Immer mehr katholische Priester in Deutschland geben ihr Amt auf, um offen mit einer Partnerin zu leben, während zugleich die Debatte über eine freiwillige Gestaltung des Zölibats zunimmt.
Zuckerstreuer soll früher kommen
Wer in Zukunft zu süßen Getränken greift, muss tiefer in die Tasche greifen. Das Bundesgesundheitsministerium plant eine Sonderabgabe, die den Konsum von ungesunden Dickmachern bremsen soll. Doch der Entwurf des Finanzministeriums geht deutlich weiter als gedacht: Auch zuckerfreie Light-Limonaden, Säfte und pflanzliche Alternativen wie Hafer- oder Mandelmilch sollen extra kosten. Ein Liter Haferdrink könnte dadurch bald um 26 Cent teurer werden. Während die Politik argumentiert, dass die Bevölkerung so vor Übergewicht und Diabetes geschützt und der Süßgeschmack generell entwöhnt werden soll, gibt es heftige Kritik. Das Landwirtschaftsministerium läuft bereits Sturm gegen die Pläne. Der Grund: Allein die Abgabe auf normale Softdrinks würde schätzungsweise zwei Milliarden Euro jährlich einbringen. Das ist weit mehr als die benötigten 650 Millionen Euro zur Rettung der Krankenkassen. Kritiker vermuten daher, dass es dem Staat im Kern nur darum geht, neue Einnahmequellen für den Bundeshaushalt zu erschließen. Quelle: wdr.de.

Auch Cola Zero soll von der neuen Steuer getroffen werden.
Foto: Annikdance / Wikimedia Commons.
Sachsen-Anhalt ohne Staatsfernsehen?
Die Alternative für Deutschland hat Chancen in Sachsen-Anhalt künftig die Regierung zu stellen. Eines der Kernanliegen ist dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Finanzierung zu streichen. Der Mitteldeutsche Rundfunk reagiert darauf mit einer besonderen Initiative. Am Montagabend schaltete der MDR während seiner Nachrichtensendung plötzlich auf Schwarz, um den Zuschauern die Folgen einer solchen Politik drastisch vor Augen zu führen. Auf dem dunklen Schirm war zu lesen und zu hören, dass es den Sender in Sachsen-Anhalt bald gar nicht mehr geben könnte. Die Partei plant, nach einem Wahlsieg den Medienstaatsvertrag zu kündigen. Laut dem MDR-Intendanten ist vielen Bürgern überhaupt nicht bewusst, was dieser Schritt bedeutet. Ein Ausstieg würde das Aus für das Fernsehprogramm, den Hörfunk und die Internetberichterstattung in Sachsen-Anhalt bedeuten. Allerdings würde der Rundfunkbeitrag für die Einwohner nicht automatisch wegfallen, da ein einzelnes Bundesland das nicht alleine entscheiden kann. Die AfD bezeichnet das Programm als manipulative Beeinflussung und will ihm den Stecker ziehen. Sollte das Land die Zahlungen einstellen, müsste der MDR als stark verkleinerter Sender für Thüringen und Sachsen weitermachen. Quelle: bild.de.
Köln verweigert Abschiebungen
Beim Thema Migration macht Köln im Moment negative Schlagzeilen. Nicht nur verweigerte die Stadt geplante Abschiebungen, sondern ließ damit auch Straftäter bleiben. Die Verwaltung lehnte ein Hilfsangebot des Landes ab, Ersatzpapiere für 471 ausreisepflichtige Menschen vom Westbalkan zu besorgen. Statt sie in ihre Heimat zurückzuschicken, wollte Köln den Betroffenen lieber mit Sozialarbeitern helfen, dauerhaft in Deutschland zu leben. Wie nun herauskam, ist etwa jeder Dritte von ihnen seit Herbst 2024 mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Insgesamt sollen 152 Personen von dieser Liste seither fast 570 Straftaten begangen haben. Unter den Betroffenen, die eigentlich das Land verlassen müssten, sind auch bereits verurteilte Kriminelle. Besonders brisant: Einige Mitglieder einer Großfamilie, die im August in eine Schießerei verwickelt waren, standen ebenfalls auf dieser Abschiebeliste. Zudem gab es Fälle, in denen Familien trotz Vorstrafen viel staatliche Hilfe bekamen. Die Stadtverwaltung selbst wollte die konkreten Zahlen zu den Verbrechen bisher nicht bestätigen und verwies darauf, dass unklar sei, ob es sich um laufende Ermittlungen oder feste Urteile handelt. Quelle: tagesschau.de.

