Kleinprojekte 2026: Neuer Schwerpunkt auf die junge Generation

Am letzten Wochenende, am 28. Februar, fand das Einführungsseminar zum Projekt „Begegnungsstättenarbeit – Kleinprojekte“ statt. Was sich in diesem Jahr für die Teilnehmer des Projekts ändert, darüber sprach Anna Durecka mit Sybilla Dzumla, der Projektkoordinatorin.

Neues Wochenblatt.pl: Das Projekt startet offiziell am 6. März. Insofern kann man Anträge ab sofort stellen. Bei der Antragstellung hat sich allerdings etwas geändert.

Sybilla Dzumla: Das stimmt. Der Zeitraum, in dem die kleinen Projekte in diesem Jahr realisiert werden können, ist vom 6. März bis zum 6. Dezember 2026. Aber die letzten Anträge kann man nur bis Mitte Oktober stellen. Bisher hat es gereicht, dass man einen Antrag vier Wochen vor Projektbeginn gestellt hat. In diesem Jahr wurden die Fristen für die Antragstellung etwas verlängert. Man muss den Antrag sechs Wochen vor Projektbeginn stellen.

Im März und April und noch bis Ende Mai werden wir aber aus Zeitgründen diese alte Regelung noch berücksichtigen. Und da kann man auch wirklich noch kurzfristig im März Anträge stellen.

Sybilla Dzumla, Projektkoordinatorin des Projekts „Begegnungsstättenarbeit – Kleinprojekte“.
Foto: Stefani Koprek-Golomb

Die Ziele des Projekts bleiben aber die gleichen.

Die Projektziele haben sich im Großen und Ganzen nicht geändert. Das ist nach wie vor die Belebung der Projektarbeit der Gruppen der deutschen Minderheit, die Festigung unserer deutschen Kulturaktivitäten, aber auch die Pflege und Festigung der Geschichte, die Modernisierung der Projektideen und die Motivation zur Beteiligung innerhalb der deutschen Gemeinschaft – nicht nur der älteren Generation, sondern auch der jüngeren und der jüngsten Generation.

Auf die Generationenarbeit haben wir immer großen Wert gelegt. Das wollen wir auch in diesem Jahr tun. Aber noch stärker wollen wir uns in diesem Jahr auf die jüngste Generation der Kinder und der Jugendlichen konzentrieren.

Ist das der Grund für das diesjährige Motto des Projekts?

Genau. Das Leitthema lautet „Kinder und Jugendliche in unserer Organisation“, also Kinder und Jugendliche in unserem DFK – gerade wenn wir über die Oppelner Woiwodschaft und die Woiwodschaft Schlesien sprechen.

Aus diesem Grund darf man in diesem Jahr auch ein zusätzliches Projekt organisieren, das dieser konkreten Zielgruppe gewidmet sein muss. Das heißt, das alte Modell „4 Projekte plus 1“ bleibt so wie bisher: Der DFK darf vier Projekte selbstständig machen plus ein Projekt mit einer Gruppe, die weniger aktiv ist.

Ein Projekt für Kinder und Jugendliche ist ein solches, in dem die Thematik an Kinder und Jugendliche angepasst ist und in dem die Arbeitsmethoden an Kinder und Jugendliche angepasst sind.

Aber zusätzlich dazu kommt ein Novum: das sechste Projekt, das man speziell für Kinder und Jugendliche veranstalten muss. Ein Projekt für Kinder und Jugendliche ist ein solches, in dem die Thematik an Kinder und Jugendliche angepasst ist und in dem die Arbeitsmethoden an Kinder und Jugendliche angepasst sind. Das heißt, es ist nicht ein Projekt, bei dem Kinder nur teilnehmen, das aber eigentlich für die mittlere Generation oder für Senioren vorgesehen ist. Ein Kinder- und Jugendprojekt ist ein solches, das von A bis Z für Kinder mit entsprechenden Methoden und mit Themen, die für sie interessant sind, vorbereitet wird.

Was steht hinter der Motivation, dass in diesem Jahr das Leitthema des Projekts den Kindern und Jugendlichen gewidmet ist? Das gab es noch nie, oder?

Das gab es noch nie, aber wir führen seit Jahren eine gründliche Analyse der Altersgruppen in unseren Projekten durch. Im letzten Jahr mussten wir feststellen, dass Kinder und Jugendliche die kleinste Zielgruppe in unseren Projekten darstellen. Die Kinder machen – je nach Region – 10 bis 30 Prozent der Teilnehmer unserer Projekte aus. Bei den Jugendlichen lag dieser Anteil in manchen Regionen unter einem Prozent. Aus diesem Grund möchten wir versuchen, durch bestimmte Instrumente und durch Beispiele von Projekten, die wir während der Informationstreffen in den DFKs vorstellen werden, einen kleinen Ansporn zu geben, um zumindest zu versuchen, vor allem Jugendliche in die DFKs zu locken.

