Im Rahmen des 16. Sprach- und Wissenswettbewerbs über die deutsche Minderheit hat nun die feierliche Preisverleihung stattgefunden.
Zur Gala im voll besetzten Saal des Weißen Adlers im Marschallamt der Woiwodschaft Oppeln versammelten sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Angehörige, geladene Gäste und Organisatoren.
„Ihr habt euch durchgesetzt“
Für Peter Herr, Leiter des Konsulats in Oppeln, ist der Wettbewerb, der von der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD) und ihren Partnern ausgerichtet wurde, ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der deutschen Minderheit. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung der Veranstaltung und gratulierte den Schülerinnen und Schülern zu ihrem Erfolg: „Herzlichen Glückwunsch, liebe Preisträgerinnen und Preisträger, zu eurer hervorragenden Leistung. Ihr habt euch in diesem Jahr unter insgesamt 1800 Teilnehmern durchgesetzt. Vor 35 Jahren unterzeichneten Deutschland und Polen den gemeinsamen Nachbarschaftsvertrag, auf den wir heute nicht nur zurückblicken, sondern aus dessen Erfahrungen wir auch gemeinsam in die Zukunft gehen. Diese Zukunft liegt nun in euren Händen.“

Peter Herr, Leiter des Konsulats in Oppeln.
Foto: Jonas Goddek
Rafał Bartek, Vorsitzender der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien, richtete Glückwünsche an alle Finalisten und Preisträger, bedankte sich bei den Partnern für die Unterstützung bei der Durchführung des Wettbewerbs und betonte die Bedeutung des Engagements jedes Einzelnen in der deutschen Minderheit: „Egal, ob ihr Finalisten oder Preisträger seid – ihr habt das Wissen. Und das ist etwas, das euch niemand nehmen kann. Deshalb gratuliere ich allen ausgezeichneten Schülerinnen und Schülern zu ihrem großartigen Erfolg beim Wettbewerb zur deutschen Sprache und zur deutschen Minderheit.“
„Die Menschen, die diese Freundschaft und Partnerschaft zwischen Deutschland und Polen im täglichen Leben leben, werden weniger. Umso wichtiger ist das Engagement derjenigen, die sich für die deutsch-polnische Zusammenarbeit einsetzen.“
Rafał Bartek
Im Hinblick auf das diesjährige Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags ergänzte Bartek: „Die Menschen, die diese Freundschaft und Partnerschaft zwischen Deutschland und Polen im Alltag leben, werden weniger. Umso wichtiger ist das Engagement derjenigen, die sich für die deutsch-polnische Zusammenarbeit einsetzen. Dieser Wettbewerb trägt dazu bei.“

Rafał Bartek, Vorsitzender der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien, richtete Glückwünsche an alle Finalisten und Preisträger.
Foto: Jonas Goddek
Identität, Wissen und regionale Verbundenheit
Für die Jury war es wichtig, dass die Jugendlichen ihr Wissen nicht nur wiedergeben, sondern sich auch selbst reflektieren, erklärte Prof. Dr. hab. Gabriela Jelitto-Piechulik, die Teil der Jury war: „Während des Wettbewerbs sollten die Jugendlichen angeregt werden, sich mit ihrer eigenen Identität auseinanderzusetzen. Die Fragen betrafen nicht nur aktuelles Wissen, sondern auch Aspekte der persönlichen Identität. Rückblickend hat der Wettbewerb gezeigt, dass sich die Schülerinnen und Schüler stark mit unserer Region identifizieren. Alle ausgezeichneten Teilnehmenden haben die Aufgaben sehr gut gemeistert.“

Saal des Weißen Adlers im Marschallamt der Woiwodschaft Oppeln.
Foto: Jonas Goddek
Stolz und Erfolg der Schülerinnen und Schüler
Die Schülerin Karolina von der Pro Liberis Silesiae Schule aus Raschau war sichtlich stolz, als sie auf die Bühne gerufen und ausgezeichnet wurde. Für sie waren die Aufgaben im Wettbewerb eher leicht, da sie gut vorbereitet war: „Ich fand es relativ einfach, da ich mich vorher gut vorbereitet habe. Besonders stolz bin ich darauf, den ersten Platz erreicht zu haben. Außerdem weiß ich jetzt viel mehr über die deutsche Kultur in Polen.“
Die Ergebnisse von Karolina sowie alle weiteren Resultate sind auf der Internetseite der SKGD abrufbar: https://skgd.pl/de/wyniki-xvi-wojewodzkiego-konkursu-wiedzy-o-mniejszosci-niemieckiej/
Jonas Goddek