Der AfD-Politiker Ulrich Siegmund könnte in Sachsen-Anhalt Ministerpräsident werden und hat bereits konkrete Pläne für den Fall eines Wahlsiegs. Außerdem geht es in unserer Rubrik „Vaterland“ um Hitzeschutz, die Bundeswehr, Zalando und ein besonderes Reiseziel in Bayern. Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Bundesrepublik Deutschland für Sie zusammengefasst.
AfD-Politiker könnte Ministerpräsident werden
Er könnte der erste Ministerpräsident der Alternative für Deutschland werden: Ulrich Siegmund. Die Chancen des Politikers stehen gut. Aktuell liegt der 35-Jährige in den Umfragen vorne. Konkrete Pläne für die ersten Schritte im Amt hat er bereits.
In einem langen Interview erklärte der Spitzenkandidat seine Pläne für den Fall eines Wahlsiegs. Ganz oben auf seiner Liste steht der Stopp staatlicher Zahlungen an private Organisationen und Vereine. Wer sich politisch einmischt, soll zudem steuerliche Vorteile verlieren und eventuell Geld nachzahlen müssen. Beim Thema Migration fordert Siegmund eine strikte Arbeitspflicht für Asylsuchende. Das will er schnell durch eine Anweisung an die Landkreise durchsetzen. Zudem plant der Politiker den öffentlich-rechtlichen Rundfunk umzugestalten. Den Staatsvertrag mit dem MDR möchte er über das Parlament auflösen, was nach einer Frist das Aus für den Sender bedeuten könnte. Schließlich soll die Verwaltung umgebaut werden. Siegmund will Führungsposten in den Ministerien mit eigenem Personal besetzen, verspricht normalen Beamten aber eine faire Zusammenarbeit. In einigen Umfragen im Hinblick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erzielt die AfD Spitzenwerte von bis zu 42 Prozent.
Quelle: bild.de.

Ulrich Siegmund: Er könnte der erste Ministerpräsident der AfD werden.
Foto: Roy Zuo/Wikimedia Commons
Deutschland ist für extreme Hitze nicht gewappnet
Das deutsche Gesundheitswesen hat ein Problem. Wie ein neuer Bericht zeigt, gibt es beispielsweise in Pflegeeinrichtungen keinen ausreichenden Hitzeschutz. Wenn das Thermometer im Sommer extrem nach oben klettert, geraten Senioren und Kranke in Kliniken und Heimen in Lebensgefahr.
Das Robert Koch-Institut verzeichnete bereits über 12.000 Hitzetote, wobei ältere Menschen die große Mehrheit der Betroffenen ausmachen. Trotz dieser ernsten Lage fehlt es in den allermeisten Patientenzimmern an einer Kühlung. Daten belegen, dass nicht einmal die Hälfte der Patientenzimmer über eine Klimaanlage verfügt. Verantwortlich für die Ausstattung sind die Bundesländer, doch diese halten sich mit strengen Regeln merklich zurück.
Kaum eine Regierung möchte den Kliniken konkrete Anforderungen für Kühltechnik vorschreiben. Stattdessen schieben die Ministerien die Pflicht auf die einzelnen Betreiber ab oder verweisen auf unverbindliche Leitfäden. Auch finanzielle Hilfen für Sanierungen werden von den Einrichtungen bisher kaum abgerufen. Experten schlagen Alarm und fordern angesichts der Rekordtemperaturen ein schnelles Umdenken der Politik, um verletzliche Patienten besser zu schützen.
Quelle: br.de.
Bundeswehr soll für Sicherheit sorgen
Ab kommendem Jahr soll eine Brigade der Bundeswehr dauerhaft in Litauen stationiert werden. Für die Sicherheit Europas wäre das ein wichtiger Schritt, doch noch fehlt es an Personal. Bis 2027 will das Verteidigungsministerium unter Boris Pistorius rund 4.800 Soldatinnen und Soldaten an die NATO-Ostflanke entsenden. Zwar haben sich bereits viele Soldaten freiwillig gemeldet, aber es fehlen weiterhin rund 2.000 Kräfte, vor allem bei großen Verbänden wie den Panzertruppen.
Um die offenen Positionen zu füllen, könnten am Ende sogar Zwangsversetzungen drohen, wie Pistorius bereits andeutete. Bisher lockte die Truppe mit kürzeren Dienstzeiten, Heimflügen am Wochenende und Info-Reisen vor Ort, doch vor allem bei den unteren Dienstgraden reicht das Interesse nicht aus. Grund dafür sind oft zu geringe finanzielle Zulagen für den Auslandseinsatz. Die Zeit läuft der Armee davon: Schon in den kommenden Monaten muss eine endgültige Entscheidung fallen, da die Planung für Umzüge und die Einhaltung von Fristen viel Vorlauf erfordern.
