Nicht nur Tradition: Rosenmontag als Anlass für Planungen und Diskussionen

19 Februar 2026 Politik

Am 16. Februar fand in Proskau, am letzten Karnevalsmontag (Rosenmontag), ein traditionelles Treffen kommunaler und gesellschaftlicher Kreise statt, umgangssprachlich „politischer Śledzik“ (Hering) genannt. Die Veranstaltung bildet seit Jahren einen informellen Rahmen für Gespräche über lokale Angelegenheiten, Kultur sowie Kooperationspläne.

Initiator dieser Treffen ist seit vielen Jahren die deutsche Minderheit (Gemeindevorstand der SKGD in Proskau) – ein Milieu, das die Einwohner über gesellschaftliche Grenzen hinweg integriert und Raum für Dialog in lokalen Fragen schafft. Während der Gespräche wurden Vorschläge für sportliche, gesellschaftliche und bildungsbezogene Initiativen eingebracht. Diskutiert wurde unter anderem über Ostereiermal-Workshops und Bildungsveranstaltungen, Rechtsberatungen und -konsultationen, historische Veranstaltungen und Ausstellungen, eine Radtour in die Partnerstadt sowie Integrationsfahrten, unter anderem nach Katowice zur Aufführung „Weltmajstry“.

Während der Gespräche wurden Vorschläge für sportliche, gesellschaftliche und bildungsbezogene Initiativen eingebracht.

Wie die Teilnehmer des Rosenmontags betonten, stellen diese Treffen das einzige derartige Forum in der Gemeinde dar, in dem verschiedene Milieus Erfahrungen austauschen, Aktivitäten planen und Partner für gemeinsame Projekte suchen können. Wahrscheinlich war es jedoch das letzte Treffen im bisherigen, dem Kreisselbstverwaltungsamt in Oppeln gehörenden Lokal. Denn der Mietvertrag für die von der deutschen Minderheit genutzten Räume läuft aus, und das Kreisselbstverwaltungsamt in Oppeln sieht derzeit keine Möglichkeit, ihn zu verlängern.
„Das bedeutet die Notwendigkeit, einen neuen Raum für die kulturelle und bildungsbezogene Tätigkeit zu finden. In dieser Frage haben wir bereits erste Gespräche geführt, doch mehr dazu werde ich in einigen Wochen sagen können, da sich die Angelegenheit derzeit konkretisiert“, sagte Norbert Rasch, Beauftragter des Vorstands der Woiwodschaft Oppeln für Multikulturalität und zuständig für die Kontakte mit den Minderheitenorganisationen.

Das traditionelle Treffen kommunaler und gesellschaftlicher Kreise am Rosenmontag wird umgangssprachlich „politischer Śledzik“ (Hering) genannt.
Foto: DFK Proskau

Die Bedeutung dieses Treffens belegt die Tatsache, dass sich unter den geladenen Gästen unter anderem die Vizemarschallin der Woiwodschaft Oppeln Zuzanna Donath-Kasiura, der Vorsitzende des Woiwodschaftstags sowie der Vorsitzende des Oppelner VdG und der SKGD Rafał Bartek, der Woiwodschaftsrat und Berater des Sejmmarschalls für nationale und ethnische Minderheiten Ryszard Galla, der Bürgermeister von Proskau Krzysztof Cebula sowie Gemeinderäte, Schulzen, Vorsitzende der lokalen Kreise der Deutschen Minderheit und Norbert Rasch – Beauftragter des Vorstands der Woiwodschaft Oppeln für Multikulturalität und zuständig für die Kontakte mit den Minderheitenorganisationen – befanden.

Krzysztof Świerc

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