Vom 10. bis zum 16. September lädt der Verein „Opolskie Lamy“ zur Deutschen Kinowoche ein. Der Auftakt findet am Donnerstag, dem 10. September, im Freiluftkino am Café OPO (ul. Krakowska 32) statt. Dort wird der Film „Was Marielle weiß“ vom Regisseur Frédéric Hambalek gezeigt. Die weiteren Vorführungen finden im „Kino Meduza“ statt. Der Eintritt ist bei allen Filmen kostenlos. Wir haben vorab einen Blick auf das Programm geworfen und mit dem Organisator Rafał Mościcki gesprochen.
Preisgekrönte Filme auf der Leinwand
Beim Start am Donnerstag, 10. September, wird es für die Besucher ein Filmquiz und ein DJ-Set mit deutscher Musik geben. Aber auch das weitere Programm hat einiges zu bieten.

Rafał Mościcki will im Kino Meduza die Vielfalt deutscher Filme zeigen
Foto: Mika Ballhausen
Am Freitag, dem 11.09., läuft der brandneue Film „Vaterland“ (2026), der das Leben des deutschen Schriftstellers Thomas Mann in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg porträtiert.
„Es geht vor allem darum, den Menschen die Vielfalt der deutschen Filme zu zeigen.“
Rafał Mościcki, Organisator der Deutschen Kinowoche
Hanns Zischler als Thomas Mann und Sandra Hüller (Projekt Hail Mary) als seine Tochter Erika Mann sind hier in den Hauptrollen zu sehen. Der Film gewann beim Filmfestival in Cannes den Preis für die Beste Regie (Paweł Pawlikowski). Es ist eine Koproduktion aus Polen, Deutschland, Italien und Frankreich.
Das Programm:
- Donnerstag, 10.09. /
18:00 Uhr – OPO-Freiluftkino, ul. Krakowska 32
„Was Marielle weiß“, Regie: Frédéric Hambalek / Deutschland 2025 / 89 Min.
- Freitag, 11.09. /
18:00 Uhr – Kino Meduza
„Vaterland“, Regie: Paweł Pawlikowski / Frankreich, Deutschland, Polen, Italien 2026 / 82 Min.
- Samstag, 12.09. /
12:00 Uhr – Kino Meduza
„Meisterinnen“, Regie: Soleen Yusef / Deutschland 2026 / 119 Min.
- Sonntag, 13.09. /
10:00 Uhr – Kino Meduza
„Ab Morgen bin ich mutig“, Regie: Bernd Sahling / Deutschland 2025 / 80 Min.
- Montag, 14.09. /
18:00 Uhr – Kino Meduza
„Sterben“, Regie: Matthias Glasner / Deutschland 2025 / 183 Min.
- Dienstag, 15.09. /
18:00 Uhr – Kino Meduza
„In die Sonne schauen“, Regie: Mascha Schilinski / Deutschland 2025 / 159 Min.
- Mittwoch, 16.09. /
18:00 Uhr – Kino Meduza
„Miroirs No. 3“, Regie: Christian Petzold / Deutschland 2025 / 86 Min.
Jungen Menschen die Vielfalt des deutschen Films zeigen
Rafał Mościcki organisiert erneut die diesjährige Deutsche Kinowoche. Der Verein Opolskie Lamy beitribt das Kino Meduza in der ulica Oleska in Oppeln. Rafał Mościcki, der Vorsitzende des Vereins, hat kurz vor dem Start noch viel zu tun. Im Gespräch mit Neues Wochenblatt.pl erzählt er:
„Es geht vor allem darum, den Menschen die Vielfalt der deutschen Filme zu zeigen. Filme aus Deutschland sind mittlerweile auch international sichtbar, es hat sich in den vergangenen Jahren sehr viel entwickelt.“ Deutsches Kino sei auch durch die Einflüsse verschiedener Kulturen geprägt, die dort leben, betont er. Es gebe also nicht mehr den „typischen“ deutschen Film.

Rafał Mościcki, der Vorsitzende des Vereins Opolskie Lamy, will im Kino Meduza die Vielfalt deutscher Filme zeigen
Foto: Mika Ballhausen
Auch Kinderfilme mit dabei
Die Filme für dieses Jahr habe er ausgesucht, weil sie alle einen interessanten Blick auf die Gesellschaft werfen und zum Nachdenken anregen. „In dem Film ‚In die Sonne schauen‘ von Mascha Schilinski kann man eine sehr schöne Geschichte über das Zusammenleben von mehreren Generationen erleben.“ Auch die Kinderfilme, die während der Woche gezeigt werden, hätten alle eine besondere Botschaft und seien nicht nur Action oder Abenteuer. „Es geht um das Erwachsenwerden, wie man sich in der Welt bewegt und was einen selber ausmacht.“
Rafał Mościcki betont ebenfalls, dass er gerne Filme zeigt, die nicht mehr im Kino zu sehen sind und ihnen damit sozusagen eine zweite Chance gibt.
Die diesjährige Deutsche Kinowoche wird vom Deutschen Konsulat als Veranstaltungspartner unterstützt und aus dem Haushalt der Stadt Opole finanziert.