Schon wieder konnten Kinder aus Grodisko im Kreis Groß Strehlitz zu „Jungen Naturforschern“ werden. So heißt das Projekt, das vom deutschen Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) gemeinsam mit dem Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) organisiert wird.
Das Projekt wird im Rahmen von vier Workshop-Terminen im August durchgeführt, wobei die Nichtöffentliche Grundschule in Grodisko als Kooperationspartner fungiert, deren Schüler die Zielgruppe der Veranstaltung bilden.
„Wir wollten Lernen mit Spaß und dem Kontakt zur Natur verbinden. Dadurch haben die Kinder auch Berührung mit der deutschen Sprache, die in alltäglichen Situationen verwendet wird“, erzählt Natalie Drost, Kulturmanagerin des ifa beim VdG und zugleich Koordinatorin des Projekts.
Nicht nur schulisches Lernen
Das erste der Treffen war den Waldtieren gewidmet, und im Rahmen des zweiten machten sich die Kinder hinaus in die Natur, wo eine „Natur-Schatzsuche“ sowie Natur-Bingo organisiert wurden.

Im Rahmen des zweites Treffen machten sich die Kinder hinaus in die Natur, wo eine „Natur-Schatzsuche“ sowie Natur-Bingo organisiert wurden. Foto: Stefani Koprek-Golomb
Während des nächsten Treffens werden die Projektteilnehmer an einem Kunstworkshop teilnehmen, bei dem sie eigene, hölzerne Bilderrahmen herstellen und mit gefundenen „Natur-Schätzen“ verzieren werden. Diese kleinen Schmuckstücke können die Schüler als Andenken mit nach Hause nehmen. „Wir möchten den Kindern auch zwei aus Schlesien stammende Naturwissenschaftler vorstellen, die den Nobelpreis erhalten haben: Maria Goeppert-Mayer und Konrad Bloch“, berichtet Natalie Drost.
„Durch den Aufenthalt in der natürlichen Umgebung haben die jungen Teilnehmer also die Möglichkeit, ihre Konzentration zu verbessern oder ihr kreatives Denken anzuregen – was ihnen im neuen Schuljahr, das mit großen Schritten naht, durchaus nützlich sein kann.“
Auf diese Weise erwerben die Projektteilnehmer nicht nur praktisches und theoretisches Wissen über die Natur, sondern erweitern es auch um den regionalen Kontext.
Interessiert? Na klar!
Die jungen Teilnehmer machen gerne bei den Workshops des Projekts „Junge Naturforscher“ mit. „Am liebsten mögen sie die bewegungsorientierten Aktivitäten – verschiedene Bewegungsspiele oder Tanz“, sagt Susanne Wilkowski, Deutschlehrerin an der NSP in Grodisko, die die Workshop-Stunden leitet. Ein wichtiger Aspekt der Durchführung der Aktivitäten ist der intensive Einsatz der deutschen Sprache, die die jungen Projektteilnehmer durch Spiel und Workshops erlernen. Mit jedem Treffen erweitert sich der Wortschatz, den die Kinder kennenlernen, und sie selbst verwenden die deutsche Sprache immer freudiger und sicherer.

Mit jedem Treffen erweitert sich der Wortschatz, den die Kinder kennenlernen, und sie selbst verwenden die deutsche Sprache immer freudiger und sicherer.
Foto: Stefani Koprek-Golomb
Die Farbpsychologie zeigt, dass die Farbe Grün beruhigend auf das menschliche Gehirn wirkt. Durch den Aufenthalt in der natürlichen Umgebung haben die jungen Teilnehmer also die Möglichkeit, ihre Konzentration zu verbessern oder ihr kreatives Denken anzuregen – was ihnen im neuen Schuljahr, das mit großen Schritten naht, durchaus nützlich sein kann. Die Projektteilnehmer werden es bereits als „Junge Naturforscher“ mit neuen Erfahrungen, Wissen und Sprachkenntnissen beginnen.