Diesmal Niederschlesien
Am Donnerstag, dem 9. April, fand eine weitere auswärtige Sitzung der Gemeinsamen Kommission der Regierung und der nationalen und ethnischen Minderheiten statt. Diesmal wurde sie in der Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien – in Breslau – abgehalten. Traditionell traf sich die Gemeinsame Kommission mit Vertretern verschiedener Minderheitenmilieus – von den Roma über die deutsche, lemkische und ukrainische bis hin zur karaimischen Minderheit.
Während der Breslauer Sitzung wurde über die Situation der einzelnen Minderheiten im sozial-kulturellen, aber auch im Bildungsbereich gesprochen. Daher wurden Berichte des Bildungsministeriums zur Bildung sowie des Innenministeriums zur Verwendung finanzieller Mittel für Kulturprojekte und zur Finanzierung der Strukturen der jeweiligen Minderheiten vorgestellt – berichtet Ryszard Galla, Berater des Sejmmarschalls für nationale und ethnische Minderheiten.
Eine Vielzahl von Themen
Während der Sitzung wurden auch Probleme angesprochen, die bereits zuvor häufig signalisiert worden waren. Vor allem ging es um die Höhe der finanziellen Mittel für die Umsetzung von Projekten und deren Verwendung sowie um Fragen der Tätigkeit der Beauftragten der Woiwoden. Es handelt sich also um eine Reihe von Themen, die sich in verschiedenen Regionen wiederholen, doch… Während der Breslauer Sitzung war deutlich zu erkennen, dass das größte Problemfeld die Roma-Gemeinschaft darstellt. Es ist hinzuzufügen, dass sie im Gebiet der Woiwodschaft Niederschlesien stark verstreut ist, mit großen Zentren wie Waldenburg oder auch Breslau selbst, wo die Kommission die Gelegenheit hatte, ein Gemeinschaftszentrum zu besichtigen.
Krystyna Kadlewicz betonte, dass die Deutschen in der Woiwodschaft Niederschlesien seit der Nachkriegszeit ununterbrochen präsent sind, da bereits in den 1950er Jahren entsprechende Strukturen bestanden.
Wie steht es um die deutsche Minderheit?
Was die Deutschen in der Woiwodschaft Niederschlesien betrifft, so war bei der Sitzung eine Vertretung der Vorsitzenden der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft in Breslau – Krystyna Kadlewicz – anwesend, ebenso Vertreter großer deutscher Gemeinschaften aus Waldenburg und Liegnitz:
„Was das Funktionieren der Deutschen in Niederschlesien betrifft, so ist hervorzuheben, dass während der Sitzung der Gemeinsamen Kommission auch die Geschichte der Deutschen in dieser Region thematisiert wurde. Krystyna Kadlewicz betonte, dass die Deutschen hier ununterbrochen seit der Nachkriegszeit präsent sind, da bereits in den 1950er Jahren entsprechende Strukturen bestanden und natürlich auch in den 1990er Jahren, als sie sich nach den politischen Veränderungen in Polen neu organisierten“ – sagt Ryszard Galla.

Sitzung der Gemeinsamen Kommission der Regierung und der nationalen und ethnischen Minderheiten in Breslau.
Foto: Joanna Hassa
Ohne Kritik
Ryszard Galla wies zudem darauf hin, dass keine kritischen Stimmen im Sinne von „es fehlen Mittel für Projekte“ geäußert wurden. Er fügte jedoch hinzu, dass bei größeren finanziellen Mitteln diese sicherlich von der deutschen Minderheit sinnvoll genutzt würden:
„Abschließend ist hervorzuheben, dass jede Organisation der deutschen Minderheit die Mittel für Projekte erhalten hat, die sie beantragt hatte. Während der Breslauer Sitzung hatte ich auch Gelegenheit, mit Vertretern der Deutschen aus Waldenburg zu sprechen, die signalisierten, dass die Projekte, für die sie eine finanzielle Unterstützung beantragt hatten, auch tatsächlich gefördert wurden“ – so Ryszard Galla abschließend.
Krzysztof Świerc
