Lebendige Partnerschaft

Grenzenlos verbunden: Chronstau zu Besuch in Glashütte

1 Juli 2026, 11:00 Politik

Manche Partnerschaften bestehen auf dem Papier, andere leben von Begegnungen. Die Verbindung zwischen der Gemeinde Chronstau und der sächsischen Stadt Glashütte gehört seit Jahren zur zweiten Kategorie. Mitte Juni wurde dies erneut sichtbar: Eine Delegation aus der Gemeinde Chronstau verbrachte vier Tage in der deutschen Partnerkommune und kehrte mit vielen Eindrücken, neuen Kontakten und dem Gefühl zurück, bei Freunden zu Gast gewesen zu sein.

Anlass der Reise war ein besonderes Jubiläum. Die Sporthalle im Ortsteil Reinhardtsgrimma feierte ihr 100-jähriges Bestehen. Gerade dieser Ort besitzt für die deutsch-polnische Partnerschaft eine besondere Bedeutung, denn hier wurden vor Jahren die Grundlagen für die bis heute gepflegte Zusammenarbeit gelegt.

Die langjährige Partnerschaft zwischen der Gemeinde Chronstau und der Stadt Glashütte lebt vom regelmäßigen Austausch und den persönlichen Begegnungen der Menschen beider Gemeinden.
Foto: Gemeindeamt Chronstau

Zur Delegation gehörten nicht nur Vertreter der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderates, sondern auch Lehrkräfte und Schulleitungen aus der Gemeinde sowie Kinder und Jugendliche der Miro Deutsche Fußballschule Chronstau mit ihren Trainern und Betreuern. Damit spiegelte die Reise wider, worauf moderne Städtepartnerschaften heute beruhen: auf Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen.

Begegnungen zwischen Fußballplatz und Gemeindepolitik

Was diese Begegnung besonders geprägt hat, war der Blick über den reinen Austausch hinaus. In Reinhardtsgrimma erhielten die Gäste aus Chronstau Einblicke in kommunale Entwicklungen, die bereits bei früheren Gesprächen zwischen den Partnergemeinden eine Rolle gespielt hatten. Während die Erwachsenen sich mit Fragen der lokalen Infrastruktur und Zukunftsplanung beschäftigten, nutzten die jüngeren Teilnehmer die Gelegenheit, die Ortschaft spielerisch zu erkunden und ihre Geschichte auf eigene Weise zu entdecken.

„Der Aufenthalt war eine ausgezeichnete Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Vertiefung unserer freundschaftlichen Beziehungen. Besonders freut es mich, dass unsere Jugendlichen durch die gemeinsamen Fußballspiele engere Kontakte zu ihren Altersgenossen knüpfen konnten.“
Florian Ciecior

Einen deutlichen Kontrast dazu boten die sportlichen Begegnungen, die schnell zum emotionalen Mittelpunkt des Besuchs wurden. Auf dem Fußballplatz trafen Jugendliche aus Polen und Deutschland in freundschaftlichen Spielen aufeinander – begleitet von wechselhaftem Wetter, das den Einsatz zusätzlich erschwerte. Doch weder Regen noch rutschiger Rasen konnten die Dynamik bremsen. Entscheidend war nicht das Ergebnis, sondern das gemeinsame Spiel, die Fairness und das unmittelbare Kennenlernen der Gleichaltrigen über die Grenze hinweg.

Mitte Juni reiste eine Delegation aus der Gemeinde Chronstau anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Sporthalle in Reinhardtsgrimma in die deutsche Partnerkommune Glashütte.
Foto: Gemeindeamt Chronstau

Abseits des offiziellen Programms entwickelte sich der Austausch in vielen kleinen Momenten weiter – etwa bei einem Besuch im Wildpark oder in Gesprächen zwischen Gastgebern und Gästen, die weit über organisatorische Themen hinausgingen.

Partnerschaft, die im Alltag wächst

Auch die spirituelle und kulturelle Dimension des Besuchs kam nicht zu kurz. Der Gottesdienst in Reinhardtsgrimma bot einen Moment der gemeinsamen Ruhe und des Willkommens, bevor die Reise nach Dresden führte. Die sächsische Landeshauptstadt präsentierte sich dabei mit ihrer historischen Kulisse als eindrucksvoller Kontrast zum ländlichen Umfeld – mit Frauenkirche, Zwinger und Altstadt als prägende Stationen eines intensiven Eindrucks.

Zur Delegation gehörten auch Kinder und Jugendliche der Miro Deutsche Fußballschule Chronstau, die gemeinsam mit ihren Trainern und Betreuern am Besuchsprogramm teilnahmen.
Foto: Gemeindeamt Chronstau

Den Abschluss bildete ein Ausflug in die Sächsische Schweiz, wo die markante Bastei und der weite Blick über das Elbtal noch einmal die landschaftliche Vielfalt der Region vor Augen führten. Für die jüngeren Teilnehmer wurde der Aufenthalt im Erlebnisraum SteinReich zugleich zu einer spielerischen Entdeckungsreise durch regionale Sagen und Geschichten.

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Dass die Partnerschaft weit mehr ist als ein offizieller Austausch zwischen zwei Kommunen, macht der Bürgermeister aus Chronstau, Florian Ciecior, deutlich.

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