Im Herzen der Gogoliner Landschaft, an einem Ort, den viele seit Generationen mit Ehrfurcht und stiller Dankbarkeit aufsuchen, steht die Gottesmutterkapelle mit ihrer Quelle. In diesem Jahr begeht sie ihr 225-jähriges Jubiläum. Es ist ein Fest des Glaubens, der Tradition und der lebendigen Erinnerung an eine Legende, die bis heute Menschen berührt.
Der Überlieferung nach war es das Quellwasser an diesem Ort, das einst ein wundersames Geschehen begleitete. Aus Dankbarkeit für die erfahrene Gnade entstand im Jahr 1801 die Kapelle, die seither zu einem Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit geworden ist. Bis heute erinnert sie an die tiefe Frömmigkeit der damaligen Zeit und daran, wie stark Orte sein können, an denen sich Geschichte und Glaube miteinander verweben.
Der DFK Gogolin lädt herzlich ein, dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu feiern. Am Sonntag, den 10. Mai 2026, beginnt um 16:00 Uhr die feierliche Maiandacht in deutscher Sprache. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Gebet zu Ehren der Gottesmutter, begleitet von der Dankbarkeit für 225 Jahre Kapellengeschichte und für all das, was dieser Ort den Menschen bedeutet.
Die Legende erzählt von der Tochter der Grafenfamilie von Gaschin, die im 18. Jahrhundert blind geboren worden sein soll. Auf Rat einer alten Frau nahmen die Eltern das Kind mit zur Heilquelle in Gogolin
Im Anschluss an die Andacht erwartet die Besucher ein musikalischer Höhepunkt mit dem Ozi Brass Orchester. Die Musik soll dem Fest eine festliche, warme und zugleich heitere Atmosphäre verleihen, damit dieser Tag nicht nur besinnlich, sondern auch lebendig und gemeinschaftlich erlebt werden kann. Danach sind alle herzlich eingeladen, bei Kaffee, Tee und Gebäck in geselliger Runde zusammenzubleiben und den Nachmittag in guter Gemeinschaft ausklingen zu lassen.

Die Kapelle in Gogolin ist nicht nur ein Bauwerk, sondern ein Ort, an dem Erinnerung bewahrt und weitergetragen wird. Die Legende erzählt von der Tochter der Grafenfamilie von Gaschin, die im 18. Jahrhundert blind geboren worden sein soll. Auf Rat einer alten Frau nahmen die Eltern das Kind mit zur Heilquelle in Gogolin. Dort wuschen sie dem Mädchen mit dem Wasser der Quelle die Augen – fest im Glauben an Gottes Hilfe. Der Überlieferung nach erlangte das Kind daraufhin sein Augenlicht zurück. In diesem Wunder sah man die Erscheinung der Muttergottes, die der Gräfin an diesem Ort erschienen sein soll. Aus Dankbarkeit und zum Gedenken an dieses Ereignis stifteten die Gaschins die Kapelle an der Quelle, die bis heute ein Ort des Gebets und der Wallfahrt ist.
Andrea Polanski