Ein Foto für treue Fans
Der Bund der deutschen Minderheit in Dirschau gehört zweifellos zu den treuesten Gruppenbesuchern des Aleksander-Sewruk-Theaters in Elbing. Dafür gibt es mindestens zwei Gründe.
Den kalendarischen Frühling begrüßten die Mitglieder des Dirschauer Bundes der deutschen Minderheit im Aleksander-Sewruk-Theater in Elbing. Diesmal besuchten sie die Aufführung mit dem Titel „Jentl“. Es ist die Geschichte eines jungen Mädchens, das lernen möchte, doch gemäß der jüdischen Tradition sind religiöse Studien ausschließlich Männern vorbehalten. Um ihrem Traum zu folgen, verkleidet sich Jentl als Junge und tritt in die Jeschiwa ein, wo sie ihre wahre Identität verbirgt.
Das Stück basiert auf einer Erzählung von Isaac Bashevis Singer – Nobelpreisträger und amerikanischer Schriftsteller polnischer Herkunft. Die Inszenierung war voller Emotionen, Musik und Bildhaftigkeit.
Den kalendarischen Frühling begrüßten die Mitglieder des Dirschauer Bundes der deutschen Minderheit im Aleksander-Sewruk-Theater in Elbing.
„Sie hat mich überrascht, denn ich hatte so etwas wie das Musical ‚Anatevka‘ erwartet. Aber allen hat es gefallen“, sagt Krystyna Jakubanes, Vorsitzende des Bundes.
Bei dieser Gelegenheit verrät sie, dass sie zwar von Beruf Buchhalterin ist, aber schon als Kind das Theater liebte und auch jetzt, im Ruhestand, Mitglied eines Dirschauer Amateurtheaters ist, dem übrigens noch einige andere Mitglieder des Bundes angehören. Damit wird ein Grund für die häufigen Theaterbesuche klar.

Foto: Bund der deutschen Minderheit in Dirschau
Der zweite Grund ist, dass Mikołaj, der Sohn des Vereinsmitglieds Józef Ostrowski, Schauspieler am Sewruk-Theater ist und in dieser Produktion mitwirkte. Daher ließ sich die Dirschauer Gruppe, wie schon beim letzten Mal, mit den Darstellern der Aufführung „Jentl“ fotografieren.
Ein solches Foto ist eine wertvolle Erinnerung und etwas, das man Freunden oder auf Facebook stolz zeigen kann.