Am letzten Wochenende, am 28. Februar, fand das Einführungsseminar zum Projekt „Begegnungsstättenarbeit – Kleinprojekte“ statt.
Foto: Konsolidierung der Begegnungsstätten/Facebook

Und dann werden wir nach einem Jahr schauen, ob es uns gelungen ist und ob wir weiter an den Methoden oder an der Vorbereitung bestimmter Werkstätten, die man als Modell weitergeben kann, arbeiten können.

Welche Art von Projekten für Kinder und Jugendliche habt ihr im Sinn?

Die beliebtesten Vorhaben, die man kinder- und jugendgerecht anpassen kann, sind Workshops. Diese können thematisch ruhig auch mit Brauchtum oder Tradition verbunden sein. Wenn das auf eine jugendgerechte Art und Weise gemacht wird, kann auch diese Thematik für Kinder und Jugendliche interessant sein.

Das sind vor allem auch Sprachworkshops, auf die wir in diesem Jahr großen Wert legen wollen, bei denen sich Kinder und Jugendliche sprachlich entwickeln können. Es gibt etliche Angebote zur Sprachförderung, die regelmäßig und umfangreich sind, zum Beispiel verschiedene Sprachkurse für Jugendliche im Programm LernRaum.

Dafür braucht man aber mehr Zeit. Wir wollen versuchen, das Interesse von Kindern und Jugendlichen punktuell, also mit einzelnen Ereignissen, zu wecken, zum Beispiel mit einem Sprachworkshop, bei dem man sich auch sprachlich entwickeln kann.

Gab es vielleicht schon so ein Projekt, an dem sich die DFK ein Beispiel nehmen könnten?

Ja, ein solches Projekt wurde im letzten Jahr von der deutschen Minderheit in Allenstein organisiert und man könnte es durchaus als Musterprojekt bezeichnen. Es war ein Sprachprojekt zum Thema Maibaum. Der Maibaum ist nichts Neues, sondern eine alte Tradition und ein altes Brauchtum, aber das Thema wurde methodisch und didaktisch so angepasst, dass Kinder und Jugendliche einen bestimmten Wortschatz kennengelernt haben und anstelle von Zunftzeichen Sprachschilder an diesem Sprach-Maibaum befestigt haben. Zum Schluss wurde der Maibaum geschmückt und die Eltern wurden eingeladen.

Am letzten Wochenende, am 28. Februar, fand das Einführungsseminar zum Projekt „Begegnungsstättenarbeit – Kleinprojekte“ statt.
Foto: Konsolidierung der Begegnungsstätten/Facebook

Es gab Sprachspiele und Arbeitsblätter zum Ausfüllen, also alle Elemente eines klassischen Sprachunterrichts. Darüber hinaus aber auch Brauchtum und sehr viel Bewegung.
Es ist ein wunderbares Projekt zum Nachmachen.

Hat sich bei dem Projekt noch irgendetwas geändert, zum Beispiel von der finanziellen Seite her?

Die potenzielle Beteiligung der DFKs ist gleich geblieben. Das heißt, man darf maximal für 85 Prozent der Gesamtkosten eine Zuwendung bekommen. Die finanzielle Eigenbeteiligung muss 15 Prozent betragen.

Bei Projekten, bei denen Transportkosten anfallen, beträgt sie 20 Prozent und nicht 15 Prozent. Geändert hat sich aber der Höchstbetrag: Bisher waren es 2.700 Złoty. Ab diesem Jahr beträgt der Höchstbetrag, den man beantragen kann, 3.200 Złoty, also 500 mehr. Außerdem haben wir eine Untergrenze eingeführt: 400 Złoty.

Und es gibt noch eine Änderung: Projekte zur lokalen Geschichte, die mit einer Fahrt verbunden sind, dürfen in einem größeren Umkreis stattfinden. Bisher waren es bis zu 50 Kilometer, jetzt haben wir eine Genehmigung bis zu 100 Kilometern.

Das wird bestimmt viele reiselustige DFKs freuen.


Über die übrigen Änderungen der Fördersätze kann man im Reglement nachlesen, das auf der Website des VdG in der Rubrik „Projekte“ verfügbar ist.
Das Projekt „Begegnungsstättenarbeit – Kleinprojekte“ wird aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern (BMI) finanziert.

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