In Deutschland wird über die Bundeswehr, den Sonntagsverkauf und Pflegeheime gesprochen.

Nachrichten aus Vaterland

24 Juli 2026, 05:00 Politik

Zum Einkauf auch am Sonntag

Eigentlich hat Polen, dem Beispiel Deutschlands, folgend das Einkaufsverbot am Sonntag eingeführt. Nun rudern einige in der Bundesrepublik bei diesem Thema zurück, so zum Beispiel der Chef der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Peter Adrian. Er fordert jetzt ein Ende der strengen Regeln für Geschäfte am Wochenende. Er möchte, dass Händler selbst entscheiden dürfen, ob sie am Sonntag aufmachen. Bisher schützt das Gesetz den Sonntag als Ruhetag sehr streng. Die aktuellen Regeln stammen im Kern aus einer alten Zeit. Damals ging es vor allem um Erholung für die Seele. Doch die Wirtschaft findet diese Sichtweise heute veraltet. Im Internet kann schließlich jeder rund um die Uhr einkaufen. Die normalen Geschäfte in den Innenstädten haben dagegen einen großen Nachteil durch die starren Verbote. Zwar gibt es manchmal verkaufsoffene Sonntage, doch diese sind an strenge Bedingungen geknüpft. Oft kommt es deswegen zu Streitigkeiten vor Gericht. Eine Änderung im Grundgesetz soll nun für Klarheit und Sicherheit sorgen. Sorgen um den freien Tag teilt der Verband nicht. Keiner wird gezwungen, am Sonntag zu arbeiten, da alles freiwillig bleiben soll. Im Ausland klappt das laut den Befürwortern schon lange problemlos.

Quelle: swr.de

Vielleicht wird es in Zukunft auch sonntags mehr Einkaufsfreiheit geben.
Foto: Adam Gradzki / Wikimedia Commons

Rauchen wird teurer

In Deutschland gibt es schlechte Informationen für Raucher. Die Bundesregierung plant, die Steuern auf Zigaretten schrittweise von Jahr zu Jahr anzuheben. Eine Schachtel soll künftig bis zu 3 Euro mehr kosten als jetzt. Genauer gesagt soll zum Jahr 2030 der Preis für eine Packung im Schnitt auf 11,78 Euro klettern. Dieser Anstieg fällt heftiger aus als zuerst gedacht. Die Staatskasse darf sich dadurch über ein Plus von etwa 800 Millionen Euro freuen. Die Politik erhöht die Preise absichtlich in kleinen Schritten. Ein altes Papier der Regierung aus dem Jahr 2021 liefert den Grund: Man hat Angst vor Schmuggel. Wenn Zigaretten auf einen Schlag extrem teuer werden, kaufen die Menschen ihre Ware eher auf dem Schwarzmarkt oder im Ausland. Das würde dem legalen Handel schaden und dem Staat wichtige Steuern rauben. Der genaue Fahrplan steht schon fest. Eine Schachtel soll 2027 im Schnitt 9,10 Euro kosten. Danach steigt der Preis über 9,91 Euro im Jahr 2028 und 10,81 Euro im Folgejahr bis zum Endpreis im Jahr 2030. Gesundheitsexperten der WHO und Krebsforscher fordern schon lange höhere Preise. Teure Zigaretten halten vor allem junge Menschen vom Rauchen ab und helfen Erwachsenen beim Aufhören.

Quelle: bild.de

 

AfD verliert, ist aber immer noch vorne

Die Alternative für Deutschland ist nach Bundestagsumfragen immer noch die stärkste Kraft. Letztens geht der Trend aber abwärts. In einer neuen YouGov-Befragung verliert die Partei zwei Prozentpunkte und landet bei 27 Prozent. Für die AfD ist das der erste Rückgang seit einem halben Jahr, nachdem sie zuvor ein Rekordhoch nach dem anderen erreicht hatte. Obwohl die Zahlen sinken, bleibt die Partei mit Abstand an der Spitze. Das liegt auch daran, dass kein Konkurrent im Parlament von den Verlusten profitiert. Bei den anderen Parteien bewegt sich fast gar nichts. Die Union verharrt unverändert bei 20 Prozent. Noch schlechter sieht es für die SPD aus, die bei mageren 12 Prozent feststeckt – das ist ihr schlechtester Wert überhaupt in dieser Umfrage. Die Grünen halten sich bei 14 Prozent, während die Linke ebenfalls bei 12 Prozent liegt. Die FDP schafft mit 5 Prozent gerade so den Einzug, während das BSW mit nur 4 Prozent scheitert. Gleichzeitig gibt es viel Frust über die Bundesregierung. Nur ein kleiner Teil der Bürger unterstützt die aktuellen Reformen voll und ganz. Fast die Hälfte der Befragten glaubt sogar, dass die Politik der Regierung komplett in die falsche Richtung läuft. Viele Menschen zweifeln stark an der Umsetzung der Pläne.