Köln wird Schauplatz eines Migrationsskandals.
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Deutscher Milliardär verstorben
Einer der reichsten deutschen Männer ist verstorben. Klaus-Michael Kühne hinterlässt ein Vermögen von fast 40 Milliarden Euro und ein Loch in der Unterstützung eines deutschen Kultfußballklubs. Der bekannte Logistik-Unternehmer schlief im Alter von 89 Jahren in seinem Schweizer Wohnort friedlich ein. Das teilte seine Firma Kühne+Nagel mit, die einst von seinem Großvater gegründet und von ihm selbst zu einem weltweiten Riesen aufgebaut wurde. Kühne galt als einer der einflussreichsten Geldgeber des Landes und hielt riesige Anteile an bekannten Firmen wie Hapag-Lloyd und der Lufthansa. Besonders den Sportfans in seiner Heimatstadt Hamburg war der Milliardär ein Begriff. Er steckte über viele Jahre Unmengen an Geld in seinen geliebten HSV, rettete das Stadion und kaufte neue Spieler. Auch Krankenhäuser, die Forschung und Kulturprojekte wie eine neue Oper bekamen von ihm finanzielle Hilfe. Da der Verstorbene und seine Ehefrau keine Kinder haben, wurde die Zukunft des Geldes schon vor langer Zeit vertraglich geregelt. Die eigene Stiftung übernimmt nun den Großteil des riesigen Erbes und steuert die Firmenanteile weiter. Für die Wirtschaft geht damit eine Ära zu Ende. Quelle: finanzen.net.
Priester wählen Beziehungen
Das Zölibat macht immer mehr katholischen Priestern in Deutschland zu schaffen. Mittlerweile geht die Anzahl über 100 Pfarrer hinaus. So viele Geistliche haben Schätzungen zufolge in den letzten 15 Jahren bereits ihren Dienst quittiert, um fest mit einer Partnerin zusammen zu sein, da sie das einsame Leben ohne Ehe nicht mehr ertragen konnten. Ein aktuelles Beispiel aus Hessen zeigt, wie emotional solche Trennungen sind: Ein Pfarrer gab nach fast vier Jahrzehnten im Dienst seinen Beruf auf, um seine heimliche Freundin zu heiraten. Die Gemeinde reagierte geschockt und unter Tränen. Interne Kreise schätzen sogar, dass rund ein Drittel aller katholischen Geistlichen eine verbotene Beziehung führt. Viele Betroffene hielten den Druck des Doppellebens irgendwann nicht mehr aus und arbeiten heute in völlig anderen Berufen, wie etwa als Lehrer. Während Rom strikt an den alten Regeln festhält, fordert beispielsweise der Limburger Bischof Georg Bätzing ein Umdenken. Er plädiert dafür, das Zölibat freiwillig zu gestalten. Seiner Meinung nach könnten verheiratete Männer und Familienväter eine echte Bereicherung für das Priesteramt sein. Quelle: merkur.de.

Das Zölibat macht immer mehr katholischen Priestern in Deutschland zu schaffen.
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Bahnsituation immer schlimmer
Die Deutsche Bahn zeigt keine Entspannungsanzeichen. Nach neuesten Angaben ist unlängst jeder 12 Zug ausgefallen. Konkret bedeutet das für die ersten sechs Monate dieses Jahres, dass acht Prozent der ICE- und IC-Verbindungen entweder komplett gestrichen oder nur auf Teilstrecken unterwegs waren. Das ist der zweitschlechteste Wert innerhalb der vergangenen sieben Jahre. Noch schlimmer war die Lage nur im von Streiks geprägten Vorjahr. Die aktuellen Daten stammen aus einem Bericht des Verkehrsministeriums, der durch eine Anfrage der Grünen-Partei veröffentlicht wurde. Zudem glänzt das Staatsunternehmen nicht gerade mit Pünktlichkeit: Nicht einmal 60 Prozent der Fernzüge erreichten rechtzeitig ihr Ziel. Die gestrichenen Fahrten fallen dabei noch nicht einmal ins Gewicht. Aus der Politik kommt daher die klare Forderung, dass die Regierung und die Bahnführung endlich handeln müssen. Es fehle an Vorsorge bei der Wartung sowie an Personal und Ersatzwaggons in den großen Bahnhöfen. Die Bahn selbst beschwichtigt jedoch. Eine Sprecherin erklärte, dass viele Reisende einfach auf andere Verbindungen ausweichen konnten und Pannen durch modernere Züge stark abgenommen hätten. Quelle: spiegel.de.