Die Kruttinna ist wohl der bekannteste und angeblich auch der schönste Fluss in Masuren. Eine Paddeltour auf ihr gehört zum festen Programm jeder Reise. Doch nicht alle Masuren hatten bisher die Gelegenheit, sich davon selbst zu überzeugen.
Auf Erkundungstour
Ob das tatsächlich so ist, wollten die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft „Masuren“ in Lyck am 30. August herausfinden. Am frühen Morgen machte sich eine 24-köpfige Gruppe auf Erkundungstour.
Die Ausflügler begannen ihre Tour mit einer einstündigen Fahrt auf der Kruttinna in traditionellen Stakenbooten.

Gemeinsam Geschichte und Landschaften Masurens entdecken.
Der Fluss schlängelt sich durch eine eiszeitliche Schlucht, umgeben von den Wäldern des Masurischen Landschaftsparks. Das Boot bietet Platz für zehn Personen und wird von einem sogenannten Stakerz gesteuert. Ich kann bestätigen, dass der Fluss tatsächlich sehr malerisch ist – berichtet Urszula Sasińska, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft „Masuren“.
„Das Wetter spielte mit, sodass die Erkundungstour der Masuren durch Masuren sehr gelungen war.“
Auf den Spuren der Altgläubigen
Nach der Bootsfahrt kehrten die Lycker in einem nahe gelegenen Restaurant zum Mittagessen ein und fuhren anschließend nach Eckertsdorf. Dort besichtigten sie das ehemalige Frauenkloster der Altgläubigen am Duss-See. Im Kloster befinden sich Erinnerungsstücke und die Ausstattung der Ordensschwestern, die aus Russland hierher gekommen waren.

Die Teilnehmer besuchten auch Eckertsdorf und Nikolaiken.
„Das Wetter spielte mit, sodass die Erkundungstour der Masuren durch Masuren sehr gelungen war.“
Unsere Reiseführerin Katarzyna Plichta erzählte uns auch von den umliegenden Dörfern, die von Altgläubigen gegründet wurden, die im 19. Jahrhundert vor religiösen Verfolgungen aus Russland nach Preußen flohen. Sie fanden in der Johannisburger Heide Zuflucht – erzählt Urszula Sasińska.
Nikolaiken und masurische Legenden
Anschließend machte sich die Gruppe auf den Weg nach Nikolaiken. Dort spazierte sie entlang der Uferpromenade des Seglerdorfs mit Blick auf den Nikolaiker See und das Talter Gewässer. Auf dem Marktplatz von Nikolaiken erzählte die Reiseführerin den Lyckern die Legende über das Stadtwappen und die Entstehung des Ortes.

Unterwegs zu den interessantesten Orten der Region.
Das Wetter spielte mit, sodass die Erkundungstour der Masuren durch Masuren sehr gelungen war. Und all die Geschichten darüber, wie schön es dort ist, bestätigten sich.
Das Projekt „Entdeckung der lokalen Geschichte“ wurde vom Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen gefördert.