Masurische Großmütter wissen, wie man aus dem, was zur Hand ist, etwas Gutes und Billiges zu essen macht. Und dabei geht es überhaupt nicht um Fertiggerichte aus „Biedronka“ oder „Lidl“. Es geht um kulinarische Traditionen, die man wie jede andere pflegen muss.
Traditionelle Gerichte aus Masuren
An der Werkstatt zu traditionellen masurischen Gerichten nahmen 19 Personen teil. Sie fand im Sitz der Gesellschaft „Masuren“ statt. Während der Werkstatt kochten die Mitglieder der „Masuren“ traditionelle Sauerampfersuppe und Kartoffelkuchen und buken zwei Apfelkuchen nach unterschiedlichen Rezepten. Alle Rezepte, nach denen sie diese Gerichte zubereiteten, stammen von Brygida Denert und werden in ihrer Familie von Generation zu Generation weitergegeben. Der Sauerampfer für die Suppe wuchs sogar in ihrem Garten.
Ein Zeichen der masurischen Küche ist, dass sie das nutzt, was die Natur hergibt: Obst, Pilze, Beeren, Kräuter sowie Honig und eben Sauerampfer. Außerdem ist Masuren eine Kartoffelregion. Traditionelle Gerichte sind Kartoffelpuffer, Kartoffelkuchen und gefüllte Kartoffelklöße. Sehr populär waren auch Süßwasserfische
Urszula Sasińska
Nach dem gemeinsamen Kochen folgte das gemeinsame Kosten der Gerichte. Am Ende wurden Kaffee und Kuchen gereicht. Dann hielt Urszula Sasińska, die Vorsitzende der Gesellschaft „Masuren“, einen Vortrag über die Tradition der masurischen Küche. Dabei wurde erklärt, warum die Teilnehmer der Werkstatt gerade Sauerampfersuppe und Kartoffelkuchen gekocht sowie Apfelkuchen gebacken hatten.
Was die Natur hergibt
„Ein Zeichen der masurischen Küche ist, dass sie das nutzt, was die Natur hergibt: Obst, Pilze, Beeren, Kräuter sowie Honig und eben Sauerampfer. Außerdem ist Masuren eine Kartoffelregion. Traditionelle Gerichte sind Kartoffelpuffer, Kartoffelkuchen und gefüllte Kartoffelklöße. Sehr populär waren auch Süßwasserfische“, erklärt Urszula Sasińska.

An der Werkstatt zu traditionellen masurischen Gerichten nahmen 19 Personen teil.
Foto: Archiv der „Masuren“
Beim Kaffee gab es Gespräche über die kulinarischen Traditionen in den Häusern der Mitglieder der Gesellschaft. Es wurden verschiedene Familiengeschichten erzählt – nicht nur über das Kochen. Das war ein sehr gut und angenehm verbrachter Tag. Alle bestätigten übereinstimmend, dass es ein Genuss nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele gewesen sei.
Lech Kryszałowicz