Wasser ist in Masuren etwas Normales, aber nicht in einem Büro. Leider hat eine massive Winterflut die Geschäftsstelle des deutschen Vereins „Masuren“ überschwemmt und dort ein wahres Desaster angerichtet.
Lyck. Eine abgerissene Decke im Versammlungsraum, von der Decke tropfendes Wasser, Wasser auf dem Boden, feuchte und muffige Luft – dies war der Anblick, den Mitglieder des Vereins „Masuren“ am 11. Februar beim Betreten ihres Büros vorfanden. Doch damit nicht genug der unangenehmen Entdeckungen.
Auch die Gästezimmer im Obergeschoss standen unter Wasser. Schnell stellte sich heraus, dass das Ventil, das den Boiler mit Wasser versorgte, geplatzt war und dass von dort ein ständiger Wasserstrahl austrat. Um den Wasserfluss zu stoppen, musste das Hauptventil im Keller abgestellt werden. Und dort – die nächste Überraschung – befand sich ein etwa 60 cm tiefes Wasserbecken.
Vielleicht weiß ja jemand, wie man „Masuren“ helfen kann? Man kann den Verein über sein Facebook-Profil kontaktieren.
„Eine Tragödie. Wie lange das Wasser bereits aus dem geplatzten Ventil geflossen ist, wissen wir nicht. Vermutlich ein paar Tage, in denen niemand im Büro war. Unsere Möbel, Büroausstattung und diverse Geräte sind überflutet worden, darunter auch die Zentralheizung, die dadurch kaputtgegangen ist. Unsere Bücher sind nass geworden. Wir haben das Wasser schnell aus dem Keller gepumpt, aber ansonsten rühren wir nichts an, da wir auf den Schadensgutachter der Versicherung warten. Zum Glück sind wir versichert“, berichtet Urszula Sasińska, Vorsitzende des überfluteten Vereins „Masuren“.
Die Vorsitzende und mit ihr der Vorstand des Vereins sind jedoch besorgt, ob die Entschädigung ausreichen wird, um die überfluteten Räumlichkeiten wiederherzustellen und alle Schäden zu beseitigen.

Eine massive Winterflut hat die Geschäftsstelle des deutschen Vereins „Masuren“ überschwemmt.
Foto: „Masuren”
Leider ist das noch nicht das Ende der schlechten Nachrichten. Als der Schnee zu schmelzen begann, stellte sich heraus, dass das Dach des Wasserturms – des Prunkstücks der Organisation, in dem sich das Museum befindet – undicht ist. Die Feuchtigkeit bedroht nun auch die Sammlungen des Museums.
„Wir haben einen Lkw mit Hebebühne gemietet, um nachzusehen, was los ist. Leider begann das zwölf Tonnen schwere Fahrzeug im Boden einzusinken, und der Besitzer weigerte sich, den Auftrag auszuführen. Also dachten wir als Nächstes an ein Gerüst. Doch der Aufbau würde 16.000 Zloty kosten! Und es müsste zwei Mal aufgebaut werden – einmal, um den Dachschaden zu begutachten, und dann noch einmal für die Renovierung. Deshalb suchen wir jetzt nach Bergsteigern, die das alles günstiger erledigen können. Und wir hatten geplant, unsere Terrasse dieses Jahr zu renovieren…“, fügt Urszula Sasińska ihrem Bericht über die Missgeschicke hinzu.
Vielleicht weiß ja jemand, wie man „Masuren“ helfen kann? Man kann den Verein über sein Facebook-Profil kontaktieren.
Lech Kryszałowicz