Professionalisierung der Arbeit

4 Mai 2026, 05:00 Politik 15

Neuwahlen des Vorstands des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) stehen bevor

Im Mai 2026 finden die Neuwahlen des Vorstands des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) statt, die mit dem 35-jährigen Bestehen der Organisation zusammenfallen. Aus diesem Anlass haben wir uns mit Fragen an die Mitglieder des noch amtierenden VdG-Vorstands gewandt – zur ablaufenden Wahlperiode. Wir fragten auch, was im Hinblick auf die nächsten vier Jahre verändert, verbessert oder beibehalten werden sollte.

Heute sprechen wir mit Łukasz Jastrzembski, Mitglied des VdG-Vorstands.

Hat der VdG-Vorstand in den vergangenen vier Jahren die gesetzten Ziele erfolgreich umgesetzt – und welche der erreichten Ziele halten Sie für prioritär?

Ich möchte zwei sehr wichtige Elemente der Tätigkeit unserer Organisation in der abgelaufenen Wahlperiode hervorheben. Erstens: In den letzten vier Jahren hat eine deutliche Professionalisierung der Arbeit des VdG-Büros stattgefunden, was sich unter anderem in einer grundlegenden Verbesserung unserer Medienarbeit niedergeschlagen hat. Ich betone diesen Aspekt besonders, denn das, was unsere Medien leisten, ist äußerst wichtig, da es die Aktivitäten der deutschen Minderheit in Polen nach außen sichtbar macht. Das zweite Element, das meiner Meinung nach auf ein deutlich höheres Niveau gehoben wurde, ist der professionelle Ansatz bei der Pflege bestehender sowie beim Aufbau neuer Beziehungen und Kontakte zu gesellschaftlichen und politischen Organisationen sowie zu politischen Akteuren in Polen und im Ausland, vor allem in Deutschland. Auch das ist äußerst wichtig, denn dadurch lassen sich weitere Vorhaben, die für die deutsche Minderheit in Polen von Bedeutung sind, erfolgreich umsetzen.

Łukasz Jastrzembski.
Foto: NW

Sollte der in der ablaufenden Wahlperiode vom VdG-Vorstand eingeschlagene Kurs Ihrer Meinung nach unverändert fortgesetzt werden?

Die vom VdG-Vorstand eingeschlagene Richtung sollte fortgesetzt werden, denn sie hat sich als richtig erwiesen und wurde erfolgreich umgesetzt. Dennoch stellt sich in solchen Momenten immer die Frage, ob es eines gewissen „Liftings“ unserer Aktivitäten bedarf. Wahrscheinlich ja, denn die Welt verändert sich, und das erfordert gewisse Anpassungen. Deshalb müssen wir als Organisation darauf vorbereitet sein sowie wachsam und flexibel bleiben.

Die vom VdG-Vorstand eingeschlagene Richtung sollte fortgesetzt werden, denn sie hat sich als richtig erwiesen und wurde erfolgreich umgesetzt.

Gleichzeitig dürfen wir unsere Ziele nicht aus den Augen verlieren und müssen sie konsequent verfolgen. Die Art und Weise ihrer Umsetzung muss jedoch davon abhängen, wie sich das gesellschaftliche und politische Umfeld um uns herum verändert.

Wo sehen Sie die Notwendigkeit für größere Korrekturen in der Arbeit des VdG? Wenn ja, warum?

Eine wichtige Zukunftsaufgabe – nicht nur für den VdG selbst, sondern vor allem für die Organisationen, die ihn mitgestalten – ist die Gewinnung neuer Mitglieder für unsere Minderheitsorganisationen. Sollte es nicht gelingen, neue Mitglieder zu gewinnen – und vieles deutet darauf hin, dass dies schwierig sein könnte –, dann wird die Herausforderung für alle unsere Organisationen darin bestehen, die Kosten der Tätigkeit angesichts einer schrumpfenden Mitgliederzahl zu optimieren. Das wird eine Herausforderung nicht nur für den VdG selbst sein, sondern auch für die Organisationen, die ihn bilden.

Werden Sie bei den anstehenden Neuwahlen des VdG-Vorstands für den Vorstand und für den Vorsitz kandidieren?

Ja und nein. Für den VdG-Vorstand werde ich kandidieren, für den Vorsitz jedoch nicht.

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