Unsere Leute unter sich – von Oberschlesien nach Deutschland

9 April 2026, 17:00 Sport 34

Maximum Einsatz von Martin Max

In den vergangenen Monaten haben wir in unserer Zeitung Vereine aus Oberschlesien präsentiert, die deutsche Wurzeln haben und vor dem Zweiten Weltkrieg von Deutschen gegründet wurden. Heute starten wir eine Serie, in der wir die bekanntesten oberschlesischen Fußballer vorstellen, die eine erfolgreiche Karriere in der 1. Bundesliga gemacht haben.

Am bekanntesten sind natürlich die Weltmeister Miroslav Klose und Lukas Podolski, die mit der deutschen Nationalmannschaft 2014 die Weltmeisterschaft gewannen. Was die Weltmeister angeht, ist auch der in Kattowitz geborene Richard Herrmann (gestorben in Frankfurt am Main) zu erwähnen, der mit der deutschen Nationalmannschaft bei der denkwürdigen Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz triumphierte.

Im Schatten von „Miro“ und „Poldi“

Im Schatten dieses Trios stehen jedoch viele andere Oberschlesier, die im deutschen Fußball eine bedeutende Rolle gespielt haben und es wert sind, näher betrachtet zu werden. Einer von ihnen, mit dem wir diese Serie eröffnen, ist der am 7. August 1968 in Tarnowitz geborene Martin Max, der – ähnlich wie Miroslav Klose und Lukas Podolski – ein sehr talentierter Stürmer war, ja sogar einer der herausragendsten in der deutschen Bundesliga der späten 1990er-Jahre und des frühen 21. Jahrhunderts. Die Fans liebten ihn und betonen bis heute, dass er nie nachließ – er gab immer alles und spielte mit 100 Prozent Einsatz.

Auch nach dem Ende seiner Karriere hat Martin Max die Verbindung zum Fußball nicht abgebrochen und sich der Trainerarbeit zugewandt. So wurde er am 18. November 2024 Stürmertrainer der U17-Mannschaft des FC Schalke 04. Er arbeitet also derzeit bei dem Verein, bei dem er große Erfolge feierte – einem Verein, der seit seiner Gründung besonders enge Verbindungen zu Oberschlesien und Masuren hat und gleichzeitig zu den größten Vereinen Deutschlands zählt. Zur Erinnerung: Der FC Schalke 04 ist siebenfacher deutscher Meister, zehnfacher Vizemeister und vierfacher Drittplatzierter. Die Mannschaft aus Gelsenkirchen gewann zudem fünfmal den DFB-Pokal und holte 1997 den UEFA-Pokal. Der letztgenannte Erfolg ist die größte internationale Errungenschaft des FC Schalke 04, zu der unser Held einen enormen Beitrag geleistet hat.

Es begann in Beuthen

Martin Max trainierte als Junior beim Verein Rodło Górniki in Beuthen. Anschließend zog er nach Deutschland, wo er 1989 seine Profikarriere bei einem anderen berühmten Verein begann – Borussia Mönchengladbach. In seiner Debütsaison für die „Fohlen“ bestritt er elf Spiele in der 1. Bundesliga, doch in den folgenden Spielzeiten erkämpfte er sich einen festen Platz in der Stammelf des Teams aus dem Rheinland.

Bei Borussia Mönchengladbach spielte Martin Max bis 1995 und gewann in dieser Zeit auch den DFB-Pokal. Nach der Saison 1994/1995 unterschrieb der aus Oberschlesien stammende Spieler einen Vertrag beim FC Schalke 04 Gelsenkirchen. In der Mannschaft aus dem Ruhrgebiet bildete er zusammen mit dem Niederländer Youri Mulder ein äußerst gefährliches Stürmerduo, spielte aber zeitweise auch mit dem US-Amerikaner David Wagner.

Die erste Saison (1995/1996) im Trikot des FC Schalke 04 verlief für Martin Max erfolgreich – er erzielte in der 1. Bundesliga elf Tore, und in der folgenden Saison (1996/1997) schoss er zwölf Treffer. Es sei hinzugefügt, dass diese Spielzeiten für Martin Max besonders erfolgreich und unvergesslich waren – denn damals gewann er mit dem FC Schalke 04 den prestigeträchtigen europäischen Wettbewerb, den UEFA-Pokal, indem die Mannschaft im Finale den berühmten Inter Mailand besiegte.

Zweifacher Torschützenkönig

Auf diesen Erfolg folgte jedoch ein Formtief, denn in den beiden folgenden Ligasaisons war Martin Max nicht mehr so treffsicher – und schließlich wird ein Stürmer vor allem an der Anzahl seiner erzielten Tore gemessen. Infolgedessen wechselte er im Sommer 1999 zum TSV 1860 München, wo er seinen verlorenen Glanz und vor allem seine Treffsicherheit zurückgewann.

In der Saison 1999/2000 erzielte Martin Max 19 Tore in 32 Spielen der Bundesliga, was ausreichte, um Torschützenkönig der 1. Bundesliga zu werden.

Bereits in der Saison 1999/2000 erzielte er 19 Tore in 32 Spielen der Bundesliga. Diese Bilanz reichte aus, um Torschützenkönig der 1. Bundesliga zu werden. Darüber hinaus wiederholte Martin Max diesen Erfolg in der Saison 2001/2002, als er in 28 Spielen 18 Tore erzielte – genauso viele wie Márcio Amoroso von Borussia Dortmund – und gemeinsam mit ihm Torschützenkönig der Liga wurde.

Die Saison 2002/2003 verlief nicht mehr ganz so spektakulär, weshalb er den TSV 1860 verließ und die Saison 2003/2004 bei Hansa Rostock verbrachte, für die er in 33 Ligaspielen 20 Tore erzielte. Danach beendete er seine Fußballkarriere. Insgesamt bestritt Martin Max in der Bundesliga, in europäischen Pokalwettbewerben, im DFB-Pokal und im DFL-Pokal 458 Spiele und erzielte dabei 153 Tore.

Einmal für Deutschland

In seinem fußballerischen Lebenslauf hat Martin Max auch einen Einsatz in der deutschen A-Nationalmannschaft zu verzeichnen. In dieser Hinsicht liegt er weit hinter Miroslav Klose oder Lukas Podolski zurück. Sein Sohn – der heute 33-jährige Philipp Max – kam jedoch im Gegensatz zu seinem Vater als Verteidiger sechsmal für die deutsche Nationalmannschaft zum Einsatz: dreimal in der A-Nationalmannschaft und dreimal in der U23-Nationalmannschaft.

Krzysztof Świerc

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