Die Wohltätigkeitsgesellschaft der Deutschen in Schlesien organisiert im Oktober Studienfahrten für Senioren zum Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen in Oppeln. Dank der Unterstützung des Bundesministeriums des Innern (BMI) werden in diesem Jahr rund 100 Menschen aus den Woiwodschaften Oppeln und Schlesien das Angebot nutzen.
Senioren sind sehr zufrieden
Das Projekt findet bereits zum zweiten Mal statt. Im vergangenen Jahr wurde die erste solche Fahrt organisiert, die bei den Teilnehmern auf großes Interesse stieß. Für Oktober sind fünf Treffen geplant, an denen jeweils eine Gruppe von rund 25 Senioren teilnimmt. Die Wohltätigkeitsgesellschaft organisiert den Transport und sorgt für eine Verpflegung. Im Mittelpunkt des Programms steht die Besichtigung der Ausstellung im Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen. Gegebenenfalls wird der Besuch auch durch ein Gespräch mit einem Zeitzeugen ergänzt.
„Wir als Gruppe waren von all dem sehr begeistert. Es war sehr interessant, und ich habe gesagt, dass wir irgendwann wieder dorthin zurückkehren werden.“ – Dorota Zdybel
„Die Senioren sind sehr zufrieden. Für sie ist das eine Gelegenheit, einen interessanten Ort kennenzulernen, andere Menschen zu treffen und etwas Neues zu erfahren“, sagt Agata Baron, Leiterin des Büros der Wohltätigkeitsgesellschaft der Deutschen in Oppeln.

Die Teilnehmer der Studienfahrt erfahren mehr über die Geschichte der Deutschen in Polen.
Foto: Bogna Piter
An den Fahrten nehmen Senioren teil, die den Ortsgruppen der Wohltätigkeitsgesellschaft angehören. Die Organisatoren bemühen sich außerdem, auch solchen Personen die Teilnahme zu ermöglichen, die bei der vorherigen Ausgabe noch nicht dabei waren. Für viele ist der Besuch im Zentrum nicht nur eine Gelegenheit, mehr über die Geschichte zu erfahren, sondern auch Menschen mit ähnlichen Interessen und Erfahrungen zu begegnen.
„Wir waren begeistert“
Eine der Teilnehmerinnen einer früheren Fahrt war Dorota Zdybel aus Comprachtschütz. Wie sie erzählt, war ein wichtiger Bestandteil des Besuchs ein Bericht darüber, wie das Leben früher aussah und wie es sich im Laufe der Jahre verändert hat.
„Wir als Gruppe waren von all dem sehr begeistert. Es war sehr interessant, und ich habe gesagt, dass wir irgendwann wieder dorthin zurückkehren werden, weil es uns so gut gefallen hat“, betont Dorota Zdybel.

Die Studienfahrten bieten Gelegenheit, Geschichte kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Foto: Bogna Piter
Die positiven Erfahrungen der Teilnehmer bestärken die Wohltätigkeitsgesellschaft darin, die Initiative auch im kommenden Jahr fortzusetzen. Gleichzeitig überlegen die Organisatoren, den Senioren bei der nächsten Ausgabe auch andere Orte vorzustellen, die mit der Geschichte und dem Erbe der deutschen Minderheit verbunden sind.