Hubert Kołodziej ist Sozialaktivist des Jahres

Engagement für Carlsruhe und sein kulturelles Erbe gewürdigt

28 September 2026, 14:14 Kultur

Hubert Kołodziej, Aktivist der Deutschen Minderheit, Lehrer, Sozialaktivist und Kulturvermittler, wurde mit dem diesjährigen „Opolska Niezapominajka“-Preis in der Kategorie „Sozialaktivist des Jahres“ ausgezeichnet. Die Jury würdigte sein langjähriges Engagement für die lokale Gemeinschaft, die Kultur und den Erhalt des Erbes von Carlsruhe (Pokój).

Der Preis wurde während der feierlichen Gala „Opolszczyzna Aktywna Społecznie“ verliehen, die am 24. September im Restaurant Opolanka stattfand. Die diesjährige, 25. Ausgabe des Wettbewerbs verzeichnete 71 Bewerbungen. Die Kandidaten wurden in drei Kategorien bewertet: aktive Nichtregierungsorganisation, Sozialaktivist des Jahres und kommunalfreundliche Selbstverwaltung. Die Gala bot nicht nur Gelegenheit, die Preisträger bekannt zu geben, sondern vor allem den Menschen und Organisationen zu danken, die durch ihr Engagement die Bewohner einbinden und ihr lokales Umfeld verändern.

Pokój und das Erbe der Württemberger

Im Engagement von Hubert Kołodziej nimmt Carlsruhe und das damit verbundene Erbe der Familie Württemberg einen besonderen Platz ein. Kołodziej ist Vorsitzender des Vereins Pokój und engagiert sich seit Jahren für die Vermittlung der Geschichte des Ortes, die Organisation kultureller Veranstaltungen und den Erhalt seines historischen Erbes. Der Verein veranstaltet unter anderem das Carl-Maria-von-Weber-Festival für Musik in historischen Parks und Gärten sowie das Friedenskonzert.

„Ich habe gelernt, die Probleme anderer wahrzunehmen, sie zu unterstützen und zu aktivieren. Wir wären jedoch nichts ohne die Unterstützung vieler anderer Menschen, denn hinter dieser Arbeit stehen ein enormer Einsatz und ein großes Team, dem ich sehr herzlich danke.“
Hubert Kołodziej

Einer der wichtigsten Bereiche seines gesellschaftlichen Engagements ist die Geschichte von Carlsruhe. Im Jahr 2022 setzte sich Kołodziej dafür ein, dass ein Teil der einst der Familie Württemberg gehörenden Gegenstände, die aus Carlsruhe abtransportiert worden waren, in die Woiwodschaft Oppeln zurückgebracht wurde. Als Kenner der Ortsgeschichte war er an den Bemühungen beteiligt, die zur Rückkehr eines Teils dieser Erinnerungsstücke in die Region führten.

Gemeinsam mit anderen engagiert

Kołodziej betont jedoch, dass gesellschaftliches Engagement niemals das Werk eines Einzelnen ist.

„Engagement habe ich bereits als Direktor einer Grundschule sowie als Gemeinderat und Mitglied des Sejmiks gelernt. Ich habe gelernt, die Probleme anderer wahrzunehmen, sie zu unterstützen und zu aktivieren. In der Gemeinde Carlsruhe setzen wir seit vielen Jahren zahlreiche Initiativen um, darunter das Weber-Festival, das Friedenskonzert und weitere musikalische Veranstaltungen. Wir wären jedoch nichts ohne die Unterstützung vieler anderer Menschen, denn hinter dieser Arbeit stehen ein enormer Einsatz und ein großes Team, dem ich sehr herzlich danke“, betonte Hubert Kołodziej während der Gala.

Hubert Kołodziej engagiert sich seit Jahren für den Erhalt und die Vermittlung des Erbes von Carlsruhe.
Foto: J. Hassa

Sein Engagement beschränkt sich nicht auf Kultur und Geschichte. Über viele Jahre hinweg verband er seine Tätigkeit im Bildungsbereich, in der Kommunalpolitik und im gesellschaftlichen Bereich, bezog die Einwohner ein und unterstützte lokale Initiativen. In Carlsruhe sind insbesondere die Bemühungen um die Wiederbelebung der historischen Parkanlage und die Vermittlung der multikulturellen Vergangenheit des Ortes von Bedeutung. Kołodziej ist zudem mit Kultureinrichtungen der Region verbunden, darunter dem Museum des Oppelner Schlesiens und der Oppelner Philharmonie.

Der Preis „Opolska Niezapominajka“ soll gesellschaftliches Engagement und gute Initiativen zugunsten der Bewohner der Woiwodschaft Oppeln fördern. Für Hubert Kołodziej ist die diesjährige Auszeichnung damit eine Würdigung seines langjährigen Engagements, das die Arbeit mit Menschen mit der Sorge um einen Ort und seine Erinnerung verbindet – in Pokój besonders sichtbar in den Bemühungen um den Erhalt des Erbes des einstigen Carlsruhe.

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