Richtige Entscheidungen, konsequente Umsetzung

7 Mai 2026, 05:00 Politik 28

Die Wahlen des neuen Vorstandes des VdG stehen bevor

Im Mai 2026 finden die Wahlen des neuen Vorstandes des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) statt, was mit dem 35-jährigen Bestehen der Organisation zusammenfällt. Aus diesem Anlass haben wir uns an die Mitglieder des derzeitigen VdG-Vorstands mit Fragen zur ablaufenden Amtszeit gewandt. Wir haben außerdem gefragt, was im Hinblick auf die kommenden vier Jahre geändert, verbessert oder beibehalten werden sollte.

Heute sprechen wir mit dem Vorstandsmitglied des VdG, Waldemar Świerczek:

Hat der VdG-Vorstand in der vergangenen Amtszeit die gesetzten Ziele erfolgreich umgesetzt, und welche davon halten Sie für besonders prioritär?

Meiner Ansicht nach wurden die Aufgaben, die sich der VdG-Vorstand vor vier Jahren gestellt hat, erfolgreich und konsequent umgesetzt. Ich betone „konsequent“, was keineswegs einfach war, da wir uns ständig an neue Realitäten anpassen mussten, die sich in Polen, Deutschland und weltweit vollzogen haben und weder einfach noch vorhersehbar waren. Dennoch ist es uns gelungen, mit allen Herausforderungen erfolgreich umzugehen. Dazu gehört auch die Diskriminierung der deutschen Minderheit, konkret die Kürzung des Deutschunterrichts als Minderheitensprache von drei auf eine Stunde. Darüber hinaus haben wir zahlreiche weitere Projekte und Vorhaben erfolgreich umgesetzt, darunter auch revolutionäre Veränderungen in unseren Medien und zugleich kontinuierliche Impulse zur Entwicklung neuer Aktivitäten gesetzt. Alles um uns herum verändert sich, und wir haben darauf keinen Einfluss, daher müssen auch wir uns verändern – in die richtige Richtung. Genau das ist in den vergangenen vier Jahren geschehen, und ich halte dies für eines der wichtigsten Ziele.

Sollte der in der auslaufenden Amtszeit eingeschlagene Kurs der VdG-Führung Ihrer Meinung nach ohne größere Änderungen fortgesetzt werden?

Die Richtung, die wir in der vergangenen Amtszeit eingeschlagen haben, war absolut richtig. Daher bin ich für die Fortsetzung der bisherigen Aktivitäten, die präzise und erfolgreich umgesetzt wurden. Ich möchte außerdem betonen, dass unsere Arbeit auf dem Aufbau von Identität basiert, insbesondere durch die Arbeit mit der Jugend, die unsere Zukunft ist, und auch dieses Ziel wurde im VdG richtig umgesetzt. Dennoch bin ich der Ansicht, dass jede Tätigkeit gewisse Modifikationen erfahren kann oder sogar sollte, um sich weiterzuentwickeln – genau das ist unser Ziel. Daher bin ich überzeugt, dass die nächste Amtszeit uns vor weitere Herausforderungen stellen wird, die wir ebenfalls bewältigen werden, da wir durch die Erfahrungen der vergangenen vier Jahre bereichert sind.

Sehen Sie irgendwo die Notwendigkeit größerer Korrekturen in der Arbeit des VdG? Wenn ja, warum?

Wie im Leben insgesamt sind bestimmte Situationen und Entwicklungen nicht vorhersehbar, daher müssen wir jederzeit bereit und flexibel sein. Wir müssen auch bedenken, dass im kommenden Jahr in Polen Parlamentswahlen stattfinden und sich dadurch viel ereignen wird.

„Die Richtung, die wir in der vergangenen Amtszeit eingeschlagen haben, war absolut richtig. Daher bin ich für die Fortsetzung der bisherigen Aktivitäten, die präzise und erfolgreich umgesetzt wurden.“

Das wird von uns große Aufmerksamkeit und Umsicht im politischen Handeln erfordern. In einigen Situationen werden wir möglicherweise Anpassungen vornehmen müssen, ich glaube jedoch nicht, dass diese drastisch sein werden. Ich möchte hinzufügen, dass der Mut, den wir in uns tragen, zu positiven Ergebnissen und Stabilität führt, was sich in angemessenem Handeln widerspiegelt.

Werden Sie bei den kommenden Wahlen zur neuen VdG-Führung für den Vorstand und für das Amt des Vorsitzenden kandidieren?

Ich möchte erneut für den VdG-Vorstand kandidieren, da ich in meiner Tätigkeit noch viel Raum, Zeit und Potenzial sehe. Ich verfüge über ausgezeichnete und breite Kontakte zu den Kreisen der deutschen Minderheit in ganz Polen und darüber hinaus, auch in der Region Hultschiner Ländchen, die wir stark unterstützen. Mir ist auch bewusst, dass es noch eine Reihe weiterer Herausforderungen gibt, mit denen ich mich beschäftigen möchte, daher ist meine Weiterarbeit im Vorstand für mich wichtig und sinnvoll. Ich werde jedoch nicht für das Amt des VdG-Vorsitzenden kandidieren. Ich habe solche Ambitionen nicht. Gleichzeitig hoffe ich, dass Rafał Bartek zum Vorsitzenden des VdG gewählt wird, der unsere Mission hervorragend umsetzt. Er ist ein ausgezeichneter Kandidat, Kollege, Politiker und Leiter, den ich unterstützt habe und weiterhin unterstützen werde.

Das Gespräch führte Krzysztof Świerc

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