Im Winter lief im Lycker Wasserturm Wasser aus und richtete enorme Schäden an. Im Juni hingegen quoll hier der Schaum in Strömen hervor. Er sorgte für reichlich Wirbel und… bereitete den Kindern große Freude.
„Wir machen hier keine Politik, wir teilen die Menschen nicht, sondern wir arbeiten zusammen“, resümierte Tomasz Andrukiewicz, der Bürgermeister von Lyck, im vergangenen Jahr das erste städtische Familienfest am Wasserturm.

Foto: Masuren
Damals schloss er eine zweite Auflage der Veranstaltung nicht aus. Und tatsächlich – das zweite Fest fand am 17. Juni statt, erneut in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Deutschen Minderheit „Masuren“, dem Gastgeber des Turms.
Spaß für die ganze Familie
Im reichhaltigen Programm gab es Spiele und Unterhaltungsangebote, Kinderschminken und Glitzertattoos, Flechten von Zöpfchen, Hüpfburgen, Zuckerwatte und Popcorn. Auch Wettbewerbe mit Preisen fehlten nicht, und ein Quiz über Lyck und den Wasserturm wurde persönlich vom Bürgermeister der Stadt geleitet.
„Wir haben ein paar hundert Zloty gesammelt, aber das Wichtigste ist nicht der Erlös, sondern dass wir uns den Bewohnern zeigen und dass wir einander näherkommen“, versichert Urszula Sasińska, die Vorsitzende der „Masuren“.
Das örtliche Gesundheitsamt (Sanepid) hatte einen präventiven Informationsstand aufgebaut, und die Stadtpolizei brachte den Kindern bei, wie man sicher die Straße überquert. Die größte Begeisterung bei den Kleinen löste jedoch der Schaum aus, der reichlich aus einem Rohr quoll. Es war die erste Attraktion dieser Art in Lyck, weshalb die Kinder völlig begeistert waren.
Ein Turm, der die Bewohner verbindet
Die Mitglieder der „Masuren“ bereiteten einen Stand vor, an dem sie ihr selbstgemachtes Kunsthandwerk sowie Andenken verkauften, darunter Magnete, Flaschenöffner und Schlüsselanhänger – alles in Form des Wasserturms. Den Erlös verwenden sie für die Renovierung des Turms und des Büros, die im Winter durch einen Wasserschaden beschädigt worden waren. Für alle Freiwilligen, die das Fest vorbereiteten und durchführten, backten sie zudem einen Kuchen.

Foto: „Masuren“
„Wir haben ein paar hundert Zloty gesammelt, aber das Wichtigste ist nicht der Erlös, sondern dass wir uns den Bewohnern zeigen und dass wir einander näherkommen“, versichert Urszula Sasińska, die Vorsitzende der „Masuren“.

Foto: „Masuren“
„Zum diesjährigen Fest kamen noch mehr Menschen als im vergangenen Jahr. Das Wetter hat mitgespielt. Alles deutet darauf hin, dass die Familienfeste am Wasserturm fest im Veranstaltungskalender der Stadt Lyck verankert werden.“ Denn der Bürgermeister sowie die städtischen Verantwortlichen für Bürgerbeteiligung und soziale Integration haben den Sitz der „Masuren“ als einen Ort mit großem Potenzial erkannt. Dies haben beide bisherigen Feste bestätigt.