Quelle: thepik.de.
Zalando baut Stellen ab
Der deutsche Online-Modehändler Zalando muss offenbar sparen und baut aus diesem Grund Personal ab. Bei dem Unternehmen stehen in Berlin wieder rund 200 Arbeitsplätze vor dem Aus. Der Konzern möchte die Arbeitsverhältnisse diesmal einvernehmlich und ohne Zwang beenden, um in Zukunft flexibler auf dem Markt agieren zu können.
Genaue Details zu den aktuellen Kürzungen am Hauptstandort behält das Unternehmen allerdings für sich. Gleichzeitig verlagert die Firma Aufgaben ins Ausland: In der rumänischen Hauptstadt Bukarest soll ein neues Büro entstehen, das schrittweise wachsen und langfristig weitere Aufgaben übernehmen soll.
Der jetzige Stellenabbau reiht sich in eine ganze Kette von Sparmaßnahmen ein. Schon im Vorjahr strich die Einkaufsplattform in Berlin hunderte Jobs beim Kundenservice. Noch härter trifft es das Logistikzentrum in Erfurt, das nach einer Neuausrichtung des Vertriebsnetzes komplett geschlossen wird – trotz heftiger Proteste von Mitarbeitern und Politikern. Das Vorgehen von Zalando zeigt, dass der Konzern weiterhin mit Kostendruck zu kämpfen hat.
Quelle: bz-berlin.de.
Deutsche Ortschaft unter den schönsten der Welt
Wer noch kurzfristig einen Urlaubstipp sucht, der sollte unbedingt in Richtung Bayern schauen. Dort wurde nämlich eine Stadt in die Liste der schönsten der Welt aufgenommen. Das bekannte Magazin „Condé Nast Traveller“ hat eine Auswahl der 20 tollsten Kleinstädte rund um den Globus veröffentlicht, und das bayerische Rothenburg ob der Tauber hat es als einzige deutsche Stadt auf die Liste geschafft. Der historische Ort teilt sich die Ehre nun mit berühmten Reisezielen in Italien, Slowenien oder der Schweiz.
Urlauber in der fränkischen Kleinstadt können sich auf Zeitreise wähnen: Die alte Stadtmauer ist fast komplett erhalten, und beim Spaziergang durch die engen Gassen vorbei an alten Fachwerkhäusern fühlt man sich fast in ein Märchenland versetzt. Ein absoluter Hotspot für Fotos ist das weltberühmte Plönlein, ein kleiner Platz, an dem ein schiefes gelbes Haus steht. Es zieht Menschen aus aller Welt an.
Die Redaktion suchte für ihr Ranking ganz gezielt nach kleineren Orten, die durch eine besondere Mischung aus Geschichte, ansprechender Architektur und beeindruckender Natur überzeugen. Wer also eine echte Traumkulisse sucht, muss dafür gar nicht weit fliegen.
Quelle: travelbook.de.
AfD weiter vorne, Regierung mit schlechten Zustimmungswerten
Die Stimmung unter den deutschen Wählern scheint sich zumindest fürs Erste gefestigt zu haben. In einer aktuellen Umfrage liegt die Alternative für Deutschland weiterhin vorne. Die AfD kommt im aktuellen Sonntagstrend auf stabile 28 Prozent und baut den Abstand zur Konkurrenz weiter aus.
Für die etablierten Parteien sieht es dagegen im Hinblick auf die kommenden Landtagswahlen düster aus. Die Union verliert weiter an Boden und rutscht mit 20 Prozent auf den schlechtesten Wert seit fast fünf Jahren ab. Auch die SPD steckt in der Krise und verharrt bei 12 Prozent, womit sie sogar hinter den Grünen liegt, die auf 13 Prozent kommen. Die Linke kann leicht aufholen und zieht mit der SPD gleich. Einzig in Berlin zeichnet sich ein anderes Bild ab: Dort führt die CDU das Feld knapp vor der Linken an, gefolgt von der AfD auf dem dritten Platz.
Die Unzufriedenheit der Bürger mit der Bundesregierung und mit Bundeskanzler Friedrich Merz bricht unterdessen alle Negativrekorde. Fast vier von fünf Befragten stellen der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus.
Quelle: welt.de.