Sechs Tage voller gemeinsamer Erlebnisse, neuer Eindrücke und interkultureller Begegnungen: Vom 8. bis 13. Juni begrüßte die öffentliche Grundschule Nr. 3 in Gogolin Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der Partnerschule IGS Betzdorf/Kirchen aus Rheinland-Pfalz. Der Besuch war ein weiterer Baustein einer langjährigen Schulpartnerschaft, die jungen Menschen die Möglichkeit bietet, das Nachbarland nicht nur im Unterricht, sondern aus eigener Erfahrung kennenzulernen.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen das gegenseitige Kennenlernen, die Vertiefung der Sprachkenntnisse und das Erleben des Alltags in einem anderen Land. Dabei bot das Programm zahlreiche Gelegenheiten, die kulturelle Vielfalt Polens zu entdecken und gleichzeitig persönliche Kontakte zu knüpfen.

Der Schüleraustausch zwischen Gogolin und Betzdorf/Kirchen bot zahlreiche Gelegenheiten für interkulturelle Begegnungen, gemeinsames Lernen und unvergessliche Erlebnisse.
Foto: Brygida Czekała
Salz, Geschichte und moderne Technik: Ausflüge in die Region
Ein Höhepunkt der Woche war die gemeinsame Fahrt nach Wieliczka. Die deutschen Gäste besichtigten dort das weltberühmte Salzbergwerk, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Tief unter der Erde beeindruckten die kunstvoll gestalteten Kammern, Kapellen und Skulpturen aus Salz ebenso wie die jahrhundertealte Geschichte des Bergwerks.
„Wir hoffen, dass die Erinnerungen an den Aufenthalt in Gogolin unseren Gästen noch lange in Erinnerung bleiben und dass auch zukünftige Treffen ebenso erfolgreich und voller unvergesslicher Erlebnisse sein werden.“
Brygida Czekała, Magdalena Smykała und Justyna Łapuńka
Auch Krakau stand auf dem Programm. Bei einem Rundgang durch die historische Altstadt erkundeten die Schülerinnen und Schüler den Hauptmarkt mit den Tuchhallen und lernten die bewegte Geschichte der ehemaligen polnischen Königsstadt kennen. Für viele Teilnehmende gehörte die besondere Atmosphäre der Altstadt zu den eindrucksvollsten Erlebnissen der Reise.
Nicht weniger abwechslungsreich gestaltete sich der Besuch in Oppeln. Dort standen ein Rundgang durch die Innenstadt, ein Besuch des Zoos sowie eine Schifffahrt auf der Oder auf dem Programm. Einen weiteren Akzent setzte die Exkursion zum Schloss Moschen. Die märchenhafte Architektur des Bauwerks und die weitläufige Parkanlage hinterließen bei den Gästen einen bleibenden Eindruck. Ergänzt wurde der Aufenthalt durch einen Besuch der dortigen Roboterfabrik, die moderne Technologien und innovative Bildungsangebote präsentierte.
Begegnungen, die über das Programm hinausgehen
Doch der eigentliche Wert eines Schüleraustauschs lässt sich nicht in Programmpunkten messen. Viel wichtiger waren die Begegnungen im Alltag, die Gespräche zwischen den Jugendlichen und die gemeinsamen Erfahrungen in den Gastfamilien. Gerade diese persönlichen Kontakte tragen dazu bei, Vorurteile abzubauen, Sprachbarrieren zu überwinden und Verständnis für die Kultur des Nachbarlandes zu entwickeln.

Beim Schüleraustausch zwischen Gogolin und Betzdorf/Kirchen standen das Kennenlernen der Kultur, gemeinsame Aktivitäten und der Aufbau neuer Freundschaften im Mittelpunkt.
Foto: Brygida Czekała
Die Organisatorinnen des Projekts – Brygida Czekała, Magdalena Smykała und Justyna Łapuńka – ziehen eine positive Bilanz.
„Wir hoffen, dass die Erinnerungen an den Aufenthalt in Gogolin unseren Gästen noch lange in Erinnerung bleiben und dass auch zukünftige Treffen ebenso erfolgreich und voller unvergesslicher Erlebnisse sein werden“, sagen die Organisatorinnen.
Der Austausch habe einmal mehr gezeigt, wie wichtig direkte Begegnungen für die europäische Verständigung seien. Viele Freundschaften seien vertieft, neue Kontakte geknüpft und wertvolle Erfahrungen gesammelt worden.
Möglich wurde das Projekt dank der finanziellen Unterstützung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW/PNWM). Seit vielen Jahren fördert die Institution Begegnungen zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Polen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis beider Gesellschaften.
Für die Schülerinnen und Schüler aus Betzdorf/Kirchen endete der Aufenthalt zwar nach wenigen Tagen, die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit in Gogolin werden jedoch noch lange nachwirken. Und schon jetzt steht fest: Die Partnerschaft zwischen beiden Schulen lebt – und sie wächst mit jeder neuen Begegnung weiter.