Workshops mit Geschichte

Ab dem 21. September startet die nächste Ausgabe von „Heimatkunde“

12 August 2026, 17:00 Bildung

Der Bund der Jugend der Deutschen Minderheit (BJDM) führt dieses Jahr das Projekt „Heimatkunde“ erneut durch. Die kostenlosen Geschichts- und Sprachworkshops, die bereits in vergangenen Jahren vom BJDM organisiert wurden, stießen bei Gruppen aus der Woiwodschaft Oppeln und darüber hinaus auf großes Interesse. Über die Einzelheiten der diesjährigen Ausgabe von „Heimatkunde“ sprach Michał Florek mit Michael Materlik, dem Koordinator des Projekts.

Woher kam die Idee zur Durchführung der Veranstaltung?
„Heimatkunde. Meine-Deine-Unsere Geschichte“ fand erstmals im Jahr 2022 als gemeinsames Projekt des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) und des Bundes der Jugend der Deutschen Minderheit in der Republik Polen (BJDM) statt. Die Idee war, ein Projekt zu schaffen, das auch den Jüngsten auf spielerische Weise die Geschichte Oppelns und seiner Umgebung und damit des Oppelner Schlesiens näherbringt – von den Anfängen im 9. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Teilnehmer sollten die Geschichte der Orte besser kennenlernen, an denen sie zuvor so oft vorbeigegangen waren, ohne sich ihrer Bedeutung bewusst zu sein.

Ziel des Projekts ist es, den Teilnehmern Geschichten näherzubringen, die zunehmend in Vergessenheit geraten, und sie für die Bedeutung der Regionalgeschichte zu sensibilisieren. Quelle: BJDM

Aus welchen Bausteinen werden sich die Workshops im Rahmen von „Heimatkunde“ zusammensetzen?
Alle Workshops bestehen aus drei grundlegenden Bausteinen. Der erste widmet sich der Geschichte der Region und ihrem historischen Kontext. Die Teilnehmer erfahren, wie ihre Vorfahren in dieser Region lebten und mit welchen Gegebenheiten sie sich im Alltag auseinandersetzen mussten. Der zweite Baustein konzentriert sich stärker auf die deutsche Sprache. Die Teilnehmer absolvieren Sprachübungen und präsentieren anschließend gemeinsam die Ergebnisse. Der dritte Baustein umfasst einen geführten Rundgang durch das Zentrum Oppelns. Die Teilnehmer lernen interessante Geschichten und den Hintergrund sowohl bekannter als auch weniger bekannter Orte in der Stadt kennen.

Was ist das Ziel des Projekts?
Ziel des Projekts ist es, den Teilnehmern Geschichten näherzubringen, die zunehmend in Vergessenheit geraten, und sie für die Bedeutung der Regionalgeschichte zu sensibilisieren. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist auch die Stärkung von Identität und Zugehörigkeitsgefühl sowie die Entwicklung interkulturellen Verständnisses. Darüber hinaus haben die Teilnehmer die Gelegenheit, sich mit der deutschen Sprache vertraut zu machen und ihre Sprachfähigkeiten zu verbessern sowie das Angebot des BJDM kennenzulernen.

„Die Idee war, ein Projekt zu schaffen, das auch den Jüngsten auf spielerische Weise die Geschichte Oppelns und seiner Umgebung und damit des Oppelner Schlesiens näherbringt – von den Anfängen im 9. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Teilnehmer sollten die Geschichte der Orte besser kennenlernen, an denen sie zuvor so oft vorbeigegangen waren, ohne sich ihrer Bedeutung bewusst zu sein.“

An wen richtet sich das Projekt?
In erster Linie an organisierte Gruppen von Kindern und Jugendlichen, wie Schulklassen, Jugendgruppen oder DFK-Gruppen. Aus diesem Grund wenden wir uns insbesondere an Lehrerinnen und Lehrer aus der Region, die im Rahmen ihres Unterrichts die regionale Geschichte stärker berücksichtigen möchten.

Welche Neuerungen habt ihr im Vergleich zur vorherigen Ausgabe eingeführt?
Die vorherige Ausgabe des Projekts wurde trotz unvorhergesehener Schwierigkeiten erfolgreich durchgeführt. In der neuen Ausgabe haben wir eine wichtige Änderung vorgenommen: Die Teilnehmer können entscheiden, ob sie an den Workshops in Präsenz im Jugendzentrum der Deutschen Minderheit in Oppeln teilnehmen möchten oder bei sich vor Ort – im Klassenzimmer oder an einem anderen selbst gewählten Ort. Bei Wahl der Workshops vor Ort entfällt natürlich der Rundgang durch das Oppelner Zentrum.

Wo gibt es Informationen zur Teilnahme an „Heimatkunde“?
Weitere Informationen zum Projekt „Heimatkunde. Meine-Deine-Unsere Geschichte“ und zu den Teilnahmemöglichkeiten finden Sie auf der Website des BJDM und in den sozialen Medien der Organisation. Informationen zum Projekt erteilen wir auch telefonisch unter der Nummer +48 534 504 996 sowie per E-Mail unter biuro@bjdm.eu.

Wir laden herzlich zur Teilnahme am Projekt und zur Kontaktaufnahme zwecks Vereinbarung eines individuellen Workshop-Termins ein.

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