BJDM-Jugend setzt auf Symbole

Wandgemälde zum 35-jährigen Jubiläum des deutsch-polnischen Vertrags

26 Juni 2026, 13:30 Kultur , Nachrichten

Vom 19. bis 21. Juni 2026 fand im Jugendzentrum in der ul. Krupnicza in Oppeln ein Graffiti-Workshop statt, organisiert vom Verband der Jugend der Deutschen Minderheit. Das Ergebnis ist ein Gedenkwandgemälde anlässlich des 35. Jahrestags der Unterzeichnung des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland.

Drei Tage lang lernten die Teilnehmer nicht nur die Grundlagen der Wandgestaltung kennen, sondern überlegten vor allem, wie man die deutsch-polnischen Beziehungen bildhaft erzählen kann. Bei der Umsetzung des Projekts wurden sie von der „Grupa Murki“ unterstützt, die sowohl den theoretischen als auch den praktischen Teil des Workshops vorbereitete. Die jungen Leute hatten die Gelegenheit, mehr über die Geschichte und Bedeutung der Street Art zu erfahren und anschließend gemeinsam ihre Ideen in ein konkretes Projekt umzusetzen.

Unter Anleitung der „Grupa Murki“ entwickelten die Teilnehmenden ihre Entwürfe und setzten sie gemeinsam als Wandgemälde um.
Foto: BJDM

Eine Geschichte voller Symbole

Das wichtigste Ergebnis des Workshops ist jedoch nicht allein die mit bunten Farben bedeckte Wand. Das entstandene Wandgemälde ist in erster Linie eine Erzählung über Nachbarschaft, Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis. Jedes der auf seiner Oberfläche verewigten Elemente wurde bewusst entworfen und nimmt Bezug auf Polen und Deutschland.

Der gemeinsame Nenner ist die Überzeugung, dass gute Beziehungen zwischen Nationen nicht von allein entstehen. Sie erfordern Engagement, Gespräche und den Willen, einander kennenzulernen.

Das Wandgemälde beschränkt sich nicht darauf, an das historische Ereignis von vor 35 Jahren zu erinnern. Es zeigt vielmehr die Werte, die dem 1991 unterzeichneten Vertrag zugrunde liegen und auch heute noch Gültigkeit besitzen. Zusammenarbeit, Dialog und Offenheit füreinander sind Ideen, die nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch im alltäglichen Miteinander der Menschen gelebt werden können. Deshalb setzten die Projektteilnehmer auf Symbole, die auf unterschiedliche Weise interpretiert werden können. Ihr gemeinsamer Nenner ist die Überzeugung, dass gute Beziehungen zwischen Nationen nicht von allein entstehen – sie erfordern Engagement, Gespräche und den Willen, einander kennenzulernen.

Das Wandgemälde greift mit symbolischen Motiven die Werte des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags auf: Dialog, Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis.
Foto: BJDM

Junge Menschen und das Gedenken an einen bedeutenden Jahrestag

Der Workshop war auch eine Gelegenheit zur Reflexion darüber, wie die heutige Generation Geschichte thematisieren kann. Für viele junge Menschen sind traditionelle Formen des Gedenkens an wichtige Ereignisse nicht mehr so attraktiv wie für frühere Generationen. Das Wandgemälde zeigt, dass bedeutende Momente auch auf moderne Weise gewürdigt werden können – mithilfe von Kunst und kreativen Prozessen. Besondere Bedeutung erhält die Tatsache, dass das Werk gemeinsam von den Projektteilnehmern geschaffen wurde. Jeder hatte seinen Anteil an seiner Entstehung, und das Endergebnis ist das Produkt von Zusammenarbeit und Ideenaustausch.

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Das neue Wandgemälde in der ul. Krupnicza ist heute nicht nur eine Zierde, sondern auch ein sichtbares Zeichen für das Engagement der jungen Generation für die Pflege der deutsch-polnischen Beziehungen. Es erinnert daran, dass die Idee der guten Nachbarschaft nicht allein der Geschichte angehört – sie kann weiterhin nachfolgende Generationen dazu inspirieren, Brücken über Grenzen hinweg zu bauen.


Möchten Sie diesen Ort besuchen und das Wandgemälde mit eigenen Augen sehen? Folgen Sie den Koordinaten: 50°40’08.7″N 17°55’14.1″E

Das Projekt wurde vom Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern der Bundesrepublik Deutschland finanziert.

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