Antidotum ist wieder da

Die Jugendzeitschrift kehrt zu ihren Wurzeln zurück

28 August 2026, 05:00 Kommentar , Kultur

Als ich am 15. Juni die Position des Chefredakteurs des Magazins „Antidotum“ des Bundes der Jugend der deutschen Minderheit in Polen (BJDM) übernehmen durfte, empfand ich einerseits Ehre, andererseits auch eine Art Last. So gelangte in meine jungen (erst achtzehnjährigen) Hände eine Zeitschrift, die mit ihrer 22-jährigen Tradition älter ist als ihr neuer Chefredakteur. Es blieb jedoch keine Zeit, darüber nachzusinnen, welch denkwürdiges Werk da auf meine Schultern fiel, sondern es hieß, sich an die Arbeit zu machen.

#Antidotum2026 – was, wie, wo?

Im zweiundzwanzigsten Jahr seines Bestehens wurde „Antidotum“ zu einer Halbjahresschrift. Zwei große Ausgaben mit je 52 Seiten bieten in ihren Spalten viel Raum, damit junge Menschen ihre Fantasien, Visionen und journalistischen Träume verwirklichen können. Am Anfang herrschte Chaos – aber hier gab es eine feste Vision, nämlich: HEIMAT. Das Thema der kleinen Heimat kehrt wie ein Bumerang bei jeder Gelegenheit zurück, bei der man sich um diese kleine Heimat kümmern kann. Daher beschäftigte sich die erste Ausgabe hauptsächlich mit diesem Thema. Vor uns liegen noch die zweite Ausgabe sowie zwei Journalistenschulungen – die erste davon findet bereits vom 18. bis 20. September in Oppeln statt.

Michał Florek mit Antidotum 1/2026. Foto: Mauro Oliveira

Junges Blut und starke Erfahrung

„Mein Theater sehe ich gewaltig“, schrieb Wyspiański. So sah ich auch meine Redaktion – „Antidotum“ ist ein Ort, an dem sich sowohl Raum für die „alten Hasen“ als auch für junge, frische Energie findet. Diese junge Energie konnte ich auch finden – von Sportbegeisterten wie Oskar Tomeczek über den ausländischen Blick von Tamara Khorn aus Kirgisistan bis hin zu den geografischen und sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftlich geprägten Analysen von Nikodem Czajkowski. Es gab auch erfahrene Autoren wie Franciszka Dzumla, Milena Skóra oder Mikołaj Kurowski. Die seit Jahren schreibenden Autoren sind die Stützen unserer Redaktion, und ihre Anwesenheit ermöglicht es den Jüngeren, Flügel zu entwickeln und wertvolles Feedback zu erhalten.

„Es gibt viele Blickwinkel, aber sie alle haben ein gemeinsames Thema. Gemäß unserem neuen Motto ,Wir schauen weiter‘ wünsche ich mir, dass es so viele dieser Blicke und dieser ,Weite‘ wie möglich gibt.“

Was gibt es in der neuesten Ausgabe?

Das Thema Heimat wurde von der Redaktion umfassend analysiert. Es fehlt nicht an Texten mit großer Bandbreite – von aktuellen Ereignissen wie dem Maibaum in Guttentag oder dem Sommer-Laboratorium der Talente in Raschau über eher Reportage artige Texte wie meinen eigenen Artikel „Mit der Woiwodschaftsstraße ins Herz der „Heimat”“, der den Blick auf kleine Heimaten aus dem Autofenster betrachtet, oder „Zwischen Busuluk und Bischkek“ von Tamara Khorn, die aus der Perspektive ihrer Familie auf die Irrfahrt der kirgisischen Deutschen und die Erfahrungen ihrer Vorfahren blickt.

Antidotum 1/2026. Quelle: INDIGO KOI / BJDM

Es gibt viele Blickwinkel, aber sie alle haben ein gemeinsames Thema. Gemäß unserem neuen Motto „Wir schauen weiter“ wünsche ich mir, dass es so viele dieser Blicke und dieser „Weite“ wie möglich gibt.

Daher richte ich einen Appell an junge Journalisten – „Antidotum“ wartet auf euch, auf euer Engagement und eure Texte!

Wo kann man „Antidotum“ erhalten?
• Online: HIER
• Persönlich: Bund der Jugend der deutschen Minderheit, Krupnicza 15, 45-013 Opole

Kontakt zur Redaktion:
redaktion@bjdm.eu

Das Projekt „Antidotum – Schulungsprogramm 2026“ wird aus Mitteln des polnisches Ministeriums für Inneres und Verwaltung finanziert und von der Selbstverwaltung der Woiwodschaft Oppeln kofinanziert.

Teilen:
Schulung für die deutsche Minderheit in Allenstein (Olsztyn)
vorheriger Artikel

Schulung für die deutsche Minderheit in Allenstein (Olsztyn)

Werbung

Ansichtssache

Umfrage

Neues Wochenblatt - Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.