Unsere Zeitung feiert Geburtstag
Vor einem Jahr wurde aus dem „Wochenblatt.pl“ das „Neues Wochenblatt.pl“. Mit dem Wechsel vom Wochenrhythmus zum Monatsmagazin und dem Ausbau des digitalen Angebots begann ein grundlegender Wandel. Zeit für eine erste Bilanz.
„Nur wer wagt, gewinnt“ – diese alte Marktfahrerweisheit beschreibt treffend die Situation vor einem Jahr. Damals endete eine lange Tradition: die der wöchentlich erscheinenden Zeitung, deren Wurzeln bis ins Jahr 1990 zurückreichen.
Doch mit dem Ende des klassischen Wochenblatts begann zugleich etwas Neues. Aus dem vertrauten Titel wurde ein modernes Medienangebot: das „Neues Wochenblatt.pl“. Neben dem monatlich erscheinenden Magazin wurde auch die digitale Präsenz grundlegend erneuert. Seit Februar trägt zudem auch unsere Internetadresse das „neu“ im Namen.
Eine Zeitung im Wandel der Zeit
Ein Blick in die Geschichte zeigt die kontinuierliche Entwicklung des Mediums: von den „Oberschlesischen Nachrichten“ über die „Oberschlesische Zeitung“ und das „Schlesische Wochenblatt“ bis hin zum heutigen „Neues Wochenblatt.pl“.
Auch inhaltlich hat sich der Fokus erweitert. Stand anfangs vor allem Oberschlesien im Mittelpunkt, richtet sich der Blick heute auf die gesamte deutsche Minderheit in Polen – einschließlich Niederschlesien sowie Ermland und Masuren. Seit 2017 wird die Zeitung zudem vom Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) herausgegeben.
Sinkende Auflagen, wachsender Wandel
Die Entwicklung der Auflagen verdeutlicht den tiefgreifenden Wandel in der Medienlandschaft:
- 1990: 42.000 Exemplare („Oberschlesische Nachrichten“)
- 2003: 6.500 Exemplare („Schlesisches Wochenblatt“)
- 2025: 2.600 Exemplare (letzte Ausgabe des „Wochenblatt.pl“)
Zum Vergleich: Selbst große Tageszeitungen wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ erreichten im Jahr 2025 nur noch rund 120.000 verkaufte Exemplare. Unsere Zeitung vollzieht insofern mit der Verlagerung von Print- zu Onlineangebot, einen Wandel, der die gesamte Medienbranche betrifft.
Vom Wochenblatt zur Medienplattform
Die jüngste Umstellung markiert einen weiteren Meilenstein: den Übergang von der klassischen Wochenzeitung zu einem Monatsmagazin in Kombination mit einem digitalen Nachrichtenportal. Viele sprechen deshalb von einer echten Medienrevolution.
Im April starten wir eine große Leserumfrage – Ihre Meinung zählt, um das Neues Wochenblatt.pl weiter zu verbessern.
Der Vorsitzende des VdG, Rafał Bartek, beschreibt diesen Prozess so: „In den Medien vollziehen sich Veränderungen besonders schnell. Deshalb muss man ständig beobachten, analysieren und sich anpassen.“ Mit der Neuausrichtung hat sich nicht nur der Name geändert, sondern auch der Anspruch: weg von der reinen Printzeitung hin zu einem modernen, plattformübergreifenden Medienangebot.
Leser sind gefragt: Umfrage startet im April
Nach einem Jahr mit den neuen Formaten ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme. Die Zugriffszahlen auf die Internetseite und die Social-Media-Kanäle haben sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt. Doch Zahlen allein erzählen nicht die ganze Geschichte. Deshalb sind nun die Leserinnen und Leser gefragt: Im April startet eine große Leserumfrage. Ziel ist es, herauszufinden, wie das „Neues Wochenblatt.pl“ wahrgenommen wird – und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt.
Die Teilnahme ist den gesamten Monat über möglich. Und sie lohnt sich: Unter allen Teilnehmenden werden Preise im Gesamtwert von 1.000 PLN verlost.
Der Anspruch bleibt
Ein Jahr nach dem Neustart zeigt sich: Das „Neues Wochenblatt.pl“ hat sich erfolgreich weiterentwickelt und neue Wege eingeschlagen.
Wir als Redaktion freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit Ihnen weiterzugehen. Auch in Zukunft möchten wir Sie zuverlässig, aktuell und umfassend über die deutsche Minderheit in Polen informieren – im Print, online und über die sozialen Medien. Unser Ziel bleibt es, relevante Themen aufzugreifen, Entwicklungen einzuordnen und Ihnen die Informationen zu liefern, die für Sie von Bedeutung sind.
Die Redaktion