Workshops zur Talentförderung mit wachsender Beliebtheit

Talente in Raschau geschmiedet

7 Juli 2026, 11:30 Bildung

Am Freitagnachmittag, dem 3. Juli, fand in Raschau in der Gemeinde Tarnau das Finale der vierten Ausgabe des Projekts „Sommerlabor der Talente – Letnie Laboratorium Talentów“ statt. Das fünftägige Projekt war eine hervorragende Gelegenheit für Kinder und Jugendliche, ihre Fähigkeiten frei und ohne Grenzen sowohl in häufig praktizierten als auch in ungewöhnlichen Bereichen weiterzuentwickeln.

Fünf Tage lang konnten die Projektteilnehmer – zu Beginn wegen der großen Hitze im Gebäude der vom Verein Pro Liberis Silesiae geführten Schule versammelt, später dann im Freien auf dem Dorfplatz – an vielfältigen Workshops teilnehmen. Das Themenspektrum des Projekts umfasste unter anderem Theater-, Näh-, naturwissenschaftliche, akrobatische sowie … mechanische und Bau-Workshops. Jeder der Bereiche stieß auf großes Interesse, und die Teilnehmer wählten ihre Workshops nach ihren eigenen Interessen oder danach, was sie entdecken wollten.

Von allen Seiten pulsierte das Leben – von Theaterproben über Kochkurse, Robotik mit LEGO-Steinen bis hin zu chemischen Experimenten. Foto: Michał Florek

Vom Keks bis zum Auto, von Stelzen bis zum Lagerfeuer

Wer den Platz betrat, auf dem das Projekt stattfand, konnte nur staunen. Von allen Seiten pulsierte das Leben – von Theaterproben über Kochkurse, Robotik mit LEGO-Steinen, chemische Experimente bis hin zu wirklich ungewöhnlichen Dingen wie dem … von Kindern durchgeführten Zerlegen eines Renaults. In der Mitte fanden Akrobatik- und Tanzübungen statt. Dazwischen huschte die Vorsitzende dieses ganzen Geschehens – Dr. Margarethe Wysdak, Vorsitzende des Vereins Pro Liberis Silesiae, der die Schule in Raschau betreibt.

„Das ,Sommerlabor der Talente’ findet nun bereits zum vierten Mal in Raschau statt, und wir freuen uns sehr, denn wir haben immer mehr Kinder, die ihre Talente außerhalb der Schule entdecken möchten“, erzählt uns die Organisatorin. „Ich denke, jedes Kind wird heute glücklich nach Hause gehen und davon träumen, was im Jahr 2027 geschehen wird“, fasst die Direktorin der Einrichtung zusammen.

Das fünftägige Projekt war eine hervorragende Gelegenheit für Kinder und Jugendliche, ihre Fähigkeiten frei und ohne Grenzen sowohl in häufig praktizierten als auch in ungewöhnlichen Bereichen weiterzuentwickeln. Foto: Michał Florek

In diesem Jahr gab es eine Neuerung unter den Stationen – einen Survival-Workshop. Wie die Betreuerinnen der Projektstation einräumen, ging die Idee von den Schülern der Einrichtung in Raschau selbst aus. „Wir können sagen, dass das ein fantastisches Abenteuer war. Wir denken, dass der Wald etwas in Vergessenheit geraten ist, weil heute der Computer ,das Sagen’ hat. Aber Gott sei Dank haben wir so viele Teilnehmer gefunden, die dieses Abenteuer einfach erleben wollten. Ich glaube, wir können gar nicht alles aufzählen, was wir gemacht haben: von der Wasserfiltration über den Bau von Schutzhütten bis hin zum Erkennen von Kräutern, die als Heilmittel oder zur Ersten Hilfe verwendet werden können“, berichten die Lehrerinnen voller Stolz. Es gibt wirklich Grund zum Stolz, denn alle Survival-Aktivitäten wurden von den teilnehmenden Schülern selbstständig durchgeführt. Die ungewöhnlichen Workshops im Freien haben auch einen zweiten, in der heutigen Zeit äußerst wichtigen Aspekt. „Wir leben in Zeiten, in denen wir eigentlich alles haben, aber die Zeiten können sich ändern. Deshalb halte ich es auch für wichtig, dass die Kinder wissen, wie sie sich zum Beispiel im Falle einer Evakuierung orientieren können. Es geht also wirklich um Grundlagen, etwa um die Himmelsrichtungen“, betont eine der Organisatorinnen.

„Das ,Sommerlabor der Talente’ findet nun bereits zum vierten Mal in Raschau statt, und wir freuen uns sehr, denn wir haben immer mehr Kinder, die ihre Talente außerhalb der Schule entdecken möchten.“
— Dr. Margarethe Wysdak

 

Labor – nicht nur für Talente

Eine besondere Rolle bei der Durchführung des „Sommerlabors der Talente“ spielt die deutsche Sprache, die von jeher ein Teil der Schule in Raschau ist – einer Schule, die zweisprachigen Unterricht mit Elementen der Pädagogik von Maria Montessori verbindet. Die Kurse wurden entweder zweisprachig oder mit Elementen der deutschen Sprache durchgeführt – wovon unter anderem die Schilder mit den Namen der Werkzeuge oder der im Rahmen des jeweiligen Workshops durchgeführten Tätigkeiten zeugten. Das aktive Sprachenlernen bewirkt, dass Kinder und Jugendliche sich mehr für den Erwerb dieses wertvollen Wissens interessieren – und wie die aktuelle Ausgabe des „Labors“ gezeigt hat, steigt die Zahl der an den Workshops Interessierten von Jahr zu Jahr.

Wie jedes Jahr erfreute sich die Akrobatik besonderer Beliebtheit. Foto: Michał Florek

Gibt es bereits Pläne für die nächste Ausgabe des „Sommerlabors der Talente“? Die Vorsitzende des Vereins Pro Liberis Silesiae, Dr. Margarethe Wysdak, sagt, dass die Kinder das letzte Wort haben werden. „Es wird von der nach den Ferien mit ihnen durchgeführten Auswertung und der Analyse ihres Interesses abhängen, was neu zum Workshop-Angebot hinzugefügt wird.“

Man kann also sicher sein, dass die nächste Ausgabe noch besser sein wird und noch mehr Teilnehmer an den Workshops teilnehmen werden.

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