Wie erwartet und vorhergesagt hat die deutsche Fußballnationalmannschaft ihr Auftaktspiel bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada in Houston gegen Curaçao mit 7:1 gewonnen! Damit übernahmen die Schützlinge von Julian Nagelsmann die Führung in Gruppe E, in der außerdem die Teams der Elfenbeinküste und Ecuadors spielen, deren Duell mit einem 1:0-Sieg der Afrikaner endete.
Die Mannschaft von Julian Nagelsmann übernahm von den ersten Sekunden an die Initiative und drängte den Gegner tief in die Defensive. Der erste Treffer ließ nicht lange auf sich warten. In der 6. Minute brachte Nmecha nach Vorlage von Wirtz „Die Adler“ in Führung. Angespornt davon griffen die Deutschen weiter an, und als es schien, dass weitere Tore nur eine Frage der Zeit seien, überraschte Curaçao in der 21. Minute die viermaligen Weltmeister. Comenencia traf mit einem Schuss aus 16 Metern zum 1:1. Es war das erste Tor in der WM-Geschichte Curaçaos – ein Treffer, der die Deutschen kurzzeitig aus dem Rhythmus brachte, aber …
Bittere Antwort
Dieser Zustand hielt jedoch nicht lange an. Nach wenigen Minuten spielte Deutschland wieder flüssig, präzise und noch offensiver als zuvor und erspielte sich Chance um Chance. Nach einigen vergebenen Möglichkeiten brachte Schlotterbeck in der 38. Minute nach einer Flanke von Brown die „Die Mannschaft“ per Kopf erneut in Führung (2:1). Dieses Tor beruhigte das deutsche Team, ohne jedoch das Tempo zu drosseln. Das bekam die karibische Mannschaft kurz vor der Pause schmerzhaft zu spüren, als Havertz in der 45.+5 Minute nach einem Foul an Nmecha per Elfmeter zum 3:1 traf. Nur 120 Sekunden nach der Pause erhöhte Musiala nach Vorlage von Kimmich aus spitzem Winkel auf 4:1. Damit war klar, dass Curaçao keine Überraschung gelingen würde. Dennoch blieb „Die Adler“ offensiv und suchten weitere Treffer.
Der Auftritt von Undav
Besonders hervorzuheben ist, dass die Durchschlagskraft der deutschen Mannschaft ab der 64. Minute deutlich zunahm, als der Stürmer des VfB Stuttgart, Undav, eingewechselt wurde. Bereits vier Minuten nach seiner Einwechslung bereitete er den Treffer von Brown zum 5:1 vor, und zehn Minuten später erhöhte er nach Vorlage von Kimmich selbst auf 6:1. Doch damit nicht genug: In der 88. Minute spielte er einen intelligenten Pass auf Havertz, der mit einem technisch starken Abschluss den Endstand von 7:1 herstellte. Nach einem solchen Auftritt könnte Undav im nächsten Spiel der Deutschen am 20. Juni gegen die Elfenbeinküste in der Startelf stehen. In diesem Fall könnte Musiala seinen Platz verlieren, da er noch nicht in Bestform wirkt.
Gutes Omen
Abschließend ist zu erwähnen, dass Deutschland zuletzt bei einer Weltmeisterschaft 2014 mit 7:1 gewann, als sie im Halbfinale Gastgeber Brasilien derart deklassierten. Damals gewannen „Die Adler“ auch ihren vierten Weltmeistertitel, und Miroslav Klose wurde durch sein Tor zum Rekordtorschützen der WM-Geschichte. Interessant ist zudem, dass dies nicht der höchste deutsche WM-Sieg war. Den höchsten Erfolg erzielte „Die Mannschaft“ 2002 in Korea und Japan mit einem 8:0 gegen Saudi-Arabien. Weitere hohe Siege waren das 6:0 gegen Mexiko 1978 in Argentinien sowie das 7:2 gegen die Türkei bei der WM 1954 in der Schweiz.
Spielbericht
Deutschland – Curaçao 7:1 (3:1)
Tore: Nmecha (6.), Schlotterbeck (38.), Havertz (45.+5 Elfmeter, 88.), Musiala (47.), Brown (68.), Undav (78.)
Deutschland: Neuer – Kimmich (83. Anton), Tah (72. Rüdiger), Schlotterbeck, Brown (72. Raum) – Nmecha (72. Goretzka), Pavlović – Sané, Musiala (64. Undav), Wirtz – Havertz
Curaçao: Room – Floranus, Bazoer, Obispo, Fonville – Comenencia, L. Bacuna, Chong (82. Kastaneer), J. Bacuna – Locadia (65. Margaritha), Hansen (46. Antonisse)
Zuschauer: 68.021
Schiedsrichter: Jayed Jalal (Marokko)