Am Sonntag, dem 1. November 2026, fand auf den Friedhöfen in Oppeln die vierte öffentliche Spendensammlung zugunsten der Restaurierung historischer Grabmale auf dem Friedhof an der Breslauer Straße statt. Freiwillige sammelten Spenden an den Eingängen zum Kommunalfriedhof Oppeln-Halbendorf (zwischen 9 und 16 Uhr) sowie zum historischen Friedhof an der Breslauer Straße (zwischen 10 und 14 Uhr). Trotz Kälte und Regenwetters war die Aktion ein voller Erfolg.
Spendenergebnis übertraf die Erwartungen
Bei der diesjährigen Spendensammlung kamen 12.000 Złoty zusammen. Wie die Organisatorin Beata Kubica betont, lag dieses Ergebnis deutlich über den ursprünglichen Erwartungen des Komitees, das mit einem Betrag von etwa 6.000 Złoty gerechnet hatte.
An der diesjährigen Aktion beteiligten sich rund 30 Freiwillige, die an ihren speziellen Ausweisen zu erkennen waren. Damit war die Zahl der Helfer nur halb so hoch wie in den Vorjahren, als mehr als 50 Personen – darunter Pfadfinder und Schüler – auf den Friedhöfen im Einsatz waren.

Erinnerungskollage.
Quelle: Beata Kubica
Dass diesmal weniger Freiwillige mitwirkten, lag unter anderem daran, dass Allerheiligen auf einen Sonntag fiel und einige Helfer außerhalb Oppelns die Gräber ihrer Angehörigen besuchen mussten.
Halbzeit bei den Arbeiten am Gräberfeld der Krankenschwestern
Die Resonanz der Friedhofsbesucher auf die Aktion war zu 99 Prozent positiv. Alle in den Sammelbüchsen zusammengekommenen Spenden werden auf das Konto des Kommunalbetriebs der Stadt Oppeln überwiesen, der für die Durchführung der Restaurierungsarbeiten zuständig ist.
Trotz Kälte und Regenwetters war die vierte Spendenaktion in Oppeln ein voller Erfolg.
Die Einnahmen ermöglichen die Fortsetzung der seit 2023 laufenden Restaurierung des Gräberfeldes der Franziskanerinnen, die als Krankenschwestern tätig waren und zu den ersten Pflegekräften in Oppeln gehörten. Bisher wurden 18 Grabmale sowie das Kreuz, das das Gräberfeld kennzeichnet, restauriert. Die Einnahmen aus der diesjährigen Sammlung werden die Instandsetzung von etwa sechs weiteren Grabstätten ermöglichen. Damit ist die Hälfte der Arbeiten auf dem Gräberfeld, das insgesamt rund 40 Grabstätten umfasst, geschafft.
Breite Unterstützung aus der Gemeinschaft
Die seit vier Jahren organisierte Spendensammlung ist eine Graswurzelinitiative, die Vertreter der deutschen Minderheit, Kulturschaffende sowie Einwohner von Oppeln und den umliegenden Ortschaften zusammenbringt. Eröffnet wurde die Veranstaltung traditionell von Pfarrer Waldemar Klinger und dem evangelischen Bischof Wojciech Pracki.

Eröffnung der diesjährigen Spendenaktion auf dem Friedhof in Oppeln-Halbendorf.
Quelle: Beata Kubica
An der diesjährigen Aktion beteiligten sich unter anderem Rafał Bartek, Vorsitzender des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) und der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD), Norbert Rasch, Beauftragter des Vorstands der Woiwodschaft Oppeln für Multikulturalität, sowie Marcin Gambiec, Direktor der Abteilung für Bildung und Arbeitsmarkt im Marschallamt der Woiwodschaft Oppeln.