Allenstein

Wieder unter einem Dach: Verband kehrt ins Haus Kopernikus zurück

21 Mai 2026, 05:00 Kultur

Das Büro des Verbands der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren ist von der ulica Kopernika in die ulica Partyzantów 3 ins Haus Kopernikus umgezogen, das der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit gehört. Dort erhielt es einen Büroraum mit einer Fläche von 60 m² im zweiten Stock. Zum zweiten Mal.

Der Umzug fand am 28. April statt. Durchgeführt wurde er von einer Firma, aber auch Henryk Hoch, der Vorsitzende des Verbands, nahm daran teil. Er beschränkte sich nicht nur auf das Beobachten und Leiten der Arbeiten, sondern trug selbst Geräte und Dokumente.

Warum zieht das Büro des Verbands in den Sitz der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit, die nicht zum Verband gehört?

Nachdem sich der Vorstand der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit geändert hatte, haben sich unsere Organisationen einander sehr angenähert und wir arbeiten in vielen Fragen zusammen. Das ist verständlich, denn wir verfolgen dieselben Ziele. Eine weitere Annäherung ist ein deutlich besserer Zustand als die frühere Trennung. Zusammen sind wir stärker, erklärt Henryk Hoch, der Vorsitzende des Verbands.

Der Umzug in den von der AGDM gemieteten Raum hat auch eine finanzielle Dimension. Das Geld, das der Verband bisher dem Eigentümer des Büros in der ulica Kopernika gezahlt hat, stärkt jetzt die Kasse der AGDM.

Der Umzug in den von der AGDM gemieteten Raum hat auch eine finanzielle Dimension. Das Geld, das der Verband bisher dem Eigentümer des Büros in der ulica Kopernika gezahlt hat, stärkt jetzt die Kasse der AGDM.

Wieder unter einem Dach.
Foto: Lech Kryszałowicz

Auf diese Weise hilft unser Verband ihr bei der Realisierung der satzungsgemäßen Aufgaben und beim Erhalt des nicht gerade kleinen Hauses Kopernikus und stärkt damit die deutsche Minderheit in Allenstein – das ist unser gemeinsames übergeordnetes Ziel, unterstreicht Henryk Hoch.

Enge Zusammenarbeit unter einem Dach

Dazu, dass sich beide Organisationen unter einem Dach befinden sollten, ermunterten sie die Vorsitzenden des Verbands der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen und der Landsmannschaft Ostpreußen in Hamburg.

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Sie mussten uns nicht lange überreden, denn sowohl ich als auch Piotr Dukat, der Vorsitzende der AGDM, wissen sehr genau, dass das eine gute Lösung ist, sagt der Vorsitzende des Verbands.

Rückkehr ins Haus Kopernikus

Bedeutet dieser Umzug, dass die AGDM dem Verband beitritt?

Wir sind umgezogen, ohne den Allensteinern Bedingungen zu stellen. Wir kümmern uns verantwortungsvoll um das Wohl unserer gemeinsamen Angelegenheit, die Bewahrung unserer deutschen Identität und unseres Erbes. Da auch der AGDM daran liegt und sie in diese Richtung aktiv ist, vermute ich, dass das passieren wird. Der Verband ist keine übergeordnete Führung der zu ihm gehörenden Gesellschaften. Seine Mitglieder haben in allem ihre volle Selbstständigkeit. Wenn also die AGDM dem Verband beitritt, verliert sie nichts, sondern gewinnt die Unterstützung des gesamten Verbands und die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit den übrigen Gesellschaften. Ich weiß, dass der Vorstand der AGDM das hervorragend versteht, versichert Henryk Hoch.
Der VdGEM befand sich bereits einmal unter einem Dach mit der AGDM im Haus Kopernikus. Infolge der Unmöglichkeit einer Zusammenarbeit mit dem früheren Vorstand der AGDM zog er von dort aus. Jetzt kehrte er nach Jahren dorthin zurück.

Lech Kryszałowicz

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