Deutschsprachiger Gesangswettbewerb

Hanna Gach holt in Malapane den SUPERSTAR-Doppelsieg

29 September 2026, 17:00 Kultur

Erst der Sieg in ihrer Altersklasse, dann der große Triumph: Die 13-jährige Sängerin aus Walzen überzeugte die Jury auch im Gesamtfinale des SUPERSTAR 2026. 20 Finalisten standen auf der Bühne in Malapane – am Ende ging der Grand-Prix-Titel nach Walzen.

Zweimal fiel an diesem Abend derselbe Name: Hanna Gach. Zunächst wurde die 13-Jährige zur Siegerin der Kategorie B gekürt, anschließend kam die Überraschung des Abends. Aus den 20 Finalisten wählte die dreiköpfige Jury Hanna auch zum Grand Prix des SUPERSTAR 2026.

„Etwas Unglaubliches. Ich bin einfach sehr überrascht“, sagte die junge Sängerin unmittelbar nach der Bekanntgabe des Ergebnisses.

Die Doppelgewinnerin des Wettbewerbs: Hanna Gach aus Walzen.
Foto: SKGD

Der Wettbewerb des Jahres 2026 brachte mehr als 20 junge Sängerinnen und Sänger ins Finale. Insgesamt waren 78 Bewerbungen eingegangen. Auf der Bühne in Malapane traten sowohl Solisten als auch Duos an. Für jeden von ihnen blieben nur wenige Minuten, um Publikum und Jury mit einem deutschsprachigen Titel zu überzeugen.

Für Hanna Gach war dieser Auftritt der erfolgreichste ihrer bisherigen Wettbewerbslaufbahn.

Vom Kategoriesieg zum Grand Prix

Eröffnet wurde das Finale von Sylwia Kus, Sekretär der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD), und Marcin Widera, stellvertretender Bürgermeister von Malapane. Danach wartete auf die dreiköpfige Jury mit Korneliusz Wiatr, Karina Kupczyk und Joanna Zawierucha eine anspruchsvolle Aufgabe: Im gesamten Wettbewerb hörte sie 78 Teilnehmer, im Finale in Malapane bewertete sie schließlich 20 Finalisten live.

In der Kategorie B, in der Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren antreten, setzte sich die Sängerin aus Walzen gegen ihre Konkurrenz durch. Doch damit war für sie der Wettbewerb noch nicht beendet.

„Etwas Unglaubliches. Ich bin einfach sehr überrascht.“
Hanna Gach, Superstar-Gewinnerin

Die Jury entschied, ihre Leistung über die Altersgrenzen hinweg zum stärksten Auftritt des gesamten Finales zu erklären. Damit gingen zwei Auszeichnungen an eine 13-Jährige.

Hanna selbst hatte auf ein gutes Ergebnis gehofft. Mit dem Grand Prix gerechnet hatte sie jedoch nicht. Nun wartet auf sie eine besondere Auszeichnung: Sie darf ihren eigenen Song in einem professionellen Tonstudio aufnehmen. Anschließend wird dazu ein Musikvideo produziert. Für Hanna ist das auch deshalb etwas Besonderes, weil es ihr erster professioneller Solo-Auftritt im Studio sein wird.

„Das wird mein erster professioneller Studiotermin solo sein. Zuvor habe ich zweimal mit einer Gruppe aufgenommen“, erzählte sie.

Ob der SUPERSTAR-Wettbewerb der Beginn einer größeren musikalischen Reise werden könnte? Hanna antwortete darauf kurz und eindeutig: – Das würde ich mir wünschen.

Musik liegt in der Familie

Auch der zweite Platz der Kategorie B ging nach einem starken Auftritt an zwei Teilnehmerinnen: Julia Stefanides und Agnieszka Hober teilten sich den zweiten Platz. Dritte wurde Wiktoria Wiecha. Weitere Auszeichnungen gingen an Dariusz Ignatzek und Franciszek Berendowicz-Ciacha.

Eröffnet wurde das Finale von Sylwia Kus, Sekretär der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD), und Marcin Widera, stellvertretender Bürgermeister von Malapane.
Foto: SKGD

Für Julia Stefanides hatte der Finalabend noch eine ganz persönliche Dimension. Sie war nicht das einzige Familienmitglied auf der Bühne. Auch ihr Bruder Alexander nahm am Wettbewerb teil. Und offenbar könnte die musikalische Tradition in der Familie noch eine Generation weitergehen: Die jüngste Schwester Helenka zeigt bereits Interesse am Singen. Julia selbst war mit ihrem Ergebnis sehr zufrieden.

„Ich bin sehr glücklich und freue mich sehr. Ich habe den zweiten Platz erreicht und es hat mir hier sehr gut gefallen“, sagte sie nach ihrem Auftritt.

Drei Altersgruppen, eine Sprache

Der Wettbewerb war in drei Alterskategorien unterteilt: bis zehn Jahre, 11 bis 15 Jahre sowie ab 16 Jahren.

In der jüngsten Gruppe gewann Laura Siejka. Den zweiten Platz belegte Hanna Bryłka, Dritte wurde Paulina Białas. Auszeichnungen erhielten außerdem Milena Szymiczek sowie das Duo Julia und Weronika.

In der Kategorie C, für die ältesten Teilnehmer, wurden Emilia Grüner und Julia Panek ausgezeichnet.

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Auf dem Programm standen sowohl bekannte deutschsprachige Hits als auch aktuelle Songs. Die gemeinsame Sprache verband die Auftritte – musikalisch suchte jedoch jeder Teilnehmer seinen eigenen Weg, das Publikum für einige Minuten in den Bann zu ziehen.

Die Preise überreichten Joanna Hassa, Direktorin des Büros des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG), und Tomasz Gryga, stellvertretender Bürodirektor der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD).

Vom Wettbewerb zurück auf die Bühne

Eine besondere Geschichte erzählte an diesem Abend Vanessa Gonsior, die als Ehrengast nach Malapane zurückkehrte.

Allerdings war sie diesmal nicht Teilnehmerin. 2023 stand Vanessa selbst auf dieser Bühne, gewann den Wettbewerb und erhielt zusätzlich den Jury-Preis für ihre Interpretation von „Königlich“. Als Hauptpreis entstand damals ein professionelles Musikvideo vor der Kulisse des Schlosses Moschen. Drei Jahre später kehrte sie zum SUPERSTAR zurück – diesmal als Gast und Künstlerin.

Damit zeigte der Abend auch, was aus einem Wettbewerb entstehen kann: Für manche Teilnehmer ist der Auftritt in Malapane nicht das Ende eines Projekts, sondern ein weiterer Schritt auf einem musikalischen Weg.

Auf dem Programm standen sowohl bekannte deutschsprachige Hits als auch aktuelle Songs.
Foto: SKGD

Organisiert wurde der SUPERSTAR 2026 von der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien. Der Wettbewerb verbindet den Gesang in deutscher Sprache mit Bühnenerfahrung und gibt jungen Talenten die Möglichkeit, vor Publikum und einer professionellen Jury aufzutreten.

Neues Wochenblatt war Medienpartner der Veranstaltung. Das Projekt wurde aus Mitteln des polnischen Ministeriums für Inneres und Verwaltung sowie des deutschen Bundesministeriums des Innern über den Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen finanziert.

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