Schneidemühl. Internationale Paddeltour

Im Reich des tapferen Schwans

23 Juli 2026, 05:00 Kultur

Dreieinhalb Stunden Kampf mit den Elementen, unterwegs ein Angriff eines verzweifelten Schwans und nur zwei menschliche Verluste. Kein Wunder, dass die Teilnehmer der ersten deutsch-französisch-polnischen Paddeltour glücklich zurückkehrten.

Die Tour fand am 4. Juli auf der Peile statt, von Zechendorf bis zur Station Kramske. Sie war 14 km lang. 43 Personen in 29 Kanus nahmen teil. Darunter waren 9 Kinder im Alter von 5–13 Jahren. Eine Mannschaft bestand ausschließlich aus Kindern – zwei 12-jährige Jungen. Wie schlugen sie sich? Ausgezeichnet, denn sie hatten zuvor Kanufahrten mit ihrem Großvater geübt. Teilnehmer der Tour waren Mitglieder von zwei Schneidemühler Organisationen: der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft und der Gesellschaft für Polnisch-Französische Freundschaft.

Drei Sprachen, ein Abenteuer

Warum diese Zusammensetzung und warum ausgerechnet eine Paddeltour?

„Eine Paddeltour deshalb, weil mein Mann Gunter-Berthold Horn und ich sehr gerne aktive Freizeit am Wasser verbringen. Letztes Jahr organisierten wir eine Fahrt für unsere Mitglieder. Mit Mühe kamen 10 Personen zusammen. Diesmal gab es kein Problem, über 40 Interessierte zu sammeln, denn die letzte Tour hat allen sehr gut gefallen. Und warum mit der Gesellschaft für Polnisch-Französische Freundschaft? Wir haben uns vor einem Jahr gegenseitig entdeckt. Sie haben ähnliche Ziele und Arbeitsformen wie wir. Ihnen liegt an Integration, und dank dieser Integration konnten wir eine Förderung vom Bürgermeister von Schneidemühl erhalten“, erklärt Teresa Witkowska-Horn, Vorsitzende der DSKG Schneidemühl.

Fotos: Gunter-Berthold Horn und Archiv der DSKG Schneidemühl

Die Integration während der Tour war vollkommen, trotz dreier Sprachen. Alle halfen allen beim Tragen der Kanus und beim Überwinden von Hindernissen im Wasser, und davon gab es viele. Meistens waren es umgestürzte Bäume und Steine. Mit einer Ausnahme bewältigten alle die Strecke. Ein Ehepaar (ohne Erfahrung im Kanufahren auf einem reißenden Fluss) machte kurz nach dem Start eine unfreiwillige Badepause und verzichtete auf weitere Abenteuer.

Zu diesen Abenteuern gehört sicherlich der Angriff eines Schwans. Vermutlich wollte er die Menschen von einem in der Nähe im Gebüsch verborgenen Nest fernhalten. Die Kinder waren verängstigt und sehr aufgeregt.

Glückliches Ende und Zukunftspläne

Trotz dieser und anderer Erlebnisse erreichten alle bei gutem Wetter glücklich und bestens gelaunt das Ziel der Tour. Dort erwarteten sie ein Lagerfeuer, ein leckeres Essen und Getränke. Am Lagerfeuer und am gemeinsamen Tisch ließen alle die Tour noch einmal Revue passieren. Einige baten die Vorsitzende bereits, sie für die Tour 2027 anzumelden.

„Die Integration während der Tour war vollkommen, trotz dreier Sprachen. Alle halfen allen beim Tragen der Kanus und beim Überwinden von Hindernissen im Wasser.“

Fotos: Gunter-Berthold Horn und Archiv der DSKG Schneidemühl

Zum Schluss erhielten alle Kinder Erinnerungsmedaillen.

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