Fußball: 23. Weltmeisterschaft

Deutsche ziehen in die nächste Runde ein!

21 Juni 2026, 09:00 Sport

Auch im zweiten Spiel der Gruppe E bei der laufenden Weltmeisterschaft in Mexiko, den USA und Kanada holte Deutschland die volle Punktzahl und besiegte an der BMO Field in Toronto die gefährliche Elfenbeinküste mit 2:1. Damit feierte die deutsche Mannschaft ihren 70. Sieg in der Geschichte der Weltmeisterschaften, zog nach zwölf Jahren wieder in die K.-o.-Phase ein und machte einen weiteren Schritt in Richtung des fünften WM-Titels ihrer Geschichte.

Im Vergleich zum Auftaktspiel gegen Curaçao nahm Bundestrainer Julian Nagelsmann keine einzige Änderung in seiner Startelf vor. Dies geschah, obwohl viele Fußballexperten am Rhein den Coach der „Die Mannschaft“ stark dazu drängten, anstelle von Sané den offensiven Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart, Leweling, aufzubieten. Doch dazu kam es nicht. Das Ego des Bundestrainers ließ es nicht zu – aber hatte er recht?

Zur Pause 0:1

Die erste Halbzeit bestätigte dies nicht – er lag falsch. Sané spielte sehr schwach, seine Mitspieler etwas besser. Die Deutschen hatten mehrere Chancen auf einen Treffer und erzielten sogar zwei Tore, die der paraguayische Schiedsrichter jedoch nicht anerkannte. Zum ersten Mal in der 22. Minute nach einem Kopfball von Pavlović. Der Unparteiische erkannte dabei ein Foul des deutschen Mittelfeldspielers am Torhüter der afrikanischen Mannschaft, Fofana. Das zweite Mal verweigerte er in der 39. Minute den Treffer von Havertz, weil Musiala zuvor einen Verteidiger der Elfenbeinküste gefoult haben soll.

Auf der anderen Seite endete einer der gefährlichen Konter des Afrika-Cup-Siegers von 2023 erfolgreich. In der 30. Minute brachte Kessie den Ball aus kurzer Distanz im deutschen Netz unter und stellte damit den Halbzeitstand von 1:0 für das afrikanische Team her.

Zum Helden der „Die Adler“ wurde Undav, der in der 90.+4 Minute nach Vorlage von Nmecha den Siegtreffer für Deutschland erzielte!

Erwähnenswert ist, dass Deutschland im ersten Durchgang 61 Prozent Ballbesitz hatte und acht Schüsse auf das gegnerische Tor abgab, während die Afrikaner nur viermal abschlossen. Zudem lag Deutschland zum 19. Mal in seiner WM-Geschichte zur Halbzeit mit 0:1 zurück. In solchen Situationen verloren die Deutschen neunmal, spielten viermal unentschieden und gewannen sechsmal.

Undav als Held

Deniz Undav sicherte Deutschland den Sieg und den Einzug in die nächste Turnierphase.
Foto: Jeollo von VfB-exklusiv.de/Wikipedia

 

In der 68. Minute gelang der Ausgleich zum 1:1, als der eingewechselte Amiri flankte und der von Julian Nagelsmann wenig geschätzte Joker Undav den Ball im Netz unterbrachte. Dieser Treffer gab der deutschen Mannschaft neues Selbstvertrauen, doch wenig später brach das Spiel der „Die Adler“ erneut etwas ein, während das afrikanische Team immer gefährlicher wurde. Auf jede deutsche Offensivaktion folgte ein ebenso gefährlicher Gegenangriff.

Mit einer Metapher aus dem Box gesagt: Diesen Schlagabtausch gewann Deutschland. Zum Helden der „Die Adler“ wurde Undav, der in der 90.+4 Minute nach Vorlage von Nmecha den Siegtreffer für Deutschland erzielte! Dass dieser Sieg verdient war, belegt die Statistik: Die „Die Mannschaft“ hatte über die gesamte Partie hinweg 60 Prozent Ballbesitz und gab 16 Torschüsse ab, gegenüber neun des Gegners.

Spieldokumentation:

Deutschland – Elfenbeinküste 2:1 (0:1)
Undav (68., 90.+4) – Kessie (30.)

Deutschland: Neuer – Kimmich, Tah, Schlotterbeck (46. Rüdiger), Brown – Nmecha, Pavlović (60. Amiri) – Sané (60. Leweling), Musiala (60. Undav), Wirtz – Havertz (85. Goretzka).

Elfenbeinküste: Y. Fofana – Singo (82. G. Due), Kossounou, Agbadou, Konan – Kessie, I. Sangaré (75. S. Fofana), Amad (75. Adingra), Inao Oulai, Y. Diomandé (85. Pépé) – Bonny (75. Guessand).

Schiedsrichter: Juan Gabriel Benitez.
Zuschauer: 43.036 (ausverkauft).

Krzysztof Świerc

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