Sport: Eröffnung der Feierlichkeiten zum 80-jährigen LZS-Jubiläum

23 März 2026 Sport

Es begann in Czarnowanz

Am 16. dieses Monats wurden die offiziellen Feierlichkeiten zum 80-jährigen Jubiläum der Volkssportvereine (LZS) eröffnet. Die Eröffnung hätte nirgendwo anders stattfinden können als in der Woiwodschaft Oppeln, denn in dieser Region wurde am 16. März 1946 der erste Volkssportverein Polens – der LZS Swornica Czarnowanz – registriert.

Parallel dazu fanden in der Woiwodschaft Oppeln an historisch bedeutsamen Orten wichtige Veranstaltungen zum Jubiläum statt. Unter anderem richtete das Büro des LZS-Woiwodschaftsverbandes in der ul. Barlickiego in Oppeln eine feierliche Versammlung zur Eröffnung der gesamtpolnischen Feierlichkeiten aus. Zahlreiche hochrangige Gäste nahmen teil, darunter Zbigniew Kubalańca, Vizemarschall der Woiwodschaft Oppeln, Antoni Konopka, Mitglied des Woiwodschaftsvorstands, Janusz Trzepizur, ehemaliger Spitzensportler und Olympionike, Łukasz Sowada, Vorsitzender des Kultur- und Sportausschusses im Oppelner Sejmik, sowie der Olympiamedaillengewinner Benedykt Kocot.

In Czarnowanz, Neustadt und Niewke

Auch auf dem Friedhof in Czarnowanz, der letzten Ruhestätte von Antoni Janik, einem angesehenen Sportfunktionär und Gründer des LZS Swornica Czarnowanz, fand eine Gedenkfeier statt. Ähnliche Zeremonien gab es in Neustadt zur Erinnerung an die beiden herausragenden Sportler Stanisław Szozda und Franciszek Surmiński sowie in Tempelhof. In der letztgenannten Ortschaft legten Vertreter des Gemeinderats Blumen am Denkmal für den Radrennfahrer und gebürtigen Tempelhofer Joachim Halupczok nieder. Gastgeber der Veranstaltung war der Gemeindevorsteher von Chronstau, Florian Ciecior (deutsche Minderheit). Zu den zahlreichen Ehrengästen in Tempelhof zählten Vertreter der nationalen LZS-Führung, Kommunalpolitiker sowie Personen, die eng mit Joachim Halupczoks Karriere verbunden waren.

Joachim Halupczok war neben seiner olympischen Silbermedaille auch Weltmeister und wurde 1989 in einer Umfrage des Przegląd Sportowy zum Sportler des Jahres gewählt.

Spitzenvertreter der deutschen Minderheit erweisen die Ehre

Bemerkenswert ist auch die Anwesenheit folgender Persönlichkeiten in Niewke: Jarosław Rzepa, Präsident des nationalen LZS-Verbandes; Anna Kocińska-Scholz, Vizepräsidentin; Marek Truchan, Vorstandsmitglied des Oppelner Radsportverbandes; Marian Staniszewski, erster Trainer von Joachim Halupczok; Adel Czernia, Schwester des Sportlers; Rafał Bartek, Vorsitzender des Sejmiks der Woiwodschaft Oppeln (deutsche Minderheit); Ryszard Galla, Berater des Sejmmarschalls für nationale und ethnische Minderheiten; sowie Gerard Halama, Präsident des LZS-Verbandes der Woiwodschaft Oppeln. Die Teilnehmer legten einen Kranz am Denkmal für Joachim Halupczok nieder und ehrten so sein Andenken.

16. März: Zeremonie auf dem Friedhof in Czarnowanz, der letzten Ruhestätte von Antoni Janik, einem Sportfunktionär, der den ersten LZS in Polen, den LZS Swornica Czarnowanz, gründete.
Foto: www.lzsopole.pl

Ein Gespräch mit Gerard Halama, Präsident des LZS-Woiwodschaftsverbandes Oppeln

Neues Wochenblatt.pl: Was für ein Mensch war Antoni Janik, der Pionier und Gründer des ersten Volkssportvereins in Polen?

