Die Deutsche Kinowoche in Oppeln neigt sich dem Ende zu. Am vergangenen Donnerstag, dem 10. September, startete das Festival mit „Was Marielle weiß“ unter freiem Himmel neben dem Café OPO. Die ungewöhnliche Atmosphäre kam bei den Besuchern gut an und lockte auch zahlreiche Passanten an.
Der Film von Regisseur Frédéric Hambalek beschäftigt sich mit den Themen Ehrlichkeit und Vertrauen sowie mit der Erkenntnis, dass niemand von uns perfekt ist. Die Deutsche Kinowoche wird vom Verein Opolskie Lamy veranstaltet.
Start im Open-Air-Kino
Als einzige der sieben Filmvorstellungen fand die erste Vorführung unter freiem Himmel direkt in der Oppelner Fußgängerzone statt. Alle weiteren Vorführungen wurden im Kino Meduza in der ul. Oleska 45 gezeigt. Die Veranstalter hatten eine aufblasbare Leinwand und Liegestühle für die Besucher vorbereitet. Bevor der Film startete, begrüßte Organisator Rafał Mościcki die Zuschauer und gab einen Ausblick auf die kommenden Filme. Im Vorfeld der Veranstaltung sagte er: „Es geht vor allem darum, den Menschen die Vielfalt der deutschen Filme zu zeigen. Filme aus Deutschland sind mittlerweile auch international sichtbar, es hat sich in den vergangenen Jahren sehr viel entwickelt.“

Rafał Mościcki, Veranstalter und Vorsitzender des Vereins Opolskie Lamy, begrüßt die Zuschauer.
Foto: Mika Ballhausen
Während der Film lief, kamen immer mal wieder Passanten vorbei, die interessiert stehen blieben und eine Weile zuschauten. Einige setzten sich auch dazu und schauten den gesamten Film. Im Verlauf des Films verfolgten schätzungsweise 25 Menschen die Vorführung.
Zuschauer begeistert von der Deutschen Kinowoche
„Ich wollte mir den Start der Deutschen Kinowoche einfach mal anschauen“, sagt der Zuschauer Sebastian aus Oppeln. „Es gibt kein anderes deutsches Kino hier in der Region, deshalb finde ich das gut hier“, führt er weiter aus.
„Es gibt kein anderes deutsches Kino hier in der Region, deshalb finde ich das gut hier.“
Anja, die als Passantin vorbeigekommen ist, erzählt: „Ich bin erst mitten im Film dazugekommen, weil ich beim Vorbeigehen gesehen habe, dass hier ein Kino aufgebaut ist. Ich mag das europäische Kino im Allgemeinen gerne. Da kommt es mir nicht so darauf an, aus welchem Land ein Film kommt, sondern eher auf das Thema des Films.“
Zum Abschluss noch einmal deutsches Kino
Wer bisher noch nicht im Kino Meduza war, hat am Mittwoch, dem 16. September, um 18 Uhr noch einmal Gelegenheit, einen deutschen Film zu sehen. Zum Abschluss der Deutschen Kinowoche läuft „Miroirs No. 3“ von Regisseur Christian Petzold. Der Eintritt ist wie bei allen bisherigen Filmen frei.