau geplant (29.06.–03.07.2026), die zweite in Walzen (06.07.–10.07.2026). Das Camp richtet sich an Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren. Auf dem Programm stehen nicht nur Trainingseinheiten und Ausflüge zu Stadien, sondern auch jede Menge Deutschunterricht. Die Teilnahmegebühr beträgt 460 PLN (410 PLN für DFK-Mitglieder). Nur noch für das Camp in Walce sind freie Plätze verfügbar. Anmeldungen unter: fussballschule@skgd.pl.

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Wie man sieht, ist „viel los“ in der Miro Deutschen Fußballschule fast eine Untertreibung. Dieses Projekt pulsiert unaufhörlich vor Leben und verbindet die Leidenschaft für Fußball mit der persönlichen und sprachlichen Entwicklung der jüngsten Bewohner der Region.

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