Gerard Halama: Ich lernte ihn erst spät in seinem Leben kennen, hatte aber dennoch das Vergnügen, fünf Jahre lang mit ihm zusammenzuarbeiten. Er war ein wahrer Idealist und gesellschaftlich engagierter Mensch. Ein hochgebildeter und tatkräftiger Mann, der seine enorme Energie und seinen Optimismus unter anderem in die Gründung des ersten polnischen Volkssportvereins – LZS Swornica Czarnowanz – einbrachte, der am 16. März 1946 gegründet wurde. Antoni Janik gab dem Verein aus Czarnowanz auch den Namen „Swornica“, abgeleitet vom Fluss Swornica (Swornitze), der durch Czarnowanz fließt und in die Malapane mündet.

Man verbindet Volkssportvereine meist mit Fußball, doch in den letzten acht Jahrzehnten war es nicht der Fußball, der den LZS den größten Ruhm einbrachte …

Es stimmt, dass die LZS mit Fußball assoziiert werden, denn als Antoni Janik den ersten LZS gründete, war es ein reiner Fußballverein. Damals gab es keine andere Möglichkeit! Am einfachsten war es, einen Fußballverein zu gründen. Man brauchte nur ein Stück Land, das in einen Fußballplatz umgewandelt werden musste, zwei Tore und einen Ball. Zu dieser Zeit gab es keine Sporthallen oder andere Infrastruktur, was die Möglichkeiten, andere Sportarten auszuüben, natürlich einschränkte. Dadurch konnten sich andere Disziplinen nicht so dynamisch entwickeln. Tatsächlich ist Fußball auch heute noch die am weitesten verbreitete Sportart in den LZS. Aber ist er auch die erfolgreichste? Eher weniger.

Wie viele Sportarten werden derzeit unter dem Dach der LZS ausgeübt?

In den Oppelner LZS-Vereinen werden derzeit 25 verschiedene Sportarten ausgeübt. Darauf sind wir sehr stolz. Gleichzeitig wissen wir, was für die Athleten am wichtigsten ist: die Teilnahme an den Olympischen Spielen, den Paralympischen Spielen, den Europaspielen und den Jugendweltspielen.

Waren LZS-Sportler bei allen vier dieser Veranstaltungen vertreten?

Selbstverständlich. Insgesamt 30 Athleten – 19 Frauen und 11 Männer – gewannen zusammen 14 Medaillen. Besonders erfolgreich ist die aus den LZS hervorgegangene Leichtathletin Barbara Bieganowska-Zając, die bei den Paralympics sechs Medaillen, darunter fünf goldene, gewann. An zweiter Stelle steht der Radrennfahrer Stanisław Szozda mit zwei Medaillen bei Olympischen Spielen. Die übrigen LZS-Vertreter gewannen jeweils eine Medaille.

Wenn es um Radfahrer geht, gehört zu dieser Gruppe auch Joachim Halupczok – mein Favorit.

Das stimmt. Neben seiner olympischen Silbermedaille war unser Achim auch Weltmeister und wurde 1989 in einer Umfrage des „Przegląd Sportowy“ zum Sportler des Jahres gewählt. Das war ein großer Erfolg und eine besondere Auszeichnung. Auch die Radfahrer Edward Barcik und Benedykt Kocot kehrten mit Medaillen von den Olympischen Spielen zurück. Andrzej Zając gewann ebenfalls eine Medaille bei den Paralympics. Bei den Europaspielen gewann Radosław Marcinkiewicz, ein Ringer aus Namslau, die einzige Medaille für die LZS. Bei den Jugendweltspielen holte Anna Wloka aus Kupp eine Medaille im Kugelstoßen.

Welche Athleten mit olympischen Medaillen betrachten Sie als Ikonen der LZS?

Für mich sind sie alle Ikonen. Ich behandle sie alle gleich. Es sind herausragende Sportler und großartige Menschen, die zum guten Ruf der LZS beigetragen haben.

Krzysztof Świerc

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