Heimat. Ich. Zukunft: Neue Ausstellung in Oppeln

3 Mai 2026, 12:00 Kultur 12

Bunte Werke sowie vielfältige Emotionen und Wahrnehmungen prägen die Ausstellung „Heimat. Ich. Zukunft“, die im Rahmen eines Workshops im vergangenen Oktober entstanden ist. Damals beschäftigten sich die Teilnehmer mit Fragen zu Herkunft und Selbstbild. Die daraus entstandenen persönlichen Collagen sind nun seit dem 9. April im Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen, in Oppeln öffentlich zu sehen.

Persönliche Geschichten in visuellen Collagen

Besucher erhalten unter anderem einen tiefen Einblick in die persönlichen Geschichten der Teilnehmer des Kurses, der sich aus Mitgliedern der deutschen Minderheit, der polnischen Mehrheitsgesellschaft sowie aus der Ukraine zusammensetzte, wie Iga Nowicz vom Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen – einer Abteilung der Öffentlichen Woiwodschaftsbibliothek in Oppeln – betont: „Die Werke wurden zuletzt in Allenstein im Rahmen dieser Wanderausstellung gezeigt. Die erstellten Collagen kreisen um die Frage: Wer bin ich eigentlich? Die einzelnen Werke können dabei auch ohne Sprachkenntnisse verstanden werden, denn die visuelle Ebene spielt eine zentrale Rolle.“

Jedes Werk beinhaltet spiegelnde Objekte.
Foto: Jonas Goddek

Vernissage als Raum für Begegnung und neue Beiträge

Mit einer Vernissage zur Eröffnung der Ausstellung entstanden am ersten Tag weitere vielfältige Collagen. Studierende der Universität Oppeln nahmen daran teil und brachten ihre Kreativität ein:
„Die Ausstellung ist offen für neue Beiträge und entwickelt sich ständig weiter. Bei der Vernissage haben die Studierenden ihren Teil dazu beigetragen, Ideen eingebracht und eigene Werke erstellt. Diese können nun parallel zu den Kunstobjekten der Workshopteilnehmer besichtigt werden“, erklärt Iga Nowicz.

Im Hinblick auf die Eröffnung der Ausstellung zeigt sie sich begeistert: „Die Vernissage am 9. April war sehr gut besucht. Es kam zu intensiven Gesprächen zwischen den unterschiedlichen Generationen, besonders zwischen älteren Besuchern und den jungen Studierenden. Die offene und persönliche Thematik der Ausstellung förderte diesen Austausch. Ich freue mich über das Ergebnis.“

„Die Ausstellung ist offen für neue Beiträge und entwickelt sich ständig weiter. Bei der Vernissage haben die Studierenden ihren Teil dazu beigetragen, Ideen eingebracht und eigene Werke erstellt.“  Iga Nowicz, Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen.

Noch bis zum 27. Mai haben Interessierte die Möglichkeit, die gestalteten Collagen im Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen zu besichtigen und dabei einen persönlichen Einblick in Identität und Herkunft der einzelnen Künstler zu gewinnen. Eine Anmeldung ist dafür nicht notwendig, betont Nowicz. Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite: https://cdwbp.opole.pl/strony-rodzinne-ja-przyszlosc-zapraszamy-na-wernisaz/?lang=de

Noch bis zum 27. Mai haben Interessierte die Möglichkeit, die gestalteten Collagen zu besichtigen.
Foto: Jonas Goddek

Ausblick und mögliche zukünftige Ausstellungsorte

Zukünftig könne sie sich vorstellen, die Kunstwerke erneut an anderen Orten zu präsentieren, etwa in Bibliotheken oder Gemeinschaftszentren: „Auch wenn derzeit keine Fortsetzung der Ausstellung geplant ist, besteht immer die Möglichkeit, sich bei Interesse mit uns in Verbindung zu setzen. Ich glaube, dass sich diese Ausstellung auch gut in einer Bibliothek oder in einem Gemeinschaftszentrum etablieren lässt. Wir würden uns freuen, wenn daran Interesse besteht!“

Möglich seien auch kleine kreative Workshops im Zusammenhang mit einer Ausstellung, sagt Nowicz. Die nächsten Wochen bleiben die Werke jedoch zunächst in Oppeln und werden in den Räumlichkeiten des Dokumentations- und Ausstellungszentrums der Deutschen in Polen, ul. Szpitalna 11, gezeigt.

Jonas Goddek

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