Quelle: welt.de

Wehrdienst nicht bei allen beliebt

Die Bundeswehr braucht neue Soldaten, dies ist schon seit Langem klar. Jedoch nicht alle wollen das Vaterland verteidigen. Anträge auf Verweigerung gibt es viele. Die Zahlen schießen im Moment regelrecht in die Höhe. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben schon 5862 Menschen beim zuständigen Bundesamt erklärt, dass sie nicht zur Waffe greifen wollen. Damit ist der Wert jetzt schon deutlich höher als im gesamten letzten Jahr, in dem es rund 3800 Anträge gab. Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung ist wohl die unsichere Lage in der Welt. Außerdem gibt es seit Jahresbeginn neue Regeln beim Wehrdienst. Junge Männer müssen nun verpflichtend zu einer Erfassung, um mehr Freiwillige für die Truppe zu finden. Viele haben deshalb offenbar Angst vor einem Zwangsdienst. Das Recht, den Dienst an der Waffe aus Gewissensgründen abzulehnen, gilt in Deutschland aber weiterhin für jeden. Interessanterweise gibt es aber auch den umgekehrten Weg. Manche Menschen ändern ihre Meinung und nehmen eine alte Verweigerung wieder zurück. Das kam im letzten Jahr fast 800-mal vor, und auch im ersten Viertel dieses Jahres haben sich bereits über 200 Personen umentschieden.

Quelle: tagesschau.de

Die Bundeswehr braucht neue Soldaten.
Quelle: unsplash

Pflegeheime immer teuer

Nach neuesten Angaben wird ein Platz in einem deutschen Pflegeheim immer mehr zur finanziellen Herausforderung. Bundesweit stiegen unlängst die Preise weiter nach oben. Im Schnitt müssen Bewohner im ersten Jahr mittlerweile 3364 Euro pro Monat selbst bezahlen. Das sind über 100 Euro mehr als noch zu Beginn des Jahres. Ein großer Grund für diesen Sprung sind vor allem die gestiegenen Löhne für das Personal, die direkt an die Pflegebedürftigen weitergegeben werden. Zwar übernimmt die gesetzliche Pflegekasse einen Teil der Kosten, den Rest müssen die Betroffenen jedoch aus eigener Tasche zahlen. Neben der reinen Betreuung schlagen dabei auch Essen, Unterkunft sowie Gelder für Modernisierungen der Heime kräftig zu Buche. Je nachdem, in welchem Bundesland man lebt, gibt es gewaltige Preisunterschiede. Am teuersten ist es derzeit in Bremen, während man in Sachsen-Anhalt im Vergleich am wenigsten bezahlt. Ersatzkassen fordern nun die Politik zum Handeln auf, um die Betroffenen vor der extremen Teuerung zu schützen. Die Regierung plant zwar eine Reform, allerdings stehen dort im Moment eher Einsparungen im Raum, was die finanzielle Last für viele Familien weiter vergrößern könnte.

Quelle: mdr.de

Unerlaubte Einreisen gesunken

Gute Neuigkeiten für Deutschlands Sicherheit. Nach neuesten Angaben zeigen die Grenzmaßnahmen Wirkung, denn die Zahl illegaler Einreisen ist definitiv gesunken. Im ersten Halbjahr des aktuellen Jahres hat die Bundespolizei nur noch rund 24.300 unerlaubte Grenzübertritte registriert. Das ist fast ein Viertel weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Schaut man noch weiter zurück, hat sich der Wert im Vergleich zu vor drei Jahren sogar fast halbiert. Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Blick auf den vergangenen Juni. Hier meldeten die Beamten den niedrigsten Stand für diesen Monat seit fünf Jahren. Ein Grund für diesen starken Rückgang sind die verschärften Kontrollen, die mittlerweile an allen deutschen Außengrenzen stattfinden.

Quelle: spiegel.de

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