Wort zum Ostersonntag vom Evangelischen Bischof Wojciech Pracki

5 April 2026, 05:00 Kirche 20

Lesungen: Jesajabuch 26,13–19; Matthäus 28,1–10
Predigt: II. Timotheusbrief 2,8–13

Denke an Jesus Christus, der als Mensch aus dem Geschlecht Davids stammte und von den Toten auferstanden ist. Das ist die Botschaft, die ich predige. Und weil ich sie predige, leide ich und wurde angekettet wie ein Verbrecher. Aber das Wort Gottes lässt sich nicht in Ketten legen. Ich bin bereit, alles zu ertragen, damit jene, die Gott erwählt hat, durch Jesus Christus gerettet werden und ewige Herrlichkeit erlangen. Dies ist ein wahres Wort: Wenn wir mit ihm sterben, werden wir auch mit ihm leben. Wenn wir mit ihm leiden, werden wir mit ihm herrschen. Wenn wir ihn verleugnen, wird auch er uns verleugnen. Wenn wir untreu sind, bleibt er treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.

Jesus ist von den Toten auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!

Liebe Leserinnen und Leser,

Apostel Paulus schrieb seinen zweiten Brief an Timotheus in der zweiten Hälfte der 60er Jahre des ersten Jahrhunderts, etwa 30 Jahre nach dem Tod und der Auferstehung seines Meisters. Es wird angenommen, dass es der letzte Brief des Paulus ist, geschrieben aus dem Hausarrest/Gefängnis in Rom. Man kann ihn als das letzte Wort beziehungsweise Testament des Apostels betrachten. Er versichert seinen Mitarbeiter und Schüler Timotheus der Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

Fast 30 Jahre sind seit den Ereignissen in Jerusalem vergangen. Paulus, damals hieß er noch Saulus, betrachtete Jesus anfangs als einen jüdischen Häretiker. Er war sehr fleißig und stark in die Verfolgung der Nachfolger Jesu engagiert. Bis zu seiner Reise nach Damaskus … Nach der Begegnung mit dem Auferstandenen wandelte sich seine Lebenseinstellung um 180 Grad. Mit derselben Kraft und demselben Enthusiasmus fing er an, von Jesus Zeugnis abzulegen. Sein ganzes Leben ordnete er der Verkündigung der Auferstehung unter. Dafür landete er mehrmals im Gefängnis, wurde gesteinigt und gefoltert. Aber er gab Jesus nie auf. Schließlich wurde er in Jerusalem verhaftet und als römischer Staatsbürger zum Prozess nach Rom geschickt. Er hatte den Verdacht, dass er seine Freiheit nie wieder gewinnt und dass er für seinen Glauben vielleicht auch mit seinem Leben bezahlt. Es hat ihn aber nicht vom Glauben an die Auferstehung und das ewige Leben in Jesus und mit Jesus abgehalten.

Die einzige Frage zu Ostern ist dabei nur: Ist uns der Inhalt dieses Tages wichtig? Finden wir hier ein Versprechen Gottes für uns? Glauben wir an die Auferstehung und die Ewigkeit mit Jesus?

Heute feiern wir Ostern – den Triumph des Lebens, die Wegweisung auf das, was uns im Glauben erwartet. Die einzige Frage dabei ist: Ist es uns noch wichtig? Verteidigen wir den Glauben des Paulus immer noch? Ostern ist eine gute Gelegenheit für das feierlichste Frühstück im Jahr, für die Begegnung mit der Familie. Kinder freuen sich auf die Ostereier vom Osterhasen. Wir haben viele Traditionen und Rituale, die wir so gerne pflegen. Das ist alles wunderbar. Ich liebe und genieße Ostern auch. Leider habe ich nicht so viel Zeit für das festliche Frühstück, da ich mehrere Gottesdienste an diesem besonderen Morgen abhalte.

Quelle: Wikipedia

Die einzige Frage ist dabei nur: Ist uns der Inhalt dieses Tages wichtig? Finden wir hier ein Versprechen Gottes für uns? Glauben wir an die Auferstehung und die Ewigkeit mit Jesus? Wenn ja, können wir uns ein bisschen Paulus annähern. Er hat sich sein Leben lang gefreut und auf die Begegnung mit dem Auferstandenen gewartet. Darüber hat er Timotheus versichert.

So wünsche ich Ihnen nicht nur einfach: Frohe Ostern! Ich wünsche Ihnen auch einen festen und fröhlichen Glauben an die Zukunft nach dem Tod. Der Auferstandene hat schon für alles gesorgt. Amen!

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