Dorftradition

Zum 20. Mal Maibaum im DFK Blottnitz

13 Mai 2026, 11:00 Kultur

Der Maibaum gehört in Blottnitz längst zu den festen Traditionen des Dorflebens. In diesem Jahr feierten die Mitglieder des DFK Blottnitz gemeinsam mit eingeladenen Gästen bereits zum 20. Mal das Maifest. Nur während der Corona-Pandemie musste die Veranstaltung pausieren.

Die Geschichte dieser Tradition reicht bis ins Jahr 2000 zurück, als der Maibaum erstmals vom DFK Blottnitz aufgestellt wurde. Seitdem ist das Fest ein wichtiger Bestandteil des gemeinschaftlichen Lebens geworden.

Aufgestellt wurde der Baum traditionell am frühen Morgen des 1. Mai auf dem Grundstück von Izolda und Karol Figura.
Foto: Henryk Juretko

Vorbereitungen und gemeinsames Feiern

Bereits vor dem eigentlichen Fest bereiteten Mitglieder des DFK im Rahmen gemeinsamer Workshops Kränze und Schmuck für den Maibaum vor. Aufgestellt wurde der Baum traditionell am frühen Morgen des 1. Mai auf dem Grundstück von Izolda und Karol Figura. Dort ragt er bis heute sichtbar über die umliegenden Gebäude hinaus. Besonders auffällig ist die oberschlesische Fahne an der Spitze des Baumes.

Die Fortsetzung des Maifestes fand am 10. Mai im Schlosspark statt. Nach der Begrüßung und dem gemeinsamen Singen des Oberschlesienliedes versammelten sich Mitglieder des DFK sowie Gäste zu einem Rundgang durch den Park. Angeführt von einem symbolischen Maibaum und begleitet von einem Blasorchester zog die Gruppe gemeinsam durch die Anlage.

Bereits vor dem eigentlichen Fest bereiteten Mitglieder des DFK im Rahmen gemeinsamer Workshops Kränze und Schmuck für den Maibaum vor.
Foto: Henryk Juretko

Anschließend wurden die Teilnehmer zu Kaffee und Kuchen in die Räumlichkeiten des Schlosses eingeladen. Das gesellige Beisammensein wurde durch Vorträge bereichert, unter anderem zur Geschichte des Maibaums sowie zur Herkunft des Monatsnamens Mai aus der Antike. Auch Gedichte von Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine und Clemens Brentano wurden vorgestellt. Ergänzt wurde das Programm durch Informationen über historische Gemälde und traditionelle Bauern- und Wetterregeln.

Vorbereitungen und gemeinsames Feiern.
Foto: Henryk Juretko

Erinnerung und Gemeinschaft

„Das Treffen war vor allem eine Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen, zu singen und die Gemeinschaft zu pflegen“, betonten die Organisatoren. Gemeinsam wurden bekannte Lieder wie „Der Mai ist gekommen“, „Komm lieber Mai und mache“ oder „Segne du, Maria“ gesungen.

Die Geschichte dieser Tradition reicht bis ins Jahr 2000 zurück, als der Maibaum erstmals vom DFK Blottnitz aufgestellt wurde. Seitdem ist das Fest ein wichtiger Bestandteil des gemeinschaftlichen Lebens geworden.

Bereits am 9. Mai hatte der DFK Blottnitz zudem in der Hedwigskirche eine heilige Messe für die Opfer des Zweiten Weltkriegs aus den Dörfern Blottnitz, Centawa und Warmuntowitz organisiert. Dieser Gottesdienst findet seit dem Jahr 2000 jedes Jahr statt.

Der Vorstand des DFK Blottnitz bedankte sich bei allen Teilnehmern sowie für die finanzielle Unterstützung des Projekts aus Mitteln der Bundesrepublik Deutschland.

Henryk Juretko

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