Das deutsche Erbe in Breslau und Schlesien in drei Projekten
In der Debatte über das deutsche Erbe wird oft über Eigentum, Symbolik, Erinnerungskonflikte oder politische Kontexte gesprochen. Viel seltener wird jedoch auf etwas Grundlegenderes hingewiesen: dass dieses Erbe physisch immer noch um uns herum existiert, Teil unseres Alltags ist. Man kann es einfach sehen, fotografieren und versuchen, es im historischen Kontext zu lesen.
Genau auf dieser Ebene – der materiellen Präsenz der Vergangenheit im Raum – agieren die nachstehend geschilderten Projekte. Sie führen keine ideologischen Debatten, sie entscheiden nicht, „wem“ eine bestimmte Geschichte „gehört“, sondern schlagen etwas Einfacheres und zugleich Mitreißenderes vor: die Aufmerksamkeit auf die Spuren der Vergangenheit zu lenken, die in der Stadt und der Region eingeschrieben sind.
Die Stadt als Text und Palimpsest
Einen guten Interpretationsrahmen für diese Art von Aktivitäten bietet Karl Schlögel – heute emeritierter Professor für Geschichte, einer der bedeutendsten Forscher zu Mittelosteuropa und den Beziehungen zwischen Raum, Zeit und Erinnerung, Preisträger des renommierten Friedenspreises des Deutschen Buchhandels für das Jahr 2025. Schlögel verwendete im Titel eines seiner wichtigsten Werke die Formulierung: „Im Raume lesen wir die Zeit“, die mehr als nur eine Metapher wurde – sie wurde zu einem Forschungsprogramm.
Aus dieser Perspektive wird die Stadt zu einer Art Text, den man interpretieren kann: Putzschichten, Schilder, Inschriften, architektonische Details oder städtebauliche Strukturen erzählen die Geschichte nicht schlechter als Archive. „Die Stadt lesen“ bedeutet also nicht nur einen Spaziergang mit einem Reiseführer, sondern eine besondere Form historischer Aufmerksamkeit: eine Praxis, die Sehen, Wissen und Vorstellungskraft zu einem interpretativen Ganzen verbindet.

Im Innenhof (des ehemaligen Kaufmannsheims) finden sich noch wunderschöne deutsche Jugendstilinschriften.
Foto: Ruben Gallé/Archiv
Die Stadt – und im weiteren Sinne die Region – kann jedoch nicht nur gelesen, sondern auch als Palimpsest verstanden werden: ein Text, der mehrfach beschrieben und wieder abgerieben wurde, wobei die nachfolgenden Schichten die vorherigen nicht vollständig zerstören, sondern sie unter sich durchscheinen lassen, manchmal kaum sichtbar, manchmal überraschend deutlich.
In diesem Sinne sind Breslau und Schlesien weder „deutsch“ noch „polnisch“ im einfachen Sinne dieser Worte, sondern palimpsestartig: Sie tragen gleichzeitig Spuren verschiedener Epochen, Sprachen und Gemeinschaften in sich.
Projekt 1: Wrocław – „Unter dem Putz blickt Breslau hervor“
Der öffentliche Raum von Wrocław, 80 Jahre nach Kriegsende, bestätigt nicht die These, dass es gelungen sei, „alle germanischen Überreste“ dauerhaft zu beseitigen. Unter dem Putz blickt immer noch Breslau hervor: Deutsche Inschriften, Schilder und architektonische Details sind nach wie vor in der Stadtlandschaft präsent, obwohl das Wissen darüber verstreut, fragmentarisch und weiterhin wenig bekannt ist und der Bestand selbst tatsächlich vom Verschwinden bedroht ist.
Das 2020 ins Leben gerufene Projekt „Unter dem Putz blickt Breslau hervor“ ist ein Versuch, dieses Erbe systematisch zu erfassen, zu schützen und zugänglich zu machen, und zwar mithilfe einer interaktiven Karte, auf der solche Spuren im heutigen Breslau verzeichnet sind. Es dokumentiert Fragmente von Werbungen, Namen von Betrieben, technische Bezeichnungen, Inschriften, Grenzsteine und Grabplatten – oft zufällig erhalten, unter mehreren Schichten Farbe und Putz, Erde und Pflastersteinen.
Der basisdemokratische Charakter von Projekten wie „Unter dem Putz blickt Breslau hervor“ zeigt, dass das Interesse an den materiellen Spuren der Vergangenheit heute nicht von verordneten Bildungsmaßnahmen herrührt, sondern aus dem tiefen Bedürfnis, den eigenen Lebensraum zu verstehen.
Das Projekt wird von der Tymoteusz-Karpowicz-Stiftung für Kultur und Bildung in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Forschung zum Kulturerbe Niederschlesiens und der Stadt Breslau durchgeführt. Es setzt die Idee des „Lesens der Stadt“ in die Praxis um: Ein einzelnes Wort oder eine fragmentarische Inschrift wird zum Ausgangspunkt für eine mikrohistorische Reflexion über die früheren Funktionen von Orten, die alltäglichen Praktiken ihrer Nutzer und den Lebensrhythmus vor 1945. Dabei hat das Projekt einen partizipativen Charakter – es wird von Einwohnern, Liebhabern der Stadtgeschichte, Fotografen und Spaziergängern mitgestaltet. Jeder kann durch die Überreste in die Vergangenheit blicken.
Dies ist ein Beispiel für öffentliche Geschichte ohne Pathos und Monumentalisierung, basierend auf der Materialität der Vergangenheit und der aktiven Beteiligung der Rezipienten, die selbst die in den Raum eingeschriebene Geschichte entdecken.
Projekt 2: Breslau – Oder-Vorstadt mit einem Reiseführer
Das zweite Projekt in Breslau ist ein Spaziergang auf den Spuren der deutschen Geschichte durch die Oder-Vorstadt (Nadodrze), vorbereitet von WroclawGuide. Diese Initiative unterscheidet sich von rein kartografischen Projekten: Anstelle einer Datenbank oder einer digitalen Karte gibt es hier eine Erzählung vor Ort, die sich an ein breites Publikum richtet – Touristen, Einwohner, Lehrer und Schüler.
Die Autoren des Projekts sind Ewa und Mirko, zwei Liebhaber der Geschichte des alten Breslau, die – zwischen Düsseldorf und dem heutigen Breslau pendelnd – die Stadt zu ihrer Wahlheimat gemacht haben. Aus dieser biografischen und emotionalen Verbundenheit mit dem Ort entstand die Idee, WroclawGuide.com als Plattform zur Popularisierung der vielschichtigen Vergangenheit der Stadt zu schaffen.
Ein wichtiger Bestandteil des Reiseführers ist auch die „Karte der deutschen Spuren in Nadodrze“, die die wichtigsten deutschen Spuren in dem Stadtteil lokalisiert und als Bezugspunkt für den Spaziergang dient. Auf diese Weise verbindet das Projekt performative Erzählung (Gehen, Erzählen) mit einem kartografischen Werkzeug, das Wissen ordnet und eine eigenständige Erkundung ermöglicht.

Mirko Seebeck, einer der Macher des Bolgs WroclawGuide, mit seinem Reiseführer.
Foto: M. Baumgarten/Archiv
Der Spaziergang zeigt, wo und wie man hinschauen muss: wie man Details zu einer größeren Erzählung über den Stadtteil, seine soziale Struktur und seine Funktionen vor 1945 zusammenfügt. Die Autoren verbinden fachliche Kompetenz mit der Fähigkeit, mit dem Publikum zu arbeiten, und fungieren als Vermittler zwischen historischer Forschung und sozialer Wissensvermittlung.
Charakteristisch für solche Spaziergänge sind Momente, in denen die Teilnehmer – während sie eine scheinbar gewöhnliche Straße entlanggehen – plötzlich beginnen, sie anders zu sehen: Sie achten auf zuvor ignorierte Details wie die Anordnung der Treppenhäuser, die Art der Schaufenster oder die Beziehungen zwischen Fassade und Innenhof. Der Raum gewinnt dann an zeitlicher Tiefe und ist nicht mehr nur „hier und jetzt“, sondern wird Teil einer längeren städtebaulichen und sozialen Geschichte.
Projekt 3: „Vergessenes Erbe“ – deutsches materielles Erbe und deutschsprachige Inschriften in Ober- und Niederschlesien als bedrohtes Erbe des Alltags
Das dritte Beispiel für das „Lesen des Raumes“ als Träger von Erinnerung ist das Projekt „Vergessenes Erbe“, das sich dem deutschen materiellen Erbe und den deutschsprachigen Inschriften widmet, die im öffentlichen Raum von Ober- und Niederschlesien erhalten geblieben sind.
Das Projekt wird vom Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit durchgeführt; sein Autor und wissenschaftlicher Kurator ist Dawid Smolorz in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Thomas Voßbeck und Małgorzata Makowska. Es verbindet Forschungs-, Dokumentations- und künstlerische Kompetenzen in der Form der Public History, eingebettet in den realen Raum der Region.
Es umfasst zwei sich ergänzende, aber dennoch getrennte Bereiche des Kulturerbes. Der Teil „Vergessenes Erbe“ konzentriert sich auf verlassene und verfallene architektonische Objekte – von Industriepalästen der Magnaten über öffentliche Gebäude bis hin zu Sakralbauten –, die einst das Aushängeschild der Region waren und heute am Rande des Alltags und des kollektiven Gedächtnisses existieren.
Der Teil „Vergessene Inschriften“ lenkt die Aufmerksamkeit hingegen auf kleinere, leichter zerstörbare Erinnerungsträger: deutschsprachige Informations- und Werbeinschriften, Ladenschilder, Wegweiser und Fassadenbeschriftungen.
Über vier Jahrzehnte lang verfolgten die polnischen Behörden nach dem Krieg eine intensive Politik der Beseitigung materieller Spuren der deutschen Vergangenheit. Opfer dieser Politik wurden vor allem Inschriften, da sie die sichtbarste und zugleich am leichtesten zu zerstörende Form der früheren kulturellen Präsenz darstellten. Der Prozess der „Entdeutschung“ war jedoch nicht überall vollständig erfolgreich: Bis heute kann man in vielen Orten beider Teile Schlesiens alte deutsche Inschriften sehen und häufig erst unter dem abblätternden Nachkriegsputz entdecken.

Bahnhofstunnel in Breslau mit der Inschrift „Durchgang Flurstrasse“.
Foto: M.O.
Nach 1989 wurden diese Relikte lange Zeit nicht aus ideologischen Gründen zerstört; häufiger drohte ihnen die Vernichtung durch Vernachlässigung oder – paradoxerweise – durch Renovierungsarbeiten. In den letzten Jahren ist jedoch eine neue Welle von Spannungen um die Präsenz deutscher Namen und Inschriften im öffentlichen Raum, insbesondere an öffentlichen Gebäuden, zu beobachten. Diese Kontroversen führen manchmal zu Maßnahmen, die man als zweite Welle der Repolonisierung bezeichnen könnte – das Bestreben, den Raum im Geiste eines einheitlichen nationalen Narrativs, das angeblich durch die Präsenz dieser Artefakte bedroht ist, symbolisch und administrativ zu ordnen.
In diesem Zusammenhang gewinnt das Projekt „Vergessenes Erbe“ eine neue Dimension: Aus einer vor allem informativen Initiative wird ein Dokumentations- und Archivierungsprojekt, das Bestände erfasst, die erneut reduziert, umgewandelt oder gelöscht werden könnten.
Das Projekt reiht sich damit in den Trend der Public History und des basisdemokratischen Kulturerbes ein und zeigt, dass das „Lesen des Raumes“ nicht nur spektakuläre architektonische Objekte betrifft, sondern auch die alltäglichsten und damit besonders gefährdeten Formen der materiellen Erinnerung – wie Inschriften, Schilder und Beschriftungen, die kein monumentales Narrativ über die Vergangenheit konstruieren, sondern deren lokalste und intimste Ebene offenbaren, die mit dem früheren Alltag gewöhnlicher Menschen verbunden ist.
Von Enthusiasten zu Institutionen – gemeinsam für die Erinnerung
Die Gegenüberstellung dieser drei Projekte verdeutlicht vor allem die enorme Vielfalt der Akteure, die sich aktuell mit dem deutschen Kulturerbe auseinandersetzen. Hier treffen wir auf Basisinitiativen von Enthusiasten und Bürgervereinen ebenso wie auf professionelle Gästeführer und etablierte Kulturinstitutionen. Diese Vielfalt bildet die Stärke der zeitgenössischen Erinnerungsarbeit, die längst nicht mehr ausschließlich Historikern oder Beamten – nicht einmal Denkmalpflegern – vorbehalten ist.
Der basisdemokratische Charakter von Projekten wie „Unter dem Putz blickt Breslau hervor“ zeigt, dass das Interesse an den materiellen Spuren der Vergangenheit heute nicht von verordneten Bildungsmaßnahmen herrührt, sondern aus dem tiefen Bedürfnis, den eigenen Lebensraum zu verstehen. Die Arbeit von Gästeführern und Geschichtsvermittlern unterstreicht ihrerseits, wie wichtig es ist, Fachwissen in eine für ein breites Publikum verständliche Form zu bringen – ohne Vereinfachungen, aber auch ohne akademische Trägheit. Schließlich sorgen institutionelle Initiativen wie „Vergessenes Erbe“ dafür, dass dieses Interesse nachhaltig und systematisch gefördert wird und in Bildung, Forschung und Denkmalpflege weiter genutzt werden kann. Nur das Zusammenwirken dieser drei Ebenen – Begeisterung an der Basis, Expertise in der Öffentlichkeitsarbeit und institutionelle Unterstützung – schafft so etwas wie eine neue Gedächtnisinfrastruktur, die über die Logik aktueller politischer Auseinandersetzungen hinaus funktionieren kann.
Lesen statt auslöschen
In einer Zeit, in der die Vergangenheit zunehmend zum Instrument ideologischer und symbolischer Auseinandersetzungen wird, vermitteln Projekte wie die oben beschriebenen etwas weitaus Fundamentaleres als die bloße Sammlung historischer Fakten. Sie fördern eine einzigartige Haltung: die Bereitschaft, die Komplexität der im Raum eingebetteten Vergangenheit zu betrachten, zu erkennen und anzunehmen.
„Die Stadt lesen“ bedeutet hier, einfache Narrative aufzugeben und stattdessen das Bestehende sorgfältig zu interpretieren – selbst wenn es nicht den vorgefertigten Mustern des offiziellen Diskurses entspricht.
Diese Haltung ist besonders bedeutsam im Hinblick auf das historische Erbe der Region, das jahrzehntelang entweder marginalisiert oder instrumentalisiert wurde – als ein Problem, das beseitigt oder einem einzigen, dominanten Narrativ untergeordnet werden musste. Die Stadt als Palimpsest zu lesen, ermöglicht es uns hingegen zu erkennen, dass die Vergangenheit nicht durch administrative oder symbolische Entscheidungen „ausgelöscht“ werden kann, sondern unabhängig von unseren aktuellen Konflikten im Gefüge der Stadt und ihrer Landschaft fortbesteht. In diesem Sinne besteht die Alternative zum Auslöschen, Übermalen oder Neutralisieren von Spuren der Vergangenheit nicht in deren unkritischer Verherrlichung, sondern vielmehr in der sorgfältigen Auseinandersetzung damit. Lesen statt auslöschen bedeutet, die Vielschichtigkeit der Geschichte als kognitiven und kulturellen Wert anzuerkennen, nicht als Bedrohung der eigenen Identität oder als Ausdruck vermeintlicher Aggression des Nachbarn. Nur eine solche Perspektive ermöglicht den Aufbau eines reifen Verhältnisses zum Erbe, das nicht im nationalen Sinne „unser“ sein muss, um im bürgerlichen und kulturellen Sinne unser zu sein.
Nachbarschaft verpflichtet – die neue Textreihe
Ich habe das Angebot einer festen Zusammenarbeit mit der Zeitung der deutschen Minderheit „Neues Wochenblatt.pl“ gerne angenommen. In der Vergangenheit habe ich bereits verschiedene Texte in dieser Zeitung veröffentlicht, darunter auch Interviews – umso mehr freue ich mich über die Möglichkeit eines regelmäßigen Kontakts mit den Leserinnen und Lesern.
Ich bin Professor für Geschichte und arbeite an der Universität Breslau. Bis 2024 leitete ich das Willy-Brandt-Zentrum für Deutschland- und Europastudien der Universität Breslau. In den Jahren 2024/2025 war ich Beauftragter des Außenministers für die deutsch-polnische Zusammenarbeit. Ich bin Autor zahlreicher Publikationen zur deutschen Geschichte und zu den polnisch-deutschen Beziehungen, mit besonderem Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert und den ersten Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts.

Prof. Krzysztof Ruchniewicz.
Foto: privat
Außerdem beschäftige ich mich mit der Popularisierung der Geschichte. Ich bin Blogger, Fotograf und Podcaster – den Podcast #2historykow1mikrofon betreibe ich gemeinsam mit Prof. Przemysław Wiszewski.
Als Motto für meine Feuilletons habe ich den Leitgedanken der bekannten deutschlandkundlichen Reihe „Nachbarschaft verpflichtet“ gewählt, die viele Jahre lang unter der Herausgeberschaft von Prof. Christoph Kleßmann und Prof. Hubert Orłowski erschien.
Als Motto für meine Feuilletons habe ich den Leitgedanken der bekannten deutschlandkundlichen Reihe „Nachbarschaft verpflichtet“ gewählt, die viele Jahre lang unter der Herausgeberschaft von Prof. Christoph Kleßmann und Prof. Hubert Orłowski erschien. Im Rahmen dieser Reihe wurden 50 Bände veröffentlicht, die dem polnischen Leser die wichtigsten Werke deutscher Geisteswissenschaftler – Historiker, Politologen und Soziologen – näherbrachten. Auf diese Weise entstand ein Kanon von Werken, der die polnische Reflexion über Deutschland und die polnisch-deutschen Beziehungen wesentlich bereichert hat.
„Nachbarschaft verpflichtet“ ist jedoch nicht nur der Titel einer Verlagsreihe, sondern ein ständiger Aufruf zur Arbeit an den deutsch-polnischen Beziehungen – sowohl auf staatlicher Ebene als auch im täglichen Umgang zwischen Polen und Deutschen.
Ich hoffe, dass die von mir behandelten Themen Ihr Interesse wecken. Ich freue mich auch über Rückmeldungen – sei es in Form von Leserbriefen oder Reaktionen in den sozialen Medien.
Krzysztof Ruchniewicz
Deutsche Inschriften in Schlesien und der Umgang mit diesem Erbe