In einem Waldstück in der Nähe von Broschütz, das eng mit Erzbischof Alfons Nossol verbunden ist, wurde die erste Maiandacht des Jahres erneut zu einem starken Zeichen gelebter Tradition und regionaler Identität.
Die erste Maiandacht des Jahres am Waldbrunnen in Mosacz fand auch in diesem Jahr im Rahmen einer langjährigen Tradition statt und versammelte zahlreiche Gläubige aus der Pfarrei und Umgebung. Der besondere Ort im nahegelegenen Wald, der seit Jahren als spiritueller Treffpunkt gilt, wurde wieder zu einem Raum des Gebets, der Begegnung und des Innehaltens.
Zu Beginn begrüßte der Priester Grzegorz Kokot die Anwesenden und unterstrich die Bedeutung von Gemeinschaft sowie der Pflege lokaler Traditionen. Anschließend wurde die Maiandacht zu Ehren der Heiligen Jungfrau Maria gefeiert.
Am Ende erinnerte der Pfarrer daran, wie wichtig es sei, die eigenen Wurzeln nicht zu vergessen – den Ort der Herkunft, die Geschichte und jene Menschen, die die Gemeinschaft über Generationen hinweg geprägt haben.

Priester Grzegorz Kokot. Foto: Dominika Bassek
Ein Ort mit besonderer spiritueller Bedeutung
Der Waldbrunnen bei Broschütz ist kein gewöhnlicher Andachtsort. Sie ist eng mit der Person von Erzbischof Alfons Nossol verbunden, der diesem Ort eine besondere spirituelle Bedeutung zugeschrieben hat. Seit 2009 finden hier Maiandachten statt, seit einigen Jahren regelmäßig am 1. Mai – und sie haben sich fest im regionalen Kalender etabliert.
Die Atmosphäre vor Ort gilt als einzigartig: Wald, Vogelgesang und die natürliche Umgebung schaffen einen Raum, der Stille und Gebet gleichermaßen fördert.

Die erste Maiandacht des Jahres am Waldbrunnen in Mosacz.
Foto: Dominika Bassek
Gemeinschaft, Engagement und gelebte Tradition
Hinter der Veranstaltung steht der DFK Broschütz in Zusammenarbeit mit der Pfarrei und den Einwohnern. Die Vorbereitung des Geländes erfordert jedes Jahr erheblichen Einsatz – der Platz muss gesäubert, gemäht und sorgfältig vorbereitet werden.
„Dieser Ort hat eine besondere Atmosphäre. Natur, Vogelgesang, aber auch die Ausstrahlung selbst machen ihn einzigartig und unterstützen das Gebet“, betont die Vorsitzende des DFK, Bernadeta Latus-Suchińska.
Sie verweist zugleich darauf, dass die Pflege dieses Ortes eine gemeinsame Aufgabe ist – aber auch eine Herzensangelegenheit:
„Wir pflegen diese Tradition, die von Erzbischof Alfons Nossol begonnen wurde. Wir versuchen, dieses Erbe zu bewahren, damit dieser Ort nicht in Vergessenheit gerät. Gleichzeitig ist es auch ein Ort der Ruhe – man kann hier wirklich abschalten.“
Der Waldbrunnen bei Broschütz ist kein gewöhnlicher Andachtsort – Wald, Vogelgesang und Natur schaffen hier eine Atmosphäre, die Stille und Gebet gleichermaßen fördert.
Für viele Einwohner ist die Maiandacht am Waldbrunnen längst ein fester Bestandteil des Jahresrhythmus.
„Wenn wir diese Andacht nicht vorbereiten würden, wären die Menschen sicher enttäuscht. Das gehört inzwischen fest zu unserem Kalender – die Maiandacht an der Studzionka muss stattfinden“, betont Bernadeta Latus-Suchińska.
Selbst der Pfarrer erkundigt sich im Vorfeld regelmäßig nach den Vorbereitungen. Die Organisation liegt beim DFK Broschütz, unterstützt von der Pfarrei sowie den Einwohnern. Viele kommen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto, um an der Andacht teilzunehmen und den Ort gemeinsam zu gestalten.
Ein besonderer Dank gilt den Feuerwehrleuten, die für die Sicherheit bei der Anfahrt sorgten, sowie den Vertretern der deutschen Minderheit, die sich um die Vorbereitung des Geländes und die Bewirtung kümmerten.
In diesem Jahr wurde zudem die Informationstafel erneuert und mit neuen Fotos früherer Maiandachten ergänzt – ein kleines Archiv gelebter Tradition.
Diese verbindet Generationen, stärkt Gemeinschaften – und hält ein kulturelles wie spirituelles Erbe lebendig, das weit über den Moment hinausreicht.
Dominika Bassek