Jugendpunkt in Kreuzthal

Junge Leute brauchen solche Begegnungen

7 August 2026, 11:00 Bildung , Kultur

Das Projekt Jugendpunkt, das vom Bund der Jugend der Deutschen Minderheit in Polen (BJDM) organisiert wird, geht in diesem Jahr in seine nächste Runde. Jugendpunkt ist ein Ort für Kinder und Jugendliche – ein Ort, an dem sie ihre Zeit aktiv verbringen, sich gut unterhalten und ihre Deutschkenntnisse verbessern können. Das Programm jedes Jugendpunkts wird individuell gestaltet – unter Berücksichtigung der Interessen, Leidenschaften und Vorlieben der Teilnehmer im Alter von 12 bis 16 Jahren.

An dem Projekt nehmen mittlerweile etwa 150 Personen teil, die bei den Treffen und Aktivitäten von 20 Jugendpunkten in vier Woiwodschaften – Oppeln, Schlesien, Niederschlesien und Ermland-Masuren – dabei sind. Einer der Treffpunkte ist der in Kreuzthal in der Gemeinde Malapane, dessen Koordinatorin Sybilla Kulig ist.

Eltern haben Vertrauen, die Teilnahmezahl stimmt

„Als wir anfingen, mussten wir mindestens fünf Kinder zusammenbekommen. Anfangs hatten wir nur eine solche Gruppe, aber mit der Zeit stieg die Zahl der Teilnehmer zuerst auf 15, dann auf 20, und jetzt sind es bereits 27“, beschreibt Sybilla Kulig die Anfänge des Projekts. „Im vergangenen Jahr waren es 23, daher freue ich mich sehr, dass die Gruppe wächst und dass die Eltern uns vertraut haben“, fügt sie hinzu.

Das Aktivitätenprogramm des Clubs ist sehr vielfältig. In der diesjährigen Ausgabe haben die Kinder und Jugendlichen aus Kreuzthal bereits an einer Übernachtung im Dorfgemeinschaftshaus, einer Schnitzeljagd und Ausflügen teilgenommen – wie einer Fahrradtour zum Turawa-See oder zum Gestüt in Boritsch. Neben den Ausflügen sind auch die Treffen vor Ort ebenso wichtig. Sie dauern in der Regel drei Stunden.

Einer der Treffpunkte ist der in Kreuzthal in der Gemeinde Malapane, dessen Koordinatorin Sybilla Kulig ist.
Foto: Stefani Koprek-Golomb

„Ich versuche immer, das Programm vorher vorzubereiten. Manchmal sagen die Jugendlichen jedoch, dass sie einfach nur sitzen, reden und ihre Probleme teilen möchten“, erinnert sich Sybilla Kulig. „Dann verbringen wir die Zeit mit Gesprächen oder spielen verschiedene Spiele. Junge Leute brauchen sowohl solche Treffen als auch die Möglichkeit, einfach ungezwungen zusammen zu sein“, fasst sie zusammen.

„Cool“ in allen Variationen

Aus den Gesprächen mit den Teilnehmern der Treffen in Kreuzthal wird sehr deutlich, wie „cool“ der Jugendpunkt ist. Dieses eine einfache Wort kann all die wertvollen Momente und Fähigkeiten beschreiben, die die Teilnehmer im Rahmen der Treffen erwerben.

„Die Leute hier sind sympathisch und es werden coole Aktivitäten organisiert. Neulich haben wir ein großes Plakat gemacht. Man kann auch Wissen erwerben. Wer nicht schreiben oder lesen kann, kann es hier lernen“, erzählt Alicja Majnusz aus Kreuzthal, eine der Teilnehmerinnen des Projekts.

„Dank des Jugendpunkts habe ich gelernt, keine Angst mehr vor Gesprächen mit Menschen zu haben“, stellt Franek stolz fest.

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„Ich habe hier meine Deutschkenntnisse verbessert“, fügt Agata hinzu.

„Ich kann nur empfehlen, hierherzukommen. Hier wird einem nicht langweilig. Es ist cool und wir haben viele Attraktionen – es gab eine Schnitzeljagd, wir haben zusammen Pizza gemacht“, wirbt Basia Buchta.

„Junge Leute brauchen sowohl solche Treffen als auch die Möglichkeit, einfach ungezwungen zusammen zu sein.“

Alle jungen Gesprächspartner betonen, dass sie durch die Aktivitäten ihre Deutschkenntnisse verbessert und neue, wertvolle Bekanntschaften geschlossen haben.

Von Jahr zu Jahr nimmt der Jugendpunkt Fahrt auf

„Das Ziel des Jugendpunkts ist es, die Aktivität junger Menschen in den Strukturen der deutschen Minderheit zu erhöhen und ihnen die Arbeit des BJDM näherzubringen“, beschreibt die Projektkoordinatorin des Bundes der Jugend der Deutschen Minderheit, Paulina Buhl. „Die Teilnehmer haben nicht nur Spaß, sondern verbessern auch auf kreative Weise ihre Deutschkenntnisse während der von den Animateuren geleiteten Aktivitäten“, ergänzt Buhl.

Foto: Stefani Koprek-Golomb

Die Türen jedes Jugendpunkts stehen stets offen, und die Anzahl der Punkte wächst von Jahr zu Jahr. Von Glatz bis Allenstein können Kinder und Jugendliche im Rahmen des Projekts etwas für sich finden.

Detaillierte Informationen finden sich in den sozialen Medien des Projekts: Instagram (https://www.instagram.com/jugendpunkt/), Facebook Jugendpunkt (https://www.facebook.com/jugendpunkt/) oder TikTok (https://www.tiktok.com/@jugendpunkt).

Das Projekt Jugendpunkt wird vom Bund der Jugend der Deutschen Minderheit organisiert und vom Bundesministerium des Innern der Bundesrepublik Deutschland (BMI), dem polnischen Innenministerium (MSWiA), der Woiwodschaft Oppeln sowie der Gemeinde Leschnitz kofinanziert